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Theodor Gebre Selassie (Mitte) ließ mit seinem Tor nicht nur die Kollegen Max Kruse (links daneben) und Thomas Delaney jubeln, sondern auch Werders Kasse klingeln.

Kohfeldts gelungene Positionswechsel kein Zufall

Sportlich und finanziell: Werder immer flexibler

Mainz - Der Achter verteidigte plötzlich außen, der Außenverteidiger musste dafür innen ran – und irgendwie schien das für die Werder-Profis überhaupt kein Problem zu sein.

Es führte am letzten Bundesliga-Spieltag sogar zum 2:1-Sieg in Mainz und damit zum Sprung auf Platz elf in der Abschlusstabelle. Coach Florian Kohfeldt nahm diese Flexibilität mit Genugtuung zur Kenntnis, genauso wie die Tatsache, dass Werder durch das letzte gute Ergebnis mal eben vier Millionen Euro mehr TV-Geld bekommen wird.

Kohfeldt: „Wollen weiter nach oben kommen“

„Jetzt, wo die Transfers wieder in den Blickpunkt rücken, kann der eine oder andere Euro mehr sicher nicht schaden“, befand Kohfeldt und lächelte genüsslich. Er hat Werder seit seiner Amtsübernahme von Alexander Nouri ab dem elften Spieltag nicht nur aus dem Tabellenkeller geführt, sondern auch die Kasse klingeln lassen. 53 Millionen Euro fließen nun aus dem Fernsehtopf nach Bremen.

Kohfeldt wird dieses Geld ganz sicher auch nutzen wollen, um den Kader nach seinen Vorstellungen aufzustellen. Er schaut längst nach vorne. Und er will nicht nur davon sprechen, den nächsten Schritt zu machen oder nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. „Das ist nicht unsere Denkweise“, betonte der 35-Jährige im Aktuellen Sportstudio des ZDF: „Wir wollen etwas entwickeln, wir wollen weiter nach oben kommen. Wenn man immer schon negativ reingeht, dann wird das nichts. Ich bin voller Freude auf das, was kommen wird, und bin mir absolut sicher, dass es funktionieren wird.“

So wie am Samstag. Da hatte die Mannschaft mit vielen Problemen zu kämpfen – speziell in der Viererkette. „Die wird so wohl nie wieder zusammen spielen“, meinte Maximilian Eggestein. Der Mittelfeldmann musste auf der rechten Abwehrseite aushelfen, nachdem Sebastian Langkamp sich eine Oberschenkelverletzung eingehandelt hatte (38.). Für ihn rückte Außenverteidiger Theodor Gebre Selassie in die Mitte. Übrigens neben Marco Friedl, der kurz vor Anpfiff für Niklas Moisander (muskuläre Probleme) in die Startelf gerutscht war. Die Innenverteidiger Milos Veljkovic und Luca Caldirola waren verletzungsbedingt gar nicht erst mit nach Mainz gereist.

„Das war wirklich nicht so einfach für uns“, gestand Kohfeldt. Aber es wunderte ihn nicht, dass seine Spieler auch auf für sie nicht so vertrauten Positionen funktionieren. „Sie wissen, was dort gefordert ist“, betonte der 35-Jährige und verwies dabei auf das intensive taktische Training. Seine Spieler könnten da nicht nur auf sich schauen, „sie müssen doch wissen, was der Nebenmann machen soll, damit sie sich entsprechend bewegen“. Nur so funktioniere ein gutes Zusammenspiel.

Kohfeldt will Werder noch unberechenbarer machen

In Mainz zeigte Werder nach einem schwachen Start und dem frühen Rückstand durch ein Tor von Jean-Philippe Gbamin (12.) dann doch noch seine neue spielerische Klasse. Der Ausgleich von Florian Kainz war hervorragend herausgespielt worden von Max Kruse und letztlich Maximilian Eggestein (21.). Danach bestimmten die Gäste weitgehend die Partie, hatten hinten bei einem Lattenkracher von Levin Öztunali etwas Glück (55.), um dann per Standard zuzuschlagen.

Gebre Selassie köpfte eine Kainz-Ecke zum 2:1 ins Netz (79.). Der Bremer Jubel war in seiner Dimension schon bemerkenswert. Aber nach fünf Spielen ohne Sieg wollte Werder eben unbedingt mit einem Sieg in die Sommerpause. Anfang Juli geht es wieder los – und dann will Kohfeldt Werder noch flexibler und damit unberechenbarer für die Konkurrenz machen.

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Fotostrecke: Kohfeldt im ZDF-Sportstudio

Florian Kohfeldt war zu Gast im ZDF-Sportstudio.
Florian Kohfeldt war zu Gast im ZDF-Sportstudio. © Knips
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Florian Kohfeldt war zu Gast im ZDF-Sportstudio. © imago
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