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Werder-Sportchef Frank Baumann wundert sich sehr über die Aussagen von Hertha-Coach Pal Dardai.

Werder-Sportchef kontert Hertha-Trainer

Baumann zählt Dardai an: „Kann das nicht nachvollziehen“

Bremen – Rekordtreffer oder Eigentor? Um das 1:1 des SV Werder bei Hertha BSC wird offenbar mehr gestritten, als dass es gefeiert wird. Hertha-Trainer Pal Dardai hat das Fass aufgemacht, will Claudio Pizarro den zweimal abgefälschten Freistoß nicht als dessen Tor anerkennen.

Der Konter kommt von Werder-Sportchef Frank Baumann. In der „Bild“-Zeitung zählt er den Berliner Coach für dessen seltsam missgünstig wirkende Äußerungen an. „Wenn man sich von einem 40-Jährigen in der Nachspielzeit den Ausgleich einfängt, ist das natürlich sehr enttäuschend. Was ich nicht nachvollziehen kann, ist, dass er einem Spieler wie Claudio das Tor nicht zusprechen, sondern in der Statistik lieber ein Eigentor eines eigenen Spielers sehen möchte.“

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Dardai: „Das war nicht Pizarros Tor“

Nach dem von Pizarro unter der Hertha-Mauer durchgeschossenen Freistoß war der Ball zweimal abgefälscht worden. Davie Selke und Valentino Lazaro waren noch dran, erst dann schlug der Ball im Berliner Tor ein. Pizarro avancierte mit der Aktion zum ältesten Torschützen der Bundesliga-Geschichte. Geht es nach Dardai muss die Statistik aber zurückgesetzt werden. „Also ich würde da ein bisschen mitreden, ob das ein Rekord ist oder nicht“, meinte der Coach und stichelte: „Ich will ein bisschen böse sein. Das war nicht sein Tor. Da kann er mir alles erzählen. Das war ein doppelt abprallender Ball.“

Aber Dardais Einwand kam bei der Deutschen Fußball-Liga nicht an. Die Tor-Kommission sah bis Montagmittag keinen Grund, Pizarro den Treffer nicht zuzuschreiben. Und das war ganz im Sinne von dessen altem Kumpel Ailton. Der Brasilianer feiert das Rekordtor in der „Bild“ ganz uneingeschränkt: „Das war kein Eigentor. Hertha soll mal schön ruhig bleiben.“

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