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Sambou Yatabare

Werder-Profi verteidigt sich und erhebt Vorwürfe

Yatabare: „Wollte meine Familie beschützen“

Bremen - Weil er einen Polizisten ins Gesicht geschlagen hatte, wurde Sambou Yatabare in Frankreich verhaftet. In seinem ersten Interview nach seiner Freilassung verteidigt der Werder-Profi sein Handeln - und erhebt schwere Vorwürfe gegen den Polizisten.

Yatabare hat bestätigt, dass er den Polizisten auf einem Flughafenparkplatz mit einem Schlag niedergestreckt hat, beruft sich aber auf eine Notwehrsituation: „Ich wollte nur meine Familie vor einer Person beschützen, die bewaffnet war und nie gesagt hat, dass sie ein Polizist ist“, sagt Yatabare im Interview mit der französischen Sportzeitung „L‚Equipe“.

Yatabare: Polizist hat sich nicht zu erkennen gegeben

Der Reihe nach: Der Werder-Profi sagt, er sei mit seiner Frau und seiner Tochter auf dem Weg zum Flughafen gewesen, um nach Nizza zu fliegen. „Einmal habe ich vergessen, den Blinker zu setzen, und der Autofahrer hinter mir dreht durch“, berichtet der 28-Jährige. Beide Autos hielten auf einem Parkplatz an, wo ein Streit eskalierte.

Der Mann habe sich „in keinem Moment“ als Polizist zu erkennen gegeben, habe stattdessen eine Waffe auf ihn und seine Familie gerichtet, behauptet der Werder-Profi. Auf Bitten von Yatabares Frau habe der Mann die Waffe ins Auto gebracht, den Fußballer daraufhin aber zu einem Kampf herausgefordert. Als der Mann dann auf ihn zukam, habe er ihn mit einem Schlag außer Gefecht gesetzt, gab Yatabare zu.

Der Malier flüchtete mit seiner Familie, flog nach Nizza. Weil ihm die Situation aber keine Ruhe ließ, sei er mit der Bahn nach Paris gefahren, um zur Polizei zu gehen. Erst auf einem Polizeirevier habe Yatabare erfahren, dass der Mann vom Parkplatz ein Polizist gewesen ist. Die Ermittlungen dauern an.

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