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Zu nett! Frank Baumann möchte in Mainz eine Bremer Mannschaft sehen, die richtig zur Sache geht.

Trainerfrage

Jobgarantie mit Verfallsdatum

Bremen - Von Daniel Cottäus. Werder-Sportchef Frank Baumann stärkt Trainer Alexander Nouri vor dem Mainz-Spiel den Rücken. Ein Bekenntnis über das Wochenende hinaus gibt es aber nicht.

Keine Frage: Alexander Nouri ist angezählt. Seine Zukunft als Werder-Trainer vor dem Auswärtsspiel in Mainz erscheint wackeliger denn je. Sollte der 37-Jährige mit seiner Mannschaft am Rhein die fünfte Niederlage in Folge kassieren, dann dürfte er seinen Job los sein. Längst machen Gerüchte über mögliche Nouri-Nachfolger in der öffentlichen Diskussion die Runde. Werders Sportchef Frank Baumann will davon aber nichts wissen. „Das sind alles nur Spekulationen. Wir haben nach wie vor den festen Glauben daran, dass wir uns mit Alex aus der Situation befreien können“, sagte er am Mittwoch.

Baumann stärkt seinem Trainer vor dem Spiel am Samstag damit also den Rücken, was aber auch nicht weiter verwundert. Schließlich hatte er ihm nach dem 0:1 gegen Gladbach noch eine Jobgarantie für das Duell in Mainz ausgesprochen. Ein klares Bekenntnis von Baumann zu Nouri über das kommende Wochenende hinaus gibt es allerdings nicht. „Es gibt keinen Plan für irgendwelche Konstellationen, wenn das Spiel jetzt so oder so ausgeht“, behauptet der Manager: „Ich werde da keine Prognosen abgeben.“

Ein Ultimatum habe er Nouri jedenfalls nicht gestellt, den Begriff Endspiel „verwende ich nicht“, versichert der 41-Jährige. Die öffentliche Debatte um seinen Coach nimmt er hin, muss er hinnehmen. „Beeinflussen können wir das nicht. Für unsere Entscheidung spielt das aber keine Rolle“, sagt er. Sehr wohl eine Rolle spielt für Baumann allerdings das Auftreten der Mannschaft, mit dem er zuletzt gegen Gladbach überhaupt nicht einverstanden war.

Baumann: "Vielleicht sind wir zu nett"

Zu seiner scharfen Kritik am Einsatzwillen der Spieler steht der Ex-Profi auch mit einigen Tagen Abstand. „Diese Charakterfrage, die in solchen Situationen immer aufkommt, hat ja nicht direkt etwas mit den Menschen zu tun“, erklärt Baumann, ehe er deutlicher wird: „Vielleicht sind wir aber zu nett.“ Das heißt nichts anderes, als dass sich der Sportchef am Samstag eine Mannschaft wünscht, die auch mal zulangt, dreckig spielt, wenn es denn sein muss. Baumann nennt das „cleverer, intensiver sein“.

Ob er das Gefühl hat, mit seinem Wachrütteln einen Nerv bei seinem kickenden Personal getroffen zu haben? „Das werden wir in Mainz sehen“, sagt Baumann, der übrigens nicht plant, sich die Mannschaft vor dem so wichtigen Spiel noch einmal mit einer gesonderten Ansprache zur Brust zu nehmen: „Nein, das wird es von mir nicht geben.“

Quelle: kreiszeitung.de

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