Andreas Herzog
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Andreas Herzog

Werders Trainersuche

Herzog empfiehlt Hütter

Bremen/Wien. Adi Hütter ist der neue heiße Kandidat auf den Trainerposten beim SV Werder (wir berichteten). Und der Österreicher bekommt dabei Zuspruch von prominenter Stelle.

Sein Landsmann und Ex-Werder-Star Andreas Herzog empfiehlt die Verpflichtung des 47-Jährigen. Das ist umso bemerkenswerter, weil Herzog liebend gerne selbst bei den Bremern die Nachfolge von Alexander Nouri angetreten hätte.

„Ich kann mir Adi als Werder-Trainer sehr gut vorstellen“, sagt Herzog im Gespräch mit der DeichStube und lobt: „Er hat überall, wo er arbeitet Erfolg. Er lässt einen offensiv-attraktiven Fußball spielen.“ Davon ist gerade die ganze Schweiz begeistert.

Mit den Young Boys Bern verzaubert Hütter die Liga und steht ganz oben in der Tabelle – stolze sieben Punkte vor dem haushohen Favoriten FC Basel. In Bern wird vom ersten Meistertitel nach 30 Jahren geträumt. Deshalb dürfte es für Werder auch nicht einfach werden, Hütter loszueisen. Einen offiziellen Vorstoß hat der Bundesligist noch nicht gewagt. „Wir haben von Werder nichts gehört“, teilte der Club dem Schweizer „Blick“ auf Nachfrage mit. Doch erstmal muss Werder ohnehin Hütter überzeugen, dann käme der nächste Schritt.

Adi Hütter

Hütter und Herzog standen übrigens zuletzt gemeinsam auf der Kandidatenliste des Fußball-Verbandes in Österreich – als Nachfolger von Teamchef Marcel Koller. Hütter sagte dem Vernehmen nach ab, wollte lieber in Bern bleiben. Der Verband entschied sich schließlich für Franco Foda, den deutschen Trainer von Sturm Graz.

Baumann soll von Bern weiter nach Zürich gereist sein

Am Sonntag hatte sich Werder-Sportchef Frank Baumann offenbar das Spitzenspiel der Schweizer Liga zwischen dem FC Basel und Young Boys Bern (1:1) angeschaut. Die Gastgeber werden seit dieser Saison von Raphael Wicky trainiert. Der ehemalige Werder-Profi geht aber nicht davon aus, dass Baumann dabei einen Blick auf ihn als Nouri-Nachfolger geworfen hat. „Ich glaube nicht, dass Frank Baumann wegen mir in der Schweiz war. Wenn er mich hätte besuchen wollen, hätte er schon Bescheid gesagt. Wir haben uns nicht getroffen“, sagte Wicky der „Bild“.

Nach seinem Besuch in Bern soll Baumann nach Zürich weitergereist sein. Deshalb kommt auch Rene Weiler ins Spiel. Der ehemalige Coach vom RSC Anderlecht und vom 1. FC Nürnberg lebt in der Nähe von Zürich. Laut „Blick“ könnte auch Urs Fischer (Ex-Coach vom FC Zürich und vom FC Basel) ein Kandidat sein. Auch Marcel Koller ist Schweizer und nach seiner Demission als Teamchef von Österreich ohne Job. Vor einem Jahr soll ihn Werder schon einmal als möglichen Nachfolger von Nouri auf dem Wunschzettel gehabt haben. Da er aber schon lange keine Vereinsmannschaft mehr betreut hat, ist er wohl kein Thema mehr.

Rene Weiler ist Mitte September beim RSC Anderlecht entlassen worden.

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