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Werders Verteidiger Luca Caldirola (2.v.l.) lässt sich von Bayern Thomas Müller austanzen - das 0:1 ist die Folge.

Bayern holt Telekom-Cup

Werder verliert Finale: Müller tanzt Caldirola aus

Mönchengladbach - Der SV Werder Bremen hat das Finale um den Telekom-Cup gegen den FC Bayern verdient mit 0:2 verloren. Im Borussia-Park von Mönchengladbach erzielten Thomas Müller und Juan Bernat die Treffer für die klar überlegenen Münchner.

Im Halbfinale hatten die Bayern die TSG 1899 Hoffenheim mit 1:0 besiegt und Werder sich im Elfmeterschießen mit 5:3 gegen Gastgeber Borussia Mönchengladbach durchgesetzt. In der regulären Spielzeit von 45 Minuten war kein Treffer gefallen.

Werder-Coach Alexander Nouri hatte im Vergleich zum Halbfinale nur einen Wechsel vorgenommen: Für Matchwinner Jiri Pavlenka stand Ersatzkeeper Michael Zetterer zwischen den Pfosten. Und die Bayern? Die präsentierten zum ersten Mal Neuzugang James Rodriguez von Real Madrid, der im Halbfinale noch auf der Bank gesessen hatte. Dort nahm nun unter anderen Siegtorschütze Robert Lewandowski Platz.

Nervöser Start von Torwart Zetterer

Für Zetterer ging die Partie vor 41.283 Zuschauern im sehr gut besuchten Borussia-Park gar nicht gut los, er hätte den Bayern beinahe gleich die Führung geschenkt, doch Franck Evina konnte den Fehlgriff des Bremer Keepers nicht nutzen (3.). Nach zehn Minuten dann die nächste Unsicherheit – diesmal nach einem Rückpass gegen Milos Pantovic. Der 22-jährige Bremer wirkte ziemlich nervös. Die FC Bayern dagegen äußerst selbstbewusst.

Erst probierte es Kingsley Coman aus der Distanz und verzog nur knapp (12.), dann vollstreckte Thomas Müller eiskalt zum 1:0 (13.), nachdem er Luca Caldirola mit einer schönen Drehbewegung vernascht hatte. Der Ball war von Jesper Verlaat, der übrigens als Abwehrchef fungierte, noch abgefälscht worden. Und James? Der neue Bayern-Star hatte beim Tor auch seine Füße im Spiel, sein Doppelpass mit Rafinha war dem Treffer vorausgegangen.

Kurze Unsicherheit im Strafraum von Bayern-Nachwuchskeeper Christian Früchtl. Ansonsten beherrschten die Münchner das Spiel.

Die Bayern beherrschten die Partie, und so gab Trainer Carlo Ancelotti der Jugend eine Chance. Er brachte Felix Götze (19) und Marco Friedl (19). Dazu kam aber auch Corentin Tolisso (22) aufs Feld, für den die Bayern eine Ablöse von über 40 Millionen Euro an Olympique Lyon bezahlt haben sollen. An der Überlegenheit des Rekordmeisters änderte sich zwar nichts, aber Werder kam wenigstens zu einer ersten Chance: Jerome Gondorf zirkelte einen Freistoß aufs Tornetz (32.).

Doch nur kurz darauf machten die Bayern alles klar - und wie! Müller - zu zaghaft bedrängt von Verlaat - bediente per Hacke Juan Bernat, der zum 2:0 versenkte (34.). Nur zwei Minuten später hätte Müller sogar auf 3:0 erhöhen können, doch der Nationalspieler scheiterte per Strafstoß und Nachschuss gleich zwei Mal am stark reagierenden Zetterer. Werder-Kapitän Thomas Delaney hatte zuvor Evina im Strafraum berührt, was Schiedsrichter Sascha Stegemann als Foul gewertet hatte.

Für die Bremer war es trotzdem ein guter Härtetest, speziell für die Abwehr. Vielleicht klappt es dann am Sonntag beim Drittligisten VfL Osnabrück (15 Uhr) auch mal wieder mit dem Toreschießen.

Werder: Pavlenka – Bauer, Verlaat, Caldirola – Gebre Selassie, Augustinsson – M. Eggestein - Gondorf, Delaney – Bartels, Kruse.

FC Bayern: Früchtl – Rafinha (21. Götze), Hummels, Alaba, Bernat – Martinez (21. Tolisso), Pantovic – James, T. Müller, Coman (21. Friedl) – Evina.

Werder verliert Finale gegen Bayern München

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