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Werder hatte im bisher letzten Duell gegen den VfB Stuttgart klar die Nase vorn - und gewann 6:2.

Vor dem Duell am Samstag

Spektakel und Drama: Zehn große Werder-Spiele gegen Stuttgart

Wenn Werder Bremen gegen den VfB Stuttgart spielt, bedeutete das in der Vergangenheit oft Spektakel oder Drama. Diese zehn Duelle sind besonders in Erinnerung geblieben.

Saison 1983/1984: VfB holt Meisterschaft in Bremen

33. Spieltag, 19. Mai 1984: Werder Bremen – VfB Stuttgart 1:2

„Dann sind wir ja Meister?“ Helmut Benthaus, Trainer von Tabellenführer VfB Stuttgart, war selbst überrascht. Nachdem die Schwaben mit 2:1 in Bremen gewonnen hatten, erfuhren sie von den Ergebnissen ihrer beiden Verfolger: Der HSV und Bayern München hatten zeitgleich gepatzt. Damit hatte der VfB dank eines gutes Torverhältnisses seine erste Deutsche Meisterschaft seit Bundesliga-Gründung in der Tasche.

Saison 1985/1986: Werder schießt die Superstars ab

17. Spieltag, 29. November 1985: Werder Bremen – VfB Stuttgart 6:0

Jürgen Klinsmann, Karlheinz Förster, Guido Buchwald – der VfB Stuttgart hatte 1985 eigentlich eine richtig gute Mannschaft beisammen. Doch die Superstars holten sich im Weserstadion eine richtige Klatsche ab. Zweimal Burgsmüller, zweimal Kutzop, zweimal Ordenewitz, am Ende stand es 6:0. Bis heute ist das einer der höchsten Siege in Werders Bundesliga-Geschichte.

Saison 1985/1986: VfB spielt den Partycrasher

34. Spieltag, 26. April 1986: VfB Stuttgart – Werder Bremen 2:1

Ob Werder den Gegner nach dem klaren Sieg in der Hinrunde auf die leichter Schulter genommen hat? Oder ob der fatale Elfmeter-Fehlschuss von Michael Kutzop aus der Vorwoche noch in den Köpfen der Spieler hing? Egal, was es war – das 1:2 in Stuttgart kostete Werder Bremen am letzten Spieltag der Saison die Meisterschaft. Der FC Bayern gewann sein Parallelspiel und zog punktgleich, aber mit der besseren Tordifferenz noch an den Bremern vorbei.

Saison 1992/1993: Hobsch schießt Werder zum Titel

34. Spieltag. 5. Juni 1993: VfB Stuttgart – Werder Bremen 0:3

Was neun Jahre zuvor dem VfB in Bremen gelungen war, schaffte Werder 1993 in Stuttgart: die Meisterschaft klarmachen. Das letzte Spiel der Saison war das Spiel des Lebens von Bernd Hobsch. Erst in der 38. Minute eingewechselt, traf der Stürmer in der zweiten Hälfte doppelt und bereitete ein weiteres Tor durch Thomas Wolter vor. Das 3:0 bedeutete den Titel!

Saison 2003/2004: Ein Riesen-Spektakel

26. Spieltag, 28. März 2004: VfB Stuttgart – Werder Bremen 4:4

Es ging hin und her. Führung Stuttgart, Ausgleich Werder. Tor Stuttgart, Treffer Werder. Schon nach 35 Minuten stand es 2:2 – ein riesiges Spektakel bahnte sich an. Die 3:2-Führung der Bremer durch Ailton glich Marcelo Bordon per Mega-Freistoß aus 35 Metern aus. Es war der dritte Treffer des Abwehrspielers an diesem Tag. Auf Marco Strellers Führungstreffer für Stuttgart hieß die Antwort schließlich wieder Ailton. So stand am Ende ein 4:4. Es war ein Beispiel der Spielfreude, mit der sich Werder in dieser Saison zum Double ballerte.

Ailton (re.) und Ivan Klasnic erzielten beim 4:4 jeweils einen Doppelpack.

Saison 2005/2006: Reinkes Horror-Verletzung

20. Spieltag, 8. Februar 2006: VfB Stuttgart – Werder Bremen 0:0

An das Ergebnis dieses Spiels erinnert sich so gut wie niemand mehr, und es ist auch völlig nachrangig. Eine ganz üble Verletzung von Andreas Reinke hatte die Nullnummer völlig überschattet. VfB-Verteidiger Martin Stranzl rutschte unglücklich in den Werder-Torwart und traf ihn heftig mit dem Knie am Kopf. Reinke erlitt mehrere Frakturen im Gesicht, musste minutenlang blutüberströmt auf dem Platz behandelt werden. Durch die schwere Verletzung verlor der Oldie seinen Stammplatz an Tim Wiese und spielte danach nur noch dreimal in der Bundesliga. Stranzl hatte sich noch am Spieltag entschuldigt: „Es tut mir unendlich leid.“

Saison 2006/2007: Wiedersehen mit der Ex

21. Spieltag, 10. Februar 2007: VfB Stuttgart – Werder Bremen 4:1

Ausgerechnet ein Ex-Bremer stach in dieser Partie hervor: Ludovic Magnin. Der Abwehrspieler, der von 2002 bis 2005 für Werder aktiv war und dann zum VfB wechselte, war beim 4:1-Sieg der Stuttgarter gleich an zwei Toren beteiligt. Erst bereitete er die 1:0-Führung vor, dann traf er selbst zum zwischenzeitlichen 3:1. Am Ende der Saison wurde Magnin mit den Schwaben Meister. Es war seine zweite Meisterschaft nach der mit Werder 2004.

