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Ein tausendfaches Danke richten die Werder-Fans im ersten Heimspiel der neuen Saison an den im Mai entlassenen Thomas Schaaf. Der Ex-Trainer wird auch beim Abschiedsspiel für Torsten Frings extrem gefeiert

Abstiegsangst und Trainer-Erdbeben

Bremen - Von Carsten Sander. Es gab Zeiten, da war es nicht vorstellbar, dass dieser Tag jemals kommen würde. Doch am 15. Mai ist es soweit: Werder Bremen verkündet die Trennung von Trainer Thomas Schaaf. Das Ende einer Ära nach 14 Jahren und fünf Tagen, eine Zäsur im Verein. Der Nachfolger ist in Robin Dutt zwar schnell gefunden, doch ein halbes Jahr unter seiner Regie zeigt, dass auch er die sportlichen Probleme nicht sofort beheben kann.

Erst im letzten Spiel des Jahres zeigt die Mannschaft, dass sie unter dem neuen Übungsleiter tatsächlich dazugelernt hat. Mit einer starken Defensivleistung gelingt ein 1:0 über Bayer Leverkusen – es ist die Kehrtwende nach zuvor 20 Gegentoren in fünf Partien und der einzige Sieg über ein Spitzenteam im ganzen Kalenderjahr.

Robin Dutt vergießt nach dem Sieg beinahe Tränen, spricht von einem „kleinen schönen Abschluss nach einem für den Verein schwierigen Jahr“. Und schwierig war 2013 für Werder in jeglicher Hinsicht.

Die sportliche Krise, die sich in den Jahren zuvor angeschlichen hatte, nimmt Werder nunmehr voll in Besitz. Als Sportchef Thomas Eichin, der Nachfolger des im Herbst 2012 zum VfL Wolfsburg abgewanderten Klaus Allofs, seinen Dienst antritt, sieht alles noch gar nicht so schlimm aus. Mit zwei Siegen in Folge (2:0 gegen Hannover, 4:1 in Stuttgart) hat Werder gerade den Fehlstart ins Jahr (0:5 gegen Dortmund, 2:3 beim HSV) aus den Kleidern geschüttelt, als Eichin die Bühne betritt. Es hat gewiss nichts mit ihm zu tun, aber fortan und bis zum Saisonende gewinnen die Bremer kein Spiel mehr. „Ich hatte gedacht, ich könnte mich langsam einarbeiten. Aber ich war gleich als Krisenmanager gefordert“, erinnert sich der vom Eishockey-Spitzenclub Kölner Haie gekomme Eichin.

Er moderiert die Krise, die mit nur zwölf Punkten zur schlechtesten Rückrunde der Club-Geschichte führt, indem er Thomas Schaaf offiziell den Rücken stärkt. Der Erfolg stellt sich aber nicht ein. Nur, weil die Konkurrenz noch schlechter ist, wird am vorletzten Spieltag mit dem 1:1 im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt der Klassenerhalt perfekt gemacht. Schaaf registriert die Rettung stoisch, statt euphorisch. „Ich bin immer davon ausgegangen, dass wir die Klasse halten. Wieso soll ich mich jetzt freuen?“, fragt der Coach. Auf dem Platz klatscht er jeden einzelnen Spieler ab, verschwindet dann in der Kabine. Es sah nach Abschied aus, und es war auch einer. Vier Tage später folgt die Entlassung – oder „einvernehmliche Trennung“, wie es der Club formuliert. Schaaf verschwindet wortlos und taucht erst wieder auf, als Torsten Frings sein Abschiedsspiel im Weserstadion feiert. Die Veranstaltung droht zu einem Schaaf-Event zu werden, so sehr wird der Ex-Coach von den Fans gefeiert. Sein Schweigegelübde bricht Schaaf deshalb aber nicht. Bis heute hat er sich nicht öffentlich zu seinem Aus bei Werder geäußert.

Es redet Thomas Eichin. Er dankt Schaaf für dessen „unglaublich kämpferische Leistung“ und seine „unglaubliche Willensstärke, mit der er alles aus sich herausgeholt hat“, aber er bezeichnet den Trainerwechsel aufgrund des sportlichen Niedergangs auch als „alternativlos“.

