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Mit Sohn Clemens auf dem Arm ist Zlatko Junuzovic am Samstag zum letzten Mal ins Weserstadion gekommen.

Der besondere Junuzovic-Abschied

Tschüss Bremen, hallo Salzburg

Bremen - Am Ende stand er auf dem Zaun mit dem Megaphon in der Hand – „und dann habe ich ein Liedchen angestimmt“, erinnerte sich Werder-Kapitän Zlatko Junuzovic mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Der Auftritt vor der Ostkurve nach dem 0:0 gegen Leverkusen war emotional sicherlich die Krönung bei seinem Abschied vom Weserstadion. In der nächsten Saison wird der Österreicher wohl wieder in seiner Heimat spielen. Laut „Sport-Bild“ und „Sport1“ ist der ablösefreie Transfer zu RB Salzburg fix. Junuzovic will erst in den nächsten Tagen seinen neuen Arbeitgeber bekanntgeben.

„Ich werde ihn sehr vermissen – nicht nur auf dem Platz, sondern auch in der Kabine. Aber ich habe seine Nummer, wir werden Kontakt halten“, versprach Florian Kohfeldt. Der Werder-Coach ist mit Junuzovic befreundet – und lobte den Österreicher noch mal für seine sechseinhalb Jahre bei Werder: „Er hat sich dafür entschieden, diesen nicht ganz einfachen Weg mit Werder Bremen zu gehen und im Abstiegskampf zu bestehen. Das nötigt mir Respekt ab.“

Fotostrecke: Junuzovic-Abschied und Remis gegen Leverkusen

Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen.
Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen. © gumzmedia
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Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen.
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Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen.
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Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen. © imago
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Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen.
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Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen.
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Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen.
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Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen.
Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen. © gumzmedia
Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen.
Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen. © gumzmedia

Diesen Respekt gab es auch von den Rängen. Junuzovic wurde zwar nicht so ausgiebig gefeiert wie zum Beispiel Clemens Fritz vor einem Jahr bei seinem Karriereende, aber es gab trotzdem jede Menge Applaus und auch viele gut gemeinte Plakate. Und mit seinem kleinen Sohn Clemens auf dem Arm sorgte Junuzovic beim Einlaufen und bei der offiziellen Verabschiedung durch den Verein für ein Bild, das perfekt zur oft zitierten Werder-Familie passte.

Wenn ein Mitglied dann geht, sollten eigentlich alle traurig sein. Doch Tränen flossen an diesem Tag nicht. „Ich habe den Moment einfach genossen“, sagte Junuzovic und betonte: „Ich kann mit dem größten Lächeln gehen. Es war phänomenal.“

Junuzovic bedankt sich für „sechseinhalb geile Jahre“

Der 30-Jährige wirkte total zufrieden. Keine Spur von Wehmut. Die werde sicher noch kommen, versicherte Junuzovic, aber das will er erst nach der Saison zulassen. Er möchte sich aktuell einfach nicht grämen, nicht daran denken, ob ein Verbleib nicht doch sinnvoller gewesen wäre. Werder hatte ihm ein Angebot zur Vertragsverlängerung gemacht, ein ziemlich abgespecktes allerdings. Doch darüber wollte Junuzovic jetzt nicht mehr sprechen.

Er bedankte sich lieber für „sechseinhalb geile Jahre“ und fand Worte, die jedem Werder-Fan unter die Haut gehen dürften: „Nicht nur in guten Zeiten, da ist es immer leicht, auch in schlechten Zeiten – die Unterstützung war immer da. Die hat uns erstklassig bleiben lassen. Das macht hier den Unterschied.“ Er habe es „genossen, ein Werder-Profi gewesen zu sein“, fügte er noch ziemlich überzeugend an.

Ein Bundesligaspiel bleibt ihm noch – am Samstag in Mainz. Wenngleich: In den vergangenen sechs Auswärtspartien stand Junuzovic nie in der Startelf. Möglicherweise gibt es dort dann noch ein weiteres Abschiedsgeschenk von Kohfeldt. Der Coach hatte den Kapitän gegen Leverkusen ausnahmsweise auf dessen Lieblingsposition im Zentrum und eben nicht wie sonst außen spielen lassen. Für besondere Spieler gibt es eben auch mal besondere Maßnahmen.

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