Saison 2007/2008: Das Rekord-Duell

23. Spieltag, 8. März 2008: VfB Stuttgart – Werder Bremen 6:3

Drei Tore in den ersten 45 Minuten. Tor Werder, Doppelschlag Stuttgart – 2:1. Schon mal nicht schlecht für den neutralen Zuschauer. In Hälfte zwei ging dann aber richtig die Post ab. Erst erzielte Bremen den Ausgleich, dann schlug der VfB wieder doppelt zu – und brauchte dafür nur zwei Minuten. Der SVW verkürzte zwar noch auf 3:4, doch die Stuttgarter ließen nicht locker und erhöhten zum 6:3-Endstand. So viele Tore hat es vorher und nachher nie in einem Match zwischen Werder und dem VfB gegeben.

Saison 2010/2011: Ein Spiel zum Vergessen

7. November 2010, 11. Spieltag: VfB Stuttgart – Werder Bremen 6:0

Selten waren die Bremer so untergegangen wie an diesem Abend in Stuttgart. Während die Schwaben nahezu jede Möglichkeit nutzten, gelang Werder so gut wie gar nichts. Schon vor dem Kabinengang lag der Club von der Weser mit 0:3 hinten. Und das war noch lange nicht alles. In Hälfte zwei legte Stuttgart noch drei Tore nach – am Ende hieß es 0:6. Ein rabenschwarzer Tag aus Bremer Sicht.

Saison 2015/2016: Tor-Festival im Abstiegskampf

32. Spieltag, 2. Mai 2016: Werder Bremen – VfB Stuttgart 6:2

An das bisher letzte Duell zwischen Werder und Stuttgart erinnert sich wohl jeder Werder-Fan gerne. Englische Woche. Flutlichtspiel. Abstiegskampf. Und am Ende feiert Grün-Weiß! Was war das für ein verrücktes Tor-Festival: Schon zur Halbzeitpause hatte Werder mit 3:1 geführt, nach dem Seitenwechsel machten Claudio Pizarro, Fin Bartels und Anthony Ujah munter weiter. Am Ende stand ein 6:2 – ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt, den Werder dann am letzten Spieltag gegen Eintracht Frankfurt (1:0) eintütete.

Werders 6:2-Kantersieg gegen den VfB Stuttgart

Werder Bremen
Die Werder-Fans sorgten schon vor dem Anpfiff und vor dem Stadion für mächtig Stimmung. © nordphoto
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Mit einem lautstarken Fan-Spalier wurde der Mannschaftsbus von Werder empfangen. © nordphoto
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Auch die beiden Werder-Legenden Jonny Otten (l.) und Wynton Rufer ließen es sich nicht nehmen, Werder gegen den VfB zu unterstützen. © nordphoto
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Kurze Aufregung vor dem Anpfiff... © nordphoto
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...ein Loch im Tornetz. Doch kein Problem: Mit ein paar Handgriffen... © nordphoto
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...wurde das Netz schnell wieder geflickt. © nordphoto
Werder Bremen
Beide Teams lieferten sich von Beginn an eine umkämpfte Partie, in der Werder den besseren Start erwischte. © nordphoto
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Nach feiner Vorarbeit von Claudio Pizarro kommt Fin Bartels in der 10. Minute im Strafraum der Gäste zum Abschluss und... © nordphoto
Werder Bremen
...trifft für Werder zum umjubelten 1:0-Führungstreffer. © nordphoto
Werder Bremen
Die Bremer Freude hielt allerdings nicht lange an. In der 26. Minute erzielte Daniel Didavi den 1:1-Ausgleich für den VfB. © nordphoto
Werder Bremen
Werder ließ sich von dem Gegentreffer aber nicht beirren. Ein Eigentor von Federico Barba brachte die Grün-Weißen in der 33. Minute wieder in Front - VfB Keeper Przemysław Tytoń machte dabei auch keine gute Figur. © nordphoto
Werder Bremen
Und es sollte für die Bremer vor der Pause sogar noch besser kommen. Levin Öztunali traf in der 42. Minute zum 3:1. © nordphoto
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Bitter: In der ersten Halbzeit musste Sambou Yatabare angeschlagen vom Platz. © nordphoto
Werder Bremen
Nach dem Seitenwechsel war Stuttgart dann wieder mit dem Toreschießen dran – Barba verkürzte in der 53. Minute auf 2:3. © nordphoto
Werder Bremen
Die Bremer Fans mussten nun tatsächlich wieder zittern. Allerdings... © nordphoto
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...nicht lange: Claudio Pizarro traf in der 64. Minute... © nordphoto
Werder Bremen
...nach Vorarbeit von Bartels zum 4:2. © nordphoto
Werder Bremen
Und es gab noch mehr Grund zur Freude! Bartels und Ujah erhöhten auf 6:2 für die Grün-Weißen. © nordphoto
Werder Bremen
Auch bei Keeper Felix Wiedwald war der Jubel groß nach dem Sieg. © nordphoto
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