Robin Dutt tritt das Erbe an, bereit, gemeinsam mit Eichin einen neuen SV Werder zu basteln. Mit bescheidenen Mitteln, denn der wirtschaftliche Konsolidierungskurs muss bei einem Minus von 7,9 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2012/13 fortgesetzt werden. Werder verliert Leihgabe Kevin De Bruyne und verkauft Sokratis für neun Millionen Euro an Borussia Dortmund, schiebt zudem Marko Arnautovic für 2,5 Millionen Euro an Stoke City ab. So wird der Gehaltsetat entlastet Niclas Füllkrug, Johannes Wurtz und Joseph Akapala werden leihweise weggegeben, für Florian Hartherz und Denni Avdic kassiert Werder nur Mini-Ablösen. Geholt werden neben dem nach der Ausleihe nun für drei Millionen Euro fest verpflichteten Nils Petersen noch Cedric Makiadi (drei Millionen Euro), Luca Caldirola (2,5 Millionen) sowie der ablösefreie Franco Di Santo und der ausgeliehene Santiago Garcia.

Werder Bremen: Der Rückblick 2013

4. Januar - Eichin stellt sich inoffiziell vor. Erster Besuch bei der Mannschaft und auf der Geschäftsstelle. © Knips
8. Januar: Hunt im Belek-Interview: „Ich muss nicht mehr unbedingt ins Ausland.“ © nph
9. Januar: Sieg über den VfL Wolfsburg, Sieg über Klaus Allofs: Mit einem 2:1 gewinnt Werder im Trainingslager in Belek den „Tuttur-Cup“. Philipp Bargfrede zieht sich eine Meniskus-Verletzung zu, fällt bis April aus. © nordphoto
19. Januar: Mit einem 0:5 gegen Borussia Dortmund startet Werder in die Rückrunde. Es bleibt nicht die höchste Heimniederlage des Jahres © nordphoto
27. Januar: Die Wiedergutmachung für das 0:5 misslingt: Werder verliert das Nordderby beim HSV mit 2:3. © nph
29. Januar: Eine „Buddel Schnaps“ sorgt für Ärger. Ex-Club-Chef Jürgen L. Born kritisiert Werder nicht für die sportliche Krise, wohl aber für den Umgang damit: „Man gibt den Profis auch eine Ausrede, indem man sagt: Ihr seid im Umbruch. Und dann geht der nach Hause und sagt seiner Frau: Du, heute können wir erstmal eine ordentliche Buddel Schnaps trinken, wir sind ja gerade im Umbruch“, sagte Born. Geschäftsführer Klaus-Dieter Fischer reagiert empört („Wir sind ein Sportverein und keine Kneipe“) und attackiert Born: „Auf dieses Niveau lasse ich mich nicht herab.“ © 
01. Februar: Mit zwei Toren in der Schlussphase schießt Nils Petersen Werder zum 2:0-Sieg über Hannover 96. Bremen jubelt. © nph
02. Februar: Mit Stargast Jan Delay feiert Werder seine „Grün-Weiße Nacht“. © nph
05. Februar: Saison-Aus für Niclas Füllkrug. Bei dem Nachwuchsstürmer wird ein Knorpelschaden im rechten Knie diagnostiziert. © nph
14. Februar: Der Neue ist da! Thomas Eichin tritt seinen Job als Sportchef und damit als Nachfolger von Klaus Allofs an. „Ich traue uns die Europa League zu“, sagt Eichin forsch. © nph
19. Februar: Das Gerücht ist jetzt aus der Welt. Marko Arnautovic erklärt, dass er eine Millionen-Offerte von Dynamo Kiew abgelehnt hat. Werder wollte den Österreicher allerdings auch nicht abgeben. © nph
23. Februar: München-Fiasko, Teil I im Jahr 2013. Werder kassiert beim FC Bayern eine 1:6-Packung. © nph
26. Februar: Der ehemalige Werder-Profi li Borowka sägt am Trainerstuhl, fordert die Entlassung von Thomas Schaaf. Die seit langem schwelende Trainer-Diskussion legt an Fahrt zu. © nph
26. Februar: 21 Monate nach seinem Weggang von Werder Bremen beendet Ex-Kapitän Torsten Frings beim FC Toronto seine Karriere. © 
