Jiri Pavlenka
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Fliegt bald vielleicht für Werder Bremen durch den Strafraum: Jiri Pavlenka.

Torhüter will zu Werder wechseln

Baumann schweigt zu Pavlenka

Bremen - Der Spieler hat sich geäußert, sein Boss auch - nur der vermeintliche Interessent schweigt. Werder-Sportchef Frank Baumann will nicht über eine mögliche Verpflichtung des tschechischen Nationaltorhüters Jiri Pavlenka von Slavia Prag sprechen: „Ich möchte das nicht kommentieren.“

Der Poker um Pavlenka war am Montag öffentlich geworden. Slavia-Vereinsboss Jaroslav Tvrdik hatte via Twitter ein Angebot von Werder für den Keeper bestätigt und sogleich abgelehnt. Am Dienstag meldete sich dann Pavlenka selbst zu Wort. „Für mich ist es eine große Chance“, sagte der 25-Jährige der tschechischen Fußball-Website „FotballPortal.cz“ und bezeichnete die Bundesliga als „Top-Liga“: „Aber das letzte Wort hat Slavia. Ich hoffe, wir können uns irgendwie einigen.“ Noch im Laufe der Woche werde Klarheit herrschen, meinte der 25-jährige tschechische Nationalspieler.

Pavlenka hat eine interessante Entwicklung hinter sich. Vor einem Jahr wechselte der 1,96 Meter große Torwart von Banik Ostrau zu Slavia Prag – und wurde mit dem Club sofort Meister. Dabei kassierte er in 28 Spielen nur 19 Gegentore und hielt seinen Kasten gleich zwölf Mal sauber. Die guten Leistungen beeindruckten auch Nationalcoach Karel Jarolim.

Tscheche Pavlenka ist für Werder die 1b-Lösung

In November 2016 feierte Pavlenka sein Länderspieldebüt im Test gegen Dänemark (1:1). Sein zweites Spiel absolvierte der Keeper vor einer Woche bei der 1:2-Testspielniederlage gegen Belgien. Im anschließenden WM-Qualifikationsspiel wenige Tage später in Norwegen (1:1) stand dann wieder Tomas Vaclik vom FC Basel im Tor, Pavlenka saß auf der Bank.

Werder will ihn natürlich trotzdem holen. Allerdings ist der Tscheche nur die 1b-Lösung. Werder wollte auf Wunsch von Trainer Alexander Nouri eigentlich Hochkaräter wie Loris Karius (FC Liverpool) oder Koen Casteels (VfL Wolfsburg) verpflichten, um die Torwart-Debatte endlich mal zu beenden. Doch das klappte nicht. Nun bleibt die Besetzung im Bremer Kasten ein großes Thema.

Baumann über Wiedwald: „Uns liegt kein Angebot vor“

Was macht die Noch-Nummer-eins Felix Wiedwald? Der FC Nantes ist an einer Verpflichtung interessiert, englische Zweitligisten ebenfalls.  „Uns liegt kein Angebot vor“, sagte Baumann auf Nachfrage der DeichStube und fügte noch an: „Wir haben immer gesagt, dass wir mit Felix planen, daran hat sich nichts geändert.“

Wiedwalds in diesem Sommer eigentlich auslaufender Vertrag hatte sich nach dem 20. Pflichtspieleinsatz automatisch um ein Jahr verlängert. Der 27-Jährige will nach seiner sehr guten Rückrunde den klaren Status als Nummer eins und einen langfristigen Vertrag. Beides hat ihm Werder bislang nicht gegeben. Es sieht auch nicht danach aus, dass sich das ändern wird. Und Pavlenka soll wohl kaum als Ersatzmann geholt werden. Wenngleich sich schon die Frage stellt: Ist Pavlenka wirklich besser als Wiedwald? Schließlich gilt die tschechische Liga als schlechter als die Bundesliga. Erklärungen dazu gibt es nicht, denn Baumann schweigt.

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