Werder Bremen-Trainer Ole Werner lobt die Reservisten dafür, weiterhin am Drücker zu bleiben.
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Werder Bremen-Trainer Ole Werner lobt die Reservisten dafür, weiterhin am Drücker zu bleiben.

Werder-Coach über seine Ersatzbank

Trainer Ole Werner mit einem Lob für die Werder-Reservisten: „Sie können Impulse setzen“

Bremen – Die Welt auf den Kopf stellen? Nein, das werden die Reservisten des SV Werder Bremen wohl auch in dieser Woche nicht schaffen. Zum einen, weil ihnen bis zum nächsten Spiel bei Hansa Rostock nur drei Trainingstage bleiben. Zum anderen, weil bei dem Zweitliga-Dritten nach sechs Siegen in Folge die Welt so was von in Ordnung ist, dass es für Trainer Ole Werner nicht mal im Ansatz einen Grund gibt, über freiwillige Veränderungen in seiner Startelf nachzudenken. Dass er die in den sechs Spielen nur zweimal verändern musste (jeweils wegen der Verletzung von Felix Agu), ist ein ganz wesentlicher Grund für den Bremer Höhenflug. Für die Ersatzspieler allerdings ist es auch ein Anlass, ein bisschen bedröppelt in die Gegend zu schauen. Nach dem Motto: Sind wir auch mal wieder dran?

Viel Hoffnung kann Ole Werner den Rapps, Schmidts, Mais, Dinkcis und Gruevs, die seit Wochen nur noch zweite Wahl sind, derzeit nicht machen. „Es lief in den vergangenen Wochen einfach sehr gut, wir haben kaum Verletzungen und die erste Elf hat in den Trainingseinheiten auch nur wenig Luft ran gelassen“, sagt der Trainer des SV Werder Bremen und meint, dass keiner der Stammspieler nachlässt. Weil Werner aber weiß, wie wichtig es ist, die Reservisten dennoch bei Laune zu halten, nutzt er Gelegenheiten wie jene, die sich am vergangenen Samstag bot, nur zu gerne, um zu verdeutlichen, dass es die erste Elf alleine eben nicht auf Dauer wird richten können.

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Werder Bremen: Einwechselspieler drücken KSC-Spiel in die von Trainer Ole Werner gewünschte Richtung

Als das Spiel gegen den Karlsruher SC zu kippen drohte, brachte der Coach nacheinander Manuel Mbom, Nicolai Rapp und Niklas Schmidt in die Partie. Es ging nicht darum, ein sicheres 3:0 nach Hause zu bringen, sondern eine offene Partie doch noch in die gewünschte Richtung zu drücken. Ole Werner hoffte auf einen neuen Reiz für das Bremer Spiel, auf mehr Sicherheit. Und bekam beides: Erst servierte Mbom zum 2:1, dann spulte Werder Bremen mit Rapp und Schmidt die Restspielzeit souverän runter.

Für Ole Werner war es ein schönes Anschauungsstück, um jedem, der zurzeit nur wenig spielen darf, zu zeigen: Sieh her, wir brauchen dich! Oder in der Sprache des Trainers von Werder Bremen ausgedrückt: „Es ist wichtig, dass alle Spieler Gewehr bei Fuß stehen. Wir haben in den vergangenen Wochen wenig gewechselt, was für die, die draußen bleiben müssen, nicht so einfach ist. Trotzdem ist es wichtig, am Drücker zu bleiben, denn irgendwann geht die Tür zwangsläufig auf. Dann muss ich da sein.“

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Werder Bremen: Nur zwei Scorerpunkte eines Einwechselspielers unter Trainer Ole Werner

Generationen von Trainern haben ihren Spielern dies so oder so ähnlich schon vorgebetet. Dennoch ist es nie sicher, dass von der Bank tatsächlich Qualität nachkommt. Dass es gegen den KSC so war, freute Ole Werner enorm. Denn Druck von den Reservisten auf die Stammspieler sei „für den Mannschaftserfolg ganz entscheidend“. Mboms Vorlage zum Siegtreffer war seit Werners Amtsübernahme allerdings erst der zweite Scorerpunkt eines Bremer Einwechselspielers. Zuvor hatte nur Niklas Schmidt zum 2:0 gegen Fortuna Düsseldorf (Endstand 3:0) einen Assist geliefert. Die restlichen der 20 Tore hatte die Stammformation des SV Werder Bremen produziert, so manches Spiel war deshalb schon entschieden, ehe auch nur ein Spieler von der Bank an die Seitenlinie gerufen worden war. Doch am Samstag war Hilfe nötig, und Ole Werner stellte nach dem glücklichen Ausgang der Partie fest: „Die Partie hat gezeigt, dass die Spieler, die eingewechselt werden, noch mal einen Impuls setzen können.“ (csa)

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