Torsten Frings kehrt als Trainer von Darmstadt 98 am Samstag ins Weserstadion zurück.
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Torsten Frings kehrt als Trainer von Darmstadt 98 am Samstag ins Weserstadion zurück.

Darmstadt Samstag im Weserstadion

Rauswurf bei Werder verarbeitet: Frings kehrt ohne Groll zurück

Darmstadt - Kleines Klassentreffen im Weserstadion: Der bei Werder entlassene Co-Trainer Torsten Frings kehrt am Samstag nach Bremen zurück - mit Darmstadt 98 und ohne Groll.

Große Erfolge, bittere Rückschläge, der Sprung in die Nationalmannschaft, sein erster Posten als Trainer – in Torsten Frings’ Karriere sind etliche Meilensteine untrennbar mit Werder Bremen verknüpft. Am Samstag kehrt der 40-Jährige nun in ungewohnter Rolle in seine alte Heimat zurück: als gegnerischer Trainer. Mit dem Tabellenletzten Darmstadt 98 gastiert Frings zum Kellerduell in Bremen – ein Spiel, auf das er sich freut, wie er dem "kicker" verriet.

„Natürlich ist es etwas Besonderes. Ich komme gerne zurück“, betonte Frings, ließ aber keinen Zweifel daran aufkommen, dass er mit seiner Mannschaft nicht in den Norden reist, um alte Weggefährten wiederzusehen: „Es wichtig für uns, dass wir etwas mitnehmen.“

Erst vor knapp einem halben Jahr war Frings bei Werder als Assistenztrainer gemeinsam mit Chefcoach Viktor Skripnik entlassen worden, und seine Kontakte nach Bremen sind seitdem weitestgehend eingeschlafen. „Ich habe nicht mehr viel Kontakt zu Werder. Torwarttrainer Christian Vander ist ein guter Freund von mir, mit ihm telefoniere ich hin und wieder“, berichtete Frings.

Entlassung hat nichts an Verhältnis zu Baumann geändert

Seinen Rauswurf beim SVW durch seinen ehemaligen Mitspieler und Werders heutigen Sportchef Frank Baumann scheint er mittlerweile verarbeitet zu haben: „Frank hat so entschieden, wir mussten das akzeptieren. An meinem guten Verhältnis zu ihm hat das aber nichts geändert.“ Ihm sei damals sogar eine Zukunft bei Werder in Aussicht gestellt worden. „Allen Co-Trainern wurde eine Perspektive aufgezeigt, wir sollten uns bereitmachen für den nächsten Cheftrainer“, sagte Frings, für den das damals aber nicht in Frage kam: „Ich war sehr loyal Viktor Skripnik gegenüber und habe von Anfang an gesagt, dass ich für keine Position zur Verfügung stehe. Daraufhin bin ich freigestellt worden.“

Am Samstag hat er nun also die Gelegenheit, bei seinem Herzensverein zu zeigen, was er als Trainer kann. Nach dem Abpfiff, das stellte Frings klar, schlägt sein Herz dann aber zumindest teilweise wieder für Grün-Weiß: „Dann drücke ich Bremen wieder die Daumen.“ dco

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