Robert Bauer kehrte erstmals seit seinem Wechsel nach Bremen für ein Spiel nach Ingolstadt zurück.
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Robert Bauer kehrte erstmals seit seinem Wechsel nach Bremen für ein Spiel nach Ingolstadt zurück.

Nach Sieg gegen Ingolstadt

Bauer: „Jetzt schauen wir auf die Europa League“

Ingolstadt - Es war seine erste Rückkehr an die alte Wirkungsstätte - und für Robert Bauer hätte sie gar nicht besser laufen können!

Nach Werders 4:2-Erfolg beim FC Ingolstadt sprach der Verteidiger offen aus, was sich alle grün-weißen Fans sehnsüchtig wünschen: „Wir haben vorher intern gesagt, wenn wir das Spiel gewinnen, dann müssen wir unsere Ziele neu setzen. Wir haben gesagt, dass wir dann auf die Europa League schauen.“ Werder ist durch den Sieg auf den sechsten Tabellenplatz vorgesprungen, „und da wollen wir nicht mehr weg“, betonte Bauer, der bis zum Sommer noch selbst für Ingolstadt gespielt hatte.

Sein erstes Gastspiel in der alten Heimat war dabei kein leichtes für den 20-Jährigen und Werder Bremen. „Wir wussten, was hier auf uns zukommt, dass es ein sehr kampfbetontes Spiel wird. Das es dann aber so extrem wird, hat uns als Team doch etwas überrascht“, gestand Bauer. „Es war wichtig, dass wir vor der Halbzeit noch den Ausgleich gemacht haben. In der Kabine haben wir uns gesagt: Wir müssen den Kampf annehmen. Fußballerisch besser zu sein, reicht in so einem Spiel nicht.“

Bauer gerät mit Kumpel Max Christiansen aneinander

Bei aller Freude über den Bremer Erfolg - für die alten Teamkollegen aus Ingolstadt hatte Bauer auch noch ein paar Gedanken übrig. Dass es für den FCI im Abstiegskampf nun ganz bitter aussieht, „schlägt einem aufs Gemüt. Ich wünsche den Jungs nur das Beste.“ Während des Spiels hatte das noch anders ausgesehen. Bauer geriet in der zweiten Hälfte mit seinem ehemaligen WG-Kumpel Max Christiansen aneinander, der sich bei seiner Auswechslung Zeit ließ.

„Das sind einfach die Emotionen im Spiel. Er kennt mich gut genug und weiß, dass ich nicht verlieren kann“, erklärte der Bremer. „Es war so, dass ich gesehen hab, dass er auf die Anzeigetafel geguckt hat und gesehen hat, dass er runter muss - und sich dann weggedreht hat. Das sind die normalen Tricks. Ich glaube das würden wir nicht anders machen.“ Auf dem Platz - da gebe es für ihn ohnehin keine Freunde, betonte Bauer: „In den 90 Minuten geht es einfach nur darum, den Sieg zu holen. Der Rest ist mir egal.“

Viererpacker Kruse lässt Werder jubeln

FC Ingolstadt gegen Werder Bremen
Für Robert Bauer war das Spiel beim FC Ingolstadt ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Der Verteidiger wechselte vor der Saison von den "Schanzern" an die Weser. © dpa
FC Ingolstadt gegen Werder Bremen
Der FC Ingolstadt hatte in der ersten Hälfte Vorteile. Werder-Keeper Felix Wiedwald hielt zweimal gut gegen Almog Cohen und Marcel Tisserand. © nordphoto
FC Ingolstadt gegen Werder Bremen
Und dann fiel es doch: Dario Lezcano entwischte Lamine Sane und verwertete eine Tisserand-Flanke völlig freistehend. © dpa
FC Ingolstadt gegen Werder Bremen
Die stark abstiegsgefährdeten Ingolstädter feierten das 1:0 ausgelassen. © dpa
FC Ingolstadt gegen Werder Bremen
Kurz vor der Pause aber noch der Ausgleich: Tisserand legte Fin Bartels im Strafraum, der Schiedsrichter entschied auf Elfmeter. © nordphoto
FC Ingolstadt gegen Werder Bremen
Max Kruse verwandelte sicher - und Werder bejubelte den Ausgleich mit dem Pausenpfiff. © nordphoto
FC Ingolstadt gegen Werder Bremen
Die zweite Hälfte gestaltete sich relativ ausgeglichen mit wenigen Chancen auf beiden Seiten. Eine der besten vergab Fin Bartels. © nordphoto
FC Ingolstadt gegen Werder Bremen
Nach gut einer Stunde zeigte Schiedsrichter Markus Schmidt erneut auf den Punkt. Er war auf eine Schwalbe von Almog Cohen hereingefallen. Pascal Groß brachte Ingolstadt mit seinem platzierten Strafstoß wieder in Führung. © nordphoto
FC Ingolstadt gegen Werder Bremen
Der FC Ingolstadt bejubelte die erneute Führung. Aber die Rechnung hatten die "Schanzer"... © dpa
FC Ingolstadt gegen Werder Bremen
...ohne Max Kruse gemacht. Der Werder-Stürmer ist einfach in überragender Form: Mit zwei weiteren Treffern drehte er das Spiel. Werder gewann 4:2 - und sprang zumindest vorübergehend auf Tabellenrang 6. © nordphoto

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