05. März: Viel los auf dem Trainingsplatz: Ersatzkeeper Raphael Wolf erleidet bei einem Zusammenprall mit dem Kollegen Richard Strebinger einen Kreuzbandriss. Erstmals seit seinem Amtsantritt zeigt sich Sportchef Thomas Eichin beim Training. 25 Minuten diskutiert er mit Schaaf – Krisenmanagement. © nph
28. März: Tatort Trainingsplatz: Werder ist unter Hochspannung – und zwischen Sokratis und Marko Arnautovic kracht‘s: Ein Foul des Griechen, ein Spruch des Österreichers – schon wurde es handgreiflich. © nph
28. März: Tatort Trainingsplatz: Werder ist unter Hochspannung – und zwischen Sokratis und Marko Arnautovic kracht‘s: Ein Foul des Griechen, ein Spruch des Österreichers – schon wurde es handgreiflich. © nph
30. März: Ein Fehler von Assani Lukimya beschert Mainz 05 einen Bundesliga-Rekord. Nur 12,6 Sekunden nach Anpfiff trifft Adam Szalai – es ist in der Kategorie „Schnellstes Tor nach Anstoß des Gegners“ die neue Nummer eins. Werder holt dennoch einen Punkt beim 1:1. © nph
03. April: Leihspieler Kevin De Bruyne nimmt den Bremer Fans alle Hoffnungen und verkündet, dass er Werder am Saisonende definitiv verlassen wird: „Der FC Chelsea hat entschieden, dass ich auf einem höheren Level spielen soll.“ © nph
03. April: Leihspieler Kevin De Bruyne nimmt den Bremer Fans alle Hoffnungen und verkündet, dass er Werder am Saisonende definitiv verlassen wird: „Der FC Chelsea hat entschieden, dass ich auf einem höheren Level spielen soll.“ © nph
06. April: Au weia! Mainz-Pechvogel Lukimya patzt gegen Schalke gleich zweimal, Werder verliert daheim 0:2. © nph
12. April: Souverän ist was anderes: Mit dem 2:2 in Düsseldorf hält Werder einen Konkurrenten auf Distanz, bleibt aber in der Gefahrenzone. © 
16. April: Ein Besuch, der fünf Wochen später für Schmunzeln sorgt: DFB-Sportdirektor Robin Dutt macht auf seiner Rundreise durch die Bundesliga Halt bei Werder, wünscht Coach Schaaf alles Gute für den Abstiegskampf. © 
20. April: Klaus Allofs und Naldo sind zurück im Weserstadion – und fügen Werder eine schlimme Niederlage zu. 3:0 schlägt der VfL Wolfsburg die schwer angeschlagenen Bremer. Die Fan-Seele kocht, Schaaf bietet seinen Rücktritt an: „Wenn ich im Weg stehen sollte, trete ich gerne zur Seite.“ © nph
21. April: Die Geschäftsführung stützt Trainer Schaaf – aber nur bis Saisonende. © nph
25. April: Werder taumelt durch die Liga, zwei Profis interessiert das offenbar nicht. Marko Arnautovic und Eljero Elia werden um drei Uhr in der Nacht auf der A 1 von der Polizei gestoppt. Werder suspendiert das Duo zunächst für das Spiel in Leverkusen, dann für den Rest der Saison. „Wir sind zutiefst enttäuscht“, sagt Manager Eichin. © nph
25. April: Werder taumelt durch die Liga, zwei Profis interessiert das offenbar nicht. Marko Arnautovic und Eljero Elia werden um drei Uhr in der Nacht auf der A 1 von der Polizei gestoppt. Werder suspendiert das Duo zunächst für das Spiel in Leverkusen, dann für den Rest der Saison. „Wir sind zutiefst enttäuscht“, sagt Manager Eichin. © nph
27. April: 0:1 in Leverkusen – doch nach dem Spiel vollzieht sich ein ungewöhnlich inniger Schulterschluss zwischen Fans und Mannschaft. Es ist die Geburtsstunde von „Allez Grün“, einer bemerkenswerten Fan-Aktion. © nph
04. Mai: Der Teambus muss sich durch ein grün-weißes Fan-Spalier seinen Weg bahnen, die Unterstützung im Stadion ist gigantisch. Dennoch bleibt Werder auch nach dem 32. Spieltag in Abstiegsnot. Gegen Hoffenheim verspielen die Bremer in den Schlussminuten eine 2:0-Führung. Endstand 2:2. © 
