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Robert Bauer hat zwei volltätowierte Arme, unter anderem hat er sich christliche Bilder stechen lassen.

Werder-Profi über Religion

Bauer: „Mein tiefer Glaube an Gott ist definitiv meine Stärke“

Bremen - Es gibt da dieses Bild, frisch von der WM in Russland. Hier kniet der Belgier Romelu Lukaku und betet zu Gott. In seinem Rücken kniet wiederum Fidel Escobar, Spieler von Panama, und betet ebenfalls.

Dass beide sich in diesem Moment nicht das Gleiche gewünscht haben, ist irgendwo logisch. Und die Frage, wer von den beiden wohl den besseren Draht hat zur angebeteten Macht hat, lässt sich – will man es sich leicht machen – mit dem Ergebnis der Partie beantworten. Belgien gewann 3:0, Lukaku erzielte zwei Tore. Und Escobar? Hat umsonst gebetet? Möchte man meinen.

Wozu ist das Beten auf dem Platz?

Doch im christlichen Medienmagazin „pro“ erklären Fußball-Profis, dass Glauben im Sport und das Beten auf dem Platz nichts mit der Bestellung von Toren und Ergebnissen zu tun hat. Unter anderem gibt Werder-Profi Robert Bauer einen kleinen Einblick in seinen Umgang mit seinem Glauben. Auch der Ex-Bremer Davie Selke ist dabei.

Die Frage an beide lautete: Wer ist Jesus für Sie? „Jesus ist ein ständiger Begleiter auf meinem Weg durchs Leben und jemand, der immer für mich da ist, egal, wie es mir geht. Ich denke oft darüber nach, was man mit Jesus alles erleben könnte, wenn man ihm mehr zutrauen würde“, antwortet Bauer. Der 23 Jahre alte Rechtsverteidiger ist das, was im Sprachgebrauch als praktizierender Christ bezeichnet wird – auch ohne Gebete auf dem Rasen. Bauer: „Mein tiefer Glaube an Gott ist definitiv meine Stärke im Leben und auch in meinem Beruf als Fußballer.“

Vergebung „ein großes Thema“ für Davie Selke

Auch Davie Selke, von 2013 bis 2015 für Werder aktiv, spricht über seinen Draht zu Jesus und die Kraft des Glaubens. „Mir gibt Jesus mit seiner Liebe für mich unheimliche Kraft und Ruhe. Es ist der Glaube an Gott, der mir in schwierigen Zeiten hilft“, sagt der 23-Jährige, der seit einem Jahr bei Hertha BSC unter Vertrag steht. Zuvor war eine Rückholaktion von RB Leipzig nach Bremen gescheitert.

Ob Selke auch an diesen Karriereweg denkt, wenn er die „Wer-ist-Jesus-für-Sie-Frage“ so beantwortet? „Ich vertraue ihm von Herzen, dass er immer einen guten Weg für mich bereithält. Ich finde es faszinierend, dass er einem jeden Fehler vergibt, wenn man ihn ernsthaft bereut.“ Vergebung sei „überhaupt ein großes Thema“ für Selke, „weil man einfach in solchen Momenten Größe zeigt“.

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