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Jan de Witt, einer der besten deutschen Tennis-Trainer, berät Werder Bremen.

Beratung bei Training und Umstrukturierung

Tennis-Trainer De Witt: „Platz 11? Das ist eine riesige Baustelle“

Bremen - Fußball und Tennis sind zwei Sportarten, die auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben. Bei Werder Bremen ist man trotzdem schon lange überzeugt, dass der Fußball vom Tennis lernen kann.

Florian Kohfeldt ist einer der großen Verfechter des Austausches zwischen den beiden Sportarten, im Sommer 2017 referierte der Werder-Trainer, damals noch U23-Coach, selbst bei den Gerry Weber Open über Videoanalyse. Andersherum lässt sich Werder selbst bereits seit Jahren von Tennis-Trainer Jan De Witt über Umstruktierungen in der Ausbildung und im Athletik-Bereich beraten.

Konzepte auf Werder anpassen und integrieren

„Im Tennis wird naturgemäß individueller gedacht. Viele individuelle Maßnahmen lassen sich nicht eins zu eins übernehmen, aber Ansätze aus dem Tennis können sehr sinnvoll für die individuelle Arbeit mit Spielern sein“, sagt De Witt jetzt im Interview bei „werder.de“. Dabei geht es zum Beispiel um Videoanalyse. „Wir müssen nicht alles neu erfinden, aber in anderen Sportarten gibt es spannende Konzepte, die sich eventuell auf Werder anpassen und dann integrieren lassen.“

De Witt gilt als einer der besten Tennis-Trainer Deutschlands, hat schon mit Größen wie Andrea Petkovic, Gilles Simon und Gael Monfils gearbeitet. Für Werder kümmert er sich unter anderem um die individuelle Förderung und Ausbildung von Top-Talenten im Bremer Nachwuchsleistungszentrum. „Eine der schwierigsten Aufgaben, die es zu bewältigen gilt, ist der Übergang der Spieler von der Jugend zu den Profis“, erklärt De Witt.

Schwierige Bedingungen für Nachwuchsteams und -trainer

Ein zweiter Bereich, in dem De Witt Werder berät, dreht sich um Athletik, Gesundheit und Fitness. „Ich gucke viel beim Training zu, gebe Anregungen, orientiere mich am internationalen Zustand. Im Nachgang versuchen wir den Ist-Zustand auf diesen Standard anzupassen.“

In der Nachwuchsarbeit bei Werder werde schon viel richtig gemacht, trotzdem sieht De Witt Potenzial, sich strukturell noch besser aufzustellen. „Dazu zählt auch die Situation ums Stadion Platz 11“, sagt der 52-Jährige. „Das ist eine schwierige Situation für Trainer- und Funktionsteams mit den Plätzen, Trainings- und Arbeitsbedingungen oder den Umkleiden. Das ist eine riesige Baustelle, die angegangen werden muss und von der Geschäftsführung aber auch bearbeitet wird.

Video-Analyst Janos de Witt (v.l.), Werder-Athletiktrainer Leif Frach, Tennis-Coach Jan de Witt und Bremens U23-Trainer Florian Kohfeldt im Sommer 2017 auf der Terrasse des TC Blau-Weiß Halle.
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