11. Mai: Gerettet! Die Fan-Aktion „ALLEz GRÜN“ und ein 1:1 gegen Eintracht Frankfurt bringen Werder einen Spieltag vor Saisonende den Klassenerhalt. Kevin De Bruyne erzielt das entscheidende Tor. Thomas Schaaf zeigt nach dem Spiel kaum Emotionen, dafür aber Thomas Eichin. Fragen nach der Zukunft des Trainers beantwortet er nicht, bezeichnet sie stattdessen als „unerträglich“. © nordphoto
15. Mai: Die Trennung ist vollzogen: Nach 14 Jahren und fünf Tagen ist Thomas Schaaf nicht mehr Trainer des SV Werder Bremen. Der 52-Jährige hat das Weserstadion schon verlassen, als der Club die Entscheidung verkündet. Die Spekulationen, wer der Nachfolger wird, schießen schon seit Tagen ins Kraut. © nordphoto
18. Mai: „Niemals geht man so ganz! Danke Thomas!“, steht auf den Shirts, die die Werder-Profis beim Aufwärmen für das Saisonfinale beim 1. FC Nürnberg tragen. Die Ex-Co-Trainer Wolfgang Rolff und Matthias Hönernach coachen das Team. Die Partie geht 2:3 verloren, Werder beendet die Spielzeit als Tabellen-14. © nordphoto
18. Mai: „Niemals geht man so ganz! Danke Thomas!“, steht auf den Shirts, die die Werder-Profis beim Aufwärmen für das Saisonfinale beim 1. FC Nürnberg tragen. Die Ex-Co-Trainer Wolfgang Rolff und Matthias Hönernach coachen das Team. Die Partie geht 2:3 verloren, Werder beendet die Spielzeit als Tabellen-14. © nordphoto
21. Mai: Talent Özkan Yildirim hat lange gezögert, jetzt unterschreibt er doch. Der 20-Jährige verlängert seinen Vertrag bis 2016. © nordphoto
22. Mai: Mehmet Scholl, Heiko Vogel, Peter Stöger, Roger Schmidt, Stefan Effenberg – über alle wird geredet. Doch die Werder-Bosse treffen sich in Stuttgart mit DFB-Sportdirektor Robin Dutt zu einem Sondierungsgespräch. Aus dem wird schnell eine konkrete Zukunftsplanung.. © nordphoto
26. Mai: Alles klar mit Dutt. Der DFB gibt ihn frei, Werder hat wieder einen Trainer. 28. Mai: Dutt stellt sich in Bremen vor. Die Aufgabe bei Werder „ist ein Highlight in meinem Leben“. © nordphoto
28. Mai: Der Wechsel von Abwehrchef Sokratis zu Borussia Dortmund ist perfekt. Werder erhält neun Millionen Euro Ablöse für den Griechen. © nordphoto
31. Mai: Für drei Millionen Euro Ablöse holt Werder Cedric Makiadi vom SC Freiburg. Der defensive Mittelfeldspieler ist ein Wunschsspieler von Robin Dutt. Beide haben bereits in Freiburg zusammengearbeitet. © nordphoto
23. Juni: Der Sokratis-Nachfolger ist gefunden. Werder ist sich mit dem italienischen Innenverteidiger Luca Caldirola von Inter Mailand einig. Der 22-Jährige kostet 2,5 Millionen Euro Ablöse. © nph
28. Juni: Eine neue Zeitrechnung beginnt: Robin Dutt leitet seine erste Trainingseinheit bei Werder. © nph
28. Juni: Torsten Frings beginnt bei der U 23 sein Trainee-Programm, an dessen Ende der Abschluss als Fußballlehrer stehen soll. © nph
29. Juni: Wieder Pech für Philipp Bargfrede: Bei dem Mittelfeldspieler reißt erneut der Meniskus im rechten Knie. Er fällt bis November aus. © nph
02. Juli: Robin Dutt hat sich schnell entschieden: Torhüter Sebastian Mielitz bleibt die Nummer eins bei Werder. Torwart-Coach Marco Langner verspricht: „Er wird nie wieder 66 Gegentore in einer Saison kassieren.“ © nordphoto
25. Juli: 1:1 gegen 1860 München, 0:1 gegen den VfL Osnabrück, 2:3 gegen PEC Zwolle, 2:3 gegen Ajax Amsterdam, 1:2 gegen Drittligist RB Leipzig – Werder rumpelt lange durch die Vorbereitung. Nun gelingt ein 6:0 gegen Drittligist RW Erfurt. © nordphoto
