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Daumen hoch! So haben es auch die Fans gesehen und wählten Ex-Werderaner Sebastian Prödl zum Spieler der Saison.

Ex-Bremer beim FC Watford ausgezeichnet

Prödls „Meilenstein“ und viel Lob für Werder

London - Wenn Fans ihren Spieler der Saison wählen, dann trifft es meist den besten Torschützen oder den Spielmacher. Nicht so beim FC Watford. Beim Premier-League-Club steht ein in Bremen bestens bekannter Abwehrspieler ganz hoch im Kurs: Sebastian Prödl.

Und der 29-Jährige kann sein Glück kaum fassen, genauso wenig wie Werders jüngste Erfolgsgeschichte, wie er der DeichStube verraten hat.

„Der Titel bedeutet mir sehr, sehr viel. Das war ein Fan-Votum, das macht mich noch mehr stolz“, berichtet Prödl und erklärt: „Auf jeden Fall sind das Meilensteine in einer Karriere. Denn bislang stehen bei mir nicht so viele Trophäen auf der Wohnzimmerkommode. Da war ja bislang nur der Pokalsieg 2009 mit Werder.“

„Wahrscheinlich mache ich mir eine Flasche Wein auf“

Von 2008 bis 2015 trug der Österreicher das Werder-Trikot und versuchte dann sein Glück beim FC Watford. Damals gab es durchaus kritische Stimmen, die ihm Probleme in der englischen Liga voraussagten. Doch es kam anders. Prödl wurde zum Leistungsträger. „Ich bin unglaublich stolz, den Schritt in die Premier League gewagt zu haben und dann so einen persönlichen Preis abzuräumen. Ich bin wirklich glücklich und kann es selbst kaum realisieren.“

Doch viel Zeit zum Nachdenken bleibt gar nicht. Prödl ist schon auf dem Weg zur Nationalmannschaft, ist noch am 11. Juni in der WM-Qualifikation gegen Irland gefordert. „Danach werde ich Zeit haben, das alles mal zu reflektieren. Wahrscheinlich mache ich mir dann auch eine Flasche Wein auf.“

Sebastian Prödl gewann mit Werder 2009 den DFB-Pokal.

Aber warum lief es in dieser Saison so gut wie vielleicht noch nie in seiner Karriere? „Ich habe mich sehr gut und sehr fit gefühlt. Ich habe einfach Gas gegeben, das hat sich ausgezahlt“, antwortet Prödl und lobt seinen Coach Walter Mazzarri: „Der Trainer hat auf mich gebaut, hat mir vertraut. Schade, dass er den Verein verlässt.“ Prödl macht eine kurze Pause, dann fährt er fort: „Andererseits stellt dich der Fußball in jeder Saison vor neue Herausforderungen. Es muss weitergehen.“

Die Frage ist bei Prödl nur wo. Nach seiner starken Saison beim Tabellen-17. dürften die Interessenten Schlange stehen. Sein Vertrag beim FC Watford läuft noch bis 2020. Doch Prödl lässt sich nicht in die Karten blicken: „Ob andere Clubs Interesse haben, das kommentiere ich nicht in der Öffentlichkeit. Ich beteilige mich an keiner Spekulation. Wir werden sehen.“

Prödl schwärmt von Werder

Seinen Ex-Club Werder verfolgt er immer noch sehr intensiv. „Top, top, top. Das freut mich riesig. Es hat richtig Spaß gemacht, sich die Rückrunde anzugucken“, gerät der Österreicher regelrecht ins Schwärmen: „Werder ist wieder wettbewerbsfähig und ein ernstzunehmender Gegner in der Bundesliga. Das war im Herbst nicht unbedingt der Fall.“

Natürlich sei es schade, dass es mit dem Einzug in den Europapokal nicht geklappt habe, aber es sei trotzdem eine „grandiose Saison“ gewesen – und Prödl blickt zuversichtlich in die Bremer Zukunft: „Ich hoffe, es geht weiter bergauf und es werden gute personelle Entscheidungen getroffen. Aber da traue ich Frank Baumann einiges zu.“

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