Serge Gnabry will in der Bundesliga bleiben.
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Serge Gnabry will in der Bundesliga bleiben.

Werder-Profi denkt über Angebote nach

Gnabry bleibt in Deutschland

Bremen - England? Oder Lazio Rom? Nichts da! Serge Gnabry will in der Bundesliga bleiben - egal, ob er bei Werder Bremen bleibt oder wechselt.

Eine schnelle Entscheidung im Fall Serge Gnabry ist nicht zu erwarten. Der Nationalspieler hat zwar das Werder-Angebot, sein Gehalt deutlich zu erhöhen, erfreut zur Kenntnis genommen, doch der 21-Jährige zögert in Sachen Zukunft noch. Das liegt auch an den vielen Interessenten. Nur eines ist laut Informationen der DeichStube inzwischen klar: Gnabry wird nicht ins Ausland wechseln, sondern in Deutschland bleiben.

Neben einigen englischen Clubs wurde vor allem Lazio Rom Interesse an einer Verpflichtung des Bremer Angreifers nachgesagt. Doch die Italiener haben keine Chance. Gnabry sieht seine Zukunft in der Bundesliga. Offen ist dabei nur, bei welchem Club. Die Chancen stehen 50:50.

Verhältnis zu Nouri mindert Werders Chancen

Bislang galt 1899 Hoffenheim als Topfavorit auf eine Verpflichtung. Das lag vor allem an Trainer Julian Nagelsmann, dem gerade angesagtesten Coach in Deutschland. Ihm wird nachgesagt, Spieler besser machen zu können. Und darauf kommt es Gnabry angeblich am meisten an. Nach seiner schwierigen Zeit auf der Insel war der Wechsel im vergangenen Sommer vom FC Arsenal zu Werder der richtige Schritt.

Bei den Bremern war er sofort Stammkraft, wurde deshalb sogar schnell Nationalspieler. Doch nach einer Verletzungspause setzte Trainer Alexander Nouri den 21-Jährigen gleich mehrfach auf die Bank. Gnabry hätte sich mehr Vertrauen oder zumindest mehr Kommunikation gewünscht, heißt es. Das Verhältnis gilt längst als angespannt. Das mindert Werders Chancen auf einen Gnabry-Verbleib.