28. Juli: „Tag der Fans“ am Weserstadion: 25 000 Fans kommen und sehen einen 1:0-Erfolg über den FC Fulham. Die Generalprobe für den Pflichtspielauftakt ist geglückt. © nordphoto
28. Juli: „Tag der Fans“ am Weserstadion: 25 000 Fans kommen und sehen einen 1:0-Erfolg über den FC Fulham. Die Generalprobe für den Pflichtspielauftakt ist geglückt. © nordphoto
02. August: Denni Avdic ist verkauft. Der zuletzt an PEC Zwolle ausgeliehene Stürmer wechselt für 300 000 Euro Ablöse zu AZ Alkmaar. © nordphoto
04. August: Peinlich, peinlich, Werder! Zum dritten Mal in Folge fliegt Werder schon in Runde eins aus dem DFB-Pokal. Diesmal ist Drittligist 1. FC Saarbrücken zu stark für indisponierte Bremer. Nach Verlängerung heißt es 3:1 für den Außenseiter. © nordphoto
10. August: „Kaiser“ Franz Beckenbauer provoziert den SV Werder. „Als zweiten Absteiger nenne ich mal Werder Bremen, aber mit Fragezeichen.“ Die Bremer Reaktion: Ein glücklicher 1:0-Sieg bei Aufsteiger Eintracht Braunschweig zum Saisonstart. © nordphoto
13. August: Matej Vydra? Alfred Finbogasson? Lucas Barrios? Nein, die Antwort auf die offene Stürmerfrage heißt Franco Di Santo. Der Argentinier kommt ablösefrei und unterschreibt bis 2016. © nordphoto
17. August: Erstes Heimspiel der Saison, zweiter Sieg. Doch nicht das 1:0 über den FC Augsburg ist die Nachricht des Tages, sondern einmal mehr die Werder-Fans. In einer gelungenen Kurven-show verabschieden sie Thomas Schaaf und begrüßen Robin Dutt. © nordphoto
23. August: Ende des Traumstarts: Werder verliert 0:1 bei Borussia Dortmund. © nordphoto
24. August: Offensivtalent Niclas Füllkrug wird für ein Jahr an Zweitligist Greuther Fürth ausgeliehen. © nordphoto
28. August: Auf einmal ist er drauf auf dem Linksverteidiger-Radar: Santiago Garcia von US Palermo soll Werder verstärken. Die Transferrechte sind kompliziert, Manager Eichin muss tricksen.31. Werder verliert 1:4 bei Borussia Mönchengladbach. Unterdessen zurrt Eichin in Bremen den Garcia-Transfer fest. Der zweite Argentinier im Team wird ausgeliehen. © nordphoto
02. September: Jetzt ist er weg: Skandalprofi Marko Arnautovic wechselt auf den letzten Drücker für 2,35 Millionen Euro zum englischen Premier-League-Club Stoke City. „Es sind alle zufrieden, dass ein Schlussstrich gezogen wurde“, sagt Sportchef Eichin. © nordphoto
02. September: Jetzt ist er weg: Skandalprofi Marko Arnautovic wechselt auf den letzten Drücker für 2,35 Millionen Euro zum englischen Premier-League-Club Stoke City. „Es sind alle zufrieden, dass ein Schlussstrich gezogen wurde“, sagt Sportchef Eichin. © nordphoto
02. September: Florian Hartherz verlässt Werder – er heuert beim Zweitligisten SC Paderborn an.  © nordphoto
02. September: Auch Johannes Wurtz verlässt Werder – er heuert beim Zweitligisten SC Paderborn an. Wurtz wird verliehen. © nordphoto
02. September: Joseph Akpala wird an den türkischen Erstligisten Karabükspor verliehen. © nordphoto
05. September: Schon wieder eine Blamage: Werder verliert ein Testspiel gegen Zweitligist FC St. Pauli mit 1:4. „Das kann ich nicht akzeptieren“, schimpft Trainer Dutt. © nordphoto
