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Sven Hübscher wechselt als Trainer von Werders U23 zur neuen Saison zu Preußen Münster.

U23-Coach: „Ich will so hoch wie möglich trainieren“

Hübscher erklärt seinen Wechsel zu Preußen Münster

Bremen – Sven Hübscher hätte auch einfach nur warten können, denn bei Werder wird ein U23-Coach irgendwann fast zwangsläufig Trainer der Profis.

Viktor Skripnik, Alexander Nouri und Florian Kohfeldt haben es alle so in den vergangenen Jahren erlebt. Doch daran habe er keinen Gedanken verschwendet, betont der 40-Jährige, wobei er schon zugibt: „Ein Trainer muss sich wie ein Spieler Ziele setzen. Und ich will so hoch wie möglich trainieren.“ Deshalb wechselt er im Sommer zum Drittligisten Preußen Münster. Warum gerade dorthin, das hat er in einer Medienrunde erklärt.

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Hübscher hat sich bei Werder weiterentwickelt

Aber erst einmal ist da eine große Dankbarkeit, die Hübscher loswerden will. Schließlich lässt Werder ihn am Ende der Saison trotz Vertrags vorzeitig ziehen. Aber nicht nur deshalb spricht er mehr als positiv über seinen Noch-Club. Der Austausch sei sehr gut, die Verzahnung zwischen den Teams auch. Es würde sich sehr intensiv um jeden einzelnen Spieler gekümmert.

Und diese besondere Bremer Philosophie des Offensiv-Fußballs sei ihm förmlich ins Blut übergangen. „Ich habe mich hier als Trainer weiterentwickelt, habe vor allem das Spiel mit dem Ball verbessert“, sagt Hübscher. Er verweist dabei auf die vielen Diskussionen innerhalb des Vereins. Zu einem Coach hatte er einen besonders guten Draht: Florian Kohfeldt. „Wir haben viele Ideen ausgetauscht“, sagt Hübscher: „Florian hat mich immer unterstützt, hat mich mit einbezogen und einen offenen Dialog ermöglicht.“ Das sei nicht selbstverständlich.

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Hübscher kennt sich aus im Bundesliga-Geschäft, hat von 2000 bis 2016 für den FC Schalke gearbeitet, war dort drei Jahre Co-Trainer der Profis. 2016 wurde er U17-Coach beim SV Werder – und dort 2018 in die U23 befördert. Die Arbeit mit den Talenten habe ihm enorm viel Spaß gemacht, doch sein Ziel war immer das Profi-Geschäft. Dann kam der Anruf von Malte Metzelder, Sportchef von Preußen Münster. „Wir waren in vielen Dingen sofort auf einer Wellenlänge“, erinnert sich Hübscher: „Ich weiß, dass in Münster schon lange von der zweiten Liga geträumt wird. Meine Aufgabe ist es, dass dieser Traum noch größer werden kann.“

Natürlich sei der Druck bei einer ersten Mannschaft größer als bei einer U23, aber genau das will Hübscher auch so. Sein neues Team soll verjüngt werden, die Preußen wollen ein ambitionierter Ausbildungsverein werden. Hübscher möchte auch gar nicht ausschließen, das eine oder andere Talent aus Bremen mitzunehmen. Er soll in Münster zudem mithelfen, ein Nachwuchsleistungszentrum aufzubauen. Ein neues Stadion ist ebenfalls geplant. Der Traditionsverein will wieder nach oben – da passt Hübscher also mit seinen eigenen Zielen gut hin.

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Hübscher zieht wieder näher an die Heimat

Geografisch sowieso. Er ist im Ruhrgebiet geboren und aufgewachsen. Seine Familie mit Frau, kleinem Kind und Hund lebt in Gelsenkirchen. „Es war hart, sie an sechs Tagen der Woche nicht zu sehen“, sagt Hübscher. Bald kann er auch mal zwischendurch von Münster nach Hause fahren, mit dem Auto sind es nur 30 Minuten.

Ein bisschen muss sich die Familie allerdings noch gedulden. Bis Ende der Saison ist Hübscher noch in Bremen. Dort hat er sich mit der U23 neue Ziele gesetzt. Weil die Mannschaft keine Chance mehr auf den Titel in der Regionalliga Nord hat, wurde die Förderung der einzelnen Spieler noch mehr in den Vordergrund gestellt. Die Ergebnisse seien nun nicht mehr ganz so wichtig. Ab Sommer wird sich das für Hübscher ändern – und er freut sich darauf: „Das ist für mich der nächste logische Schritt.“

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