Serge Gnabry: Seine Karriere in Bildern

Serge Gnabry - ein Talent auf dem Weg zum Superstar. Das Leben des heutigen Bundesliga-Profis war früh auf Fußball ausgerichtet. Der gebürtige Stuttgarter schnürte die Fußballschuhe zuerst für den TSV Weissach, kam über mehrere weitere Stationen zum VfB Stuttgart...
Serge Gnabry - ein Talent auf dem Weg zum Superstar. Das Leben des heutigen Bundesliga-Profis war früh auf Fußball ausgerichtet. Der gebürtige Stuttgarter schnürte die Fußballschuhe zuerst für den TSV Weissach, kam über mehrere weitere Stationen zum VfB Stuttgart... © gumzmedia
... spielte dort B-Junioren-Bundesliga. Schon damals wurde der FC Arsenal auf ihn aufmerksam. Als 16-Jähriger wechselte er zum Weltklasse-Club nach London, trainierte später auch an der Seite des Ex-Bremers Per Mertesacker.
... spielte dort B-Junioren-Bundesliga. Schon damals wurde der FC Arsenal auf ihn aufmerksam. Als 16-Jähriger wechselte er zum Weltklasse-Club nach London, trainierte später auch an der Seite des Ex-Bremers Per Mertesacker. © imago
Mit 17 Jahren unterschrieb Gnabry im Sommer 2012 seinen ersten Profivertrag. Den Durchbruch schaffte der junge Dribbler beim Champions-League-Teilnehmer aber nicht. Er kam nur auf zehn Spiele (ein Tor) in der Premier League, wurde 2015/2016 zu West Bromwich Albion verliehen.
Mit 17 Jahren unterschrieb Gnabry im Sommer 2012 seinen ersten Profivertrag. Den Durchbruch schaffte der junge Dribbler beim Champions-League-Teilnehmer aber nicht. Er kam nur auf zehn Spiele (ein Tor) in der Premier League, wurde 2015/2016 zu West Bromwich Albion verliehen. © imago
Wie talentiert Gnabry aber ist, sah die Welt bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio, als er mit der deutschen Auswahl Silber holte. Gnabry erzielte sechs Tore im Turnier - keiner schoss mehr.
Wie talentiert Gnabry aber ist, sah die Welt bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio, als er mit der deutschen Auswahl Silber holte. Gnabry erzielte sechs Tore im Turnier - keiner schoss mehr. © imago
Plötzlich war Gnabry begehrt, sehr begehrt. Den Zuschlag bekam etwas überraschend der SV Werder. Für rund fünf Millionen Euro wechselte der Außenbahnspieler in die Bundesliga, um endlich mehr Einsatzzeiten zu bekommen und seiner Karriere mehr Schwung zu verleihen.
Plötzlich war Gnabry begehrt, sehr begehrt. Den Zuschlag bekam etwas überraschend der SV Werder. Für rund fünf Millionen Euro wechselte der Außenbahnspieler in die Bundesliga, um endlich mehr Einsatzzeiten zu bekommen und seiner Karriere mehr Schwung zu verleihen. © gumzmedia
Und Gnabry schlug voll ein, schoss alleine in der Hinrunde der Saison 2016/17 sieben Tore. Seinen ersten Doppelpack erzielte er am 22. Spieltag beim VfL Wolfsburg.
Und Gnabry schlug voll ein, schoss alleine in der Hinrunde der Saison 2016/17 sieben Tore. Seinen ersten Doppelpack erzielte er am 22. Spieltag beim VfL Wolfsburg. © gumzmedia
Gnabry zog wieder viele Augen auf sich - auch die des Bundestrainers. Joachim Löw nominierte ihn im November 2016 erstmals für die A-Nationalmannschaft. Bei seinem Debüt, einem 8:0 in der WM-Qualifikation gegen San Marino, schoss Gnabry drei Tore.
Gnabry zog wieder viele Augen auf sich - auch die des Bundestrainers. Joachim Löw nominierte ihn im November 2016 erstmals für die A-Nationalmannschaft. Bei seinem Debüt, einem 8:0 in der WM-Qualifikation gegen San Marino, schoss Gnabry drei Tore. © imago
Klarheit nach Wochen der Spekulationen: Am 8. Juni 2017 teilten Serge Gnabry und der SV Werder mit, dass der 21-Jährige den Verein nach nur einem Jahr wieder verlässt. Wenige Tage später wurde bekannt: Gnabry geht zum FC Bayern München.
Klarheit nach Wochen der Spekulationen: Am 8. Juni 2017 teilten Serge Gnabry und der SV Werder mit, dass der 21-Jährige den Verein nach nur einem Jahr wieder verlässt. Wenige Tage später wurde bekannt: Gnabry geht zum FC Bayern München. © gumzmedia
Von den Bayern wurde er allerdings direkt an 1899 Hoffenheim verliehen.
Von den Bayern wurde er allerdings direkt an 1899 Hoffenheim verliehen. © imago
Nach einem Jahr Leihe kehrte Gnabry dann zur Saison 2018/2019 zum FC Bayern zurück.
Nach einem Jahr Leihe kehrte Gnabry dann zur Saison 2018/2019 zum FC Bayern zurück. © imago
Am 01. Dezember 2018 ist es dann soweit. Serge Gnabry trifft mit dem FC Bayern im Bremer Weserstadion auf seinen Ex-Verein Werder.
Am 01. Dezember 2018 ist es dann soweit. Serge Gnabry trifft mit dem FC Bayern im Bremer Weserstadion auf seinen Ex-Verein Werder. © gumzmedia
Und er knipst auch noch! Bayern gewinnt mit 2:1 in Bremen und beide Tore erzielt Serge Gnabry.
Und er trifft auch noch! Bayern gewinnt mit 2:1 in Bremen und beide Tore erzielt Serge Gnabry. © imago

Sportchef Frank Baumann verweist gerne auf den bis 2020 laufenden Vertrag, wenn er auf Gnabrys Zukunft angesprochen wird. Aber sein Angebot zur Gehaltsanpassung, das eine Vertragsverlängerung beinhalten dürfte, zeigt eigentlich, dass der aktuelle Kontrakt dem Club nicht genügend Sicherheit bietet. Da liegt der Verdacht nahe, dass es – wie schon so oft berichtet – eine Ausstiegsklausel gibt. Nach Informationen der DeichStube soll es sich aber nur um ein Versprechen handeln, sich schon in diesem Sommer ernsthaft mit einem Wechselwillen des Spielers zu beschäftigen. Gnabry darf also weg.

Hoffenheim ist im Rennen. Leipzig hat ebenfalls seine Fühler ausgestreckt. Nach der schweren Knieverletzung von Marco Reus könnte Gnabry auch für Borussia Dortmund interessant sein. Eine Option ist zudem Bayer Leverkusen – vor allem, wenn dort Thomas Tuchel landet. Der Coach gilt zwar als extrem schwierig, aber eben auch als sehr gut, was die Entwicklung junger Spieler betrifft. Deswegen müssen erst andere Entscheidungen fallen, ehe sich Gnabry entscheidet. Eigentlich wollte er das bis zur U21-EM (16. Juni bis 30. Juni) erledigt haben. Das dürfte eng werden.

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