08. September: Es ist ein grandioser Abend im Weserstadion. Torsten Frings bestreitet sein Abschiedsspiel, die Arena ist voll, viele Werder-Stars der Vergangenheit sind gekommen. Johan Micoud, Ailton, Ivan Klasnic, Naldo, Tim Wiese – Namen aus der guten alten Zeit. Dazu noch Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher oder Michael Ballack. Und auf der Trainerbank sitzt ein entspannter Thomas Schaaf. Es ist sein erster öffentlicher Auftritt seit der Entlassung bei Werder. © nordphoto
08. September: Es ist ein grandioser Abend im Weserstadion. Torsten Frings bestreitet sein Abschiedsspiel, die Arena ist voll, viele Werder-Stars der Vergangenheit sind gekommen. Johan Micoud, Ailton, Ivan Klasnic, Naldo, Tim Wiese – Namen aus der guten alten Zeit. Dazu noch Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher. Und auf der Trainerbank sitzt ein entspannter Thomas Schaaf. Es ist sein erster öffentlicher Auftritt seit der Entlassung bei Werder. © nordphoto
10. September: Eine Werder-Legende wird 70 Jahre alt. Welt- und Europameister Horst-Dieter Höttges (l.) feiert im kleinen Rahmen im Weserstadion. © nordphoto
14. September: Ernüchternd, alarmierend, entlarvend: Eintracht Frankfurt siegt im Weserstadion mühelos mit 3:0 gegen zehn Bremer. Neuzugang Franco Di Santo war bei seinem Startelf-Debüt nach einem Kung-Fu-Tritt früh vom Platz geflogen. Werder ist wieder auf dem Weg nach unten, die Krisenstimmung kehrt zurück. © nordphoto
21. September: Das Nordderby wird zum Bremer Festtag. Nach zuvor drei Niederlagen in Folge gewinnt Werder in Hamburg mit 2:0. Nils Petersen erzielt nach 1 366 torlosen Minuten beide Treffer. Santiago Garcia feiert seinen Bundesliga-Einstand, U 23-Talent Martin Kobylanski ebenfalls. © nordphoto
29. September: Nach 3 356 Minuten trifft Eljero Elia endlich für Werder – und das gleich zweimal. Doch trotz seines Doppelpacks reicht es in einem spektakulären Spiel gegen den 1. FC Nürnberg nur zu einem 3:3 © nordphoto
03. Oktober: Klaus-Dieter Fischer hat seinen Ausstieg aus der Werder-Geschäftsführung angekündigt. Ende 2014 wird für den dann 74-Jährigen Schluss sein. Einen Wechsel in den Aufsichtsrat bezeichnet er als „logisch“. © nordphoto
19. Oktober: Der Remis-Hattrick ist perfekt. Nach dem 3:3 gegen Nürnberg und dem 1:1 gegen Stuttgart reicht es gegen Freiburg nur zu einem 0:0. Erstaunlich, denn zwischen beiden Teams waren im Weserstadion bislang durchschnittlich 4,42 Tore pro Spiel gefallen. Werder gerät zudem in Stürmernot. Nach Franco Di Santo (Muskelfaserriss) fällt auch Nils Petersen aus. Innenbandriss, sechs Wochen Pause. © nordphoto
26. Oktober: Ohne echten Stürmer, aber mit einer untauglichen Taktik geht Werder in Wolfsburg unter. Obwohl Keeper Sebastian Mielitz einen Sahnetag erwischt, verlieren die Bremer mit 0:3. „Das war ganz schwach“, sagt Aaron Hunt, der sich mit Zlatko Junuzovic als Doppelspitze versuchen musste. Nur neun Tore nach zehn Spieltagen sind die schlechteste Quote seit 39 Jahren. © nordphoto
29. Oktober: Die „Mediengruppe Kreiszeitung“ und der „kicker“ hatten geladen, Robin Dutt und Marco Bode sowie 200 Besucher kamen: „Werder direkt, der Fußball-Talk“ erlebte in Riede eine gelungene Premiere. © nordphoto
03. November: Dieser Mann liefert die beste Jubel-Show aller Bremer. Santiago Garcia erzielt im Heimspiel gegen Hannover 96 den 3:2-Siegtreffer und geht ab wie eine Rakete. Angreifer Davie Selke feiert mit 18 Jahren sein Bundesliga-Debüt. Werder klettert durch den Sieg auf Platz acht. „Das ist genau unsere Leistungskraft“, behauptet Coach Dutt. © nordphoto
09. November: Dem Jubel folgt der Dämpfer. Trotz einer guten Leistung verlieren die Bremer auf Schalke mit 1:3. Felix Kroos, Senkrechtstarter der Saison bei Werder, erzielt sein erstes Bundesliga-Tor. © nordphoto
18. November: Aus den roten Zahlen kommt der Club vorerst nicht raus. Klaus Filbry, Vorsitzender der Geschäftsführung verkündet auf der Mitgliederversammlung ein Minus von 7,9 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2012/2013. Eine schwarze Null erwartet er erst 2015. Der Umsatz geht auf 87,9 Millionen Euro zurück (Vorjahr 95,6). © nordphoto
21. November: Thomas Eichin flirtet mit einem Mythos. Der Sportchef strebt eine Kooperation mit Juventus Turin an. Die Gespräche beginnen. © nordphoto
22. November: Hiobsbotschaft für Zlatko Junuzovic. Der Österreicher muss wegen einer Entzündung im rechten Fuß und eines Haarrisses im Fußwurzelknochen mindestens bis Jahresende pausieren. © nordphoto
24. November: Sebastian Mielitz schien auf einem guten Weg zu sein. Seine Leistungen wurden stabiler, die Vertragsverlängerung wurde in Aussicht gestellt. Dann das: Beim 2:3 gegen Mainz 05 verschuldet er zwei Gegentore. Die Verantwortlichen muntern ihn erst auf, dann nimmt Coach Dutt ihm den Stammplatz weg. Die letzten vier Spiele der Hinrunde bestreitet Ersatzmann Raphael Wolf. Mielitz’ Degradierung wird als Kunstpause verkauft © nordphoto
01. Dezember: Die 44 macht das späte 4:4 – in einem Wahnsinnsspiel rettet Philipp Bargfrede bei seinem Comeback mit einem Last-Minute-Treffer den Punktgewinn. © nordphoto
03. Dezember: Ein Gerücht macht die Runde: Der FC Southampton aus der englischen Premier League soll an Aaron Hunt (Vertrag läuft aus) interessiert sein. Hunts Berater Karlheinz Förster „weiß von nichts“. © nordphoto
06. Dezember: Sturmtief „Xaver“ bläst von der Nordsee her viel Wasser in die Weser – und das Hochwasser bedroht die Partie gegen Bayern München. Werder räumt vorsorglich das Erdgeschoss des Weserstadions. Doch nichts passiert. Das Wasser bleibt in der Nacht 50 Zentimeter unter der Deichkrone stehen. © nordphoto
07. Dezember: Was dann aber tatsächlich über Werder hereinbricht, ist der FC Bayern München. Mit 7:0 fegt der Spitzenreiter die Bremer aus deren Stadion – die höchste Bundesliga-Heimniederlage aller Zeiten für Werder. © nordphoto
16. Dezember: Und noch eine „Klatsche“: Im Training geraten Kapitän Clemens Fritz und Nachwuchsstürmer Davie Selke aneinander. Fritz wird handgreiflich, zerreißt Selke sogar das Leibchen. Später erklärt der Werder-Routinier, Selkes „Zweikampfführung“ sei der rund für seine Reaktion gewesen: „Dann habe ich eben mal auf den Tisch gehauen.“ © nordphoto
21. Dezember: Durch ein Tor von Santiago Garcia gewinnt Werder Bremen das letzte Spiel im Jahr 2013 gegen Bayer Leverkusen. © nordphoto
21. Dezember: Durch ein Tor von Santiago Garcia gewinnt Werder Bremen das letzte Spiel im Jahr 2013 gegen Bayer Leverkusen. Robin Dutt klatscht die Fans nach dem Sieg in der Kurve ab.  © nordphoto

Viel Bewegung im Kader, aber sportlich geht es so weiter wie bisher. Nach 17 Spielen hat Werder 37 Gegentore kassiert, nur 19 Punkte gesammelt.

Addiert man Rückrunde der Vorsaison und Hinrunde der aktuellen Serie, ergibt sich für Werder eine Jahresbilanz, die in einer Saison zusammengefasst den nahezu sicheren Abstieg bedeutet hätte. Bei einem Torverhältnis von 44:74 holten die Bremer 2013 nur 31 Zähler.

Quelle: kreiszeitung.de

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