+
Eine schuldhafte Beteiligung am 0:1 lässt sich nicht leugnen...

Verhängnisvolle Fehler und Flaute im Sturm

Mit 38 Punkten und vor allem der Einstellung von gestern ist der Klassenerhalt noch lange nicht sicher. Die Gastgeber hatten aus ihrem Fehler von St. Pauli offenbar nichts gelernt. Wieder gingen sie viel zu verhalten in die Partie und bekamen dafür die Quittung. 

Trotz der zurückgekehrten Abstiegsangst verabschiedeten die Bremer Fans den ausgewechselten Diego mit Gesängen (79.). War das die alte Verbundenheit oder die Sehnsucht nach einem Spielmacher? Denn die eigene Mannschaft brachte nichts mehr zustande, musste nach acht Spielen ohne Niederlage die erste Pleite hinnehmen.

Verhängnisvolle Fehler und Flaute im Sturm

Die Ostkurve zeigt Flagge gegen Faschisten. Da war die Hoffnung auf ein Geburtstagsgeschenk für Thomas Schaaf noch groß. © nordphoto
Diege wird herzlich von Naldo begrüßt - auch die Bremer Fans feiern Diego. © nordphoto
Da konnte sich Thomas Schaaf aufregen - die Mannschaft agierte eher lustlos... © nordphoto
...und wurde mit einem Tor der Wolfsburger in der 22. Minute bestraft. Jetzt kommen wir zu den Noten der Spieler: © nordphoto
Tim Wiese: Eine schuldhafte Beteiligung am 0:1 lässt sich nicht leugnen. Den Schuss von Cicero wehrte Wiese nach vorne ab – bei Torhütern immer ein Vergehen. Riether staubte ab. © nordphoto
Ansonsten waren es vor allem die Rückpässe der Mitspieler, die den Werder-Schlussmann beschäftigten. Note 4 © nordphoto
Clemens Fritz: Souverän sieht anders aus. Fritz ließ auf seiner rechten Seite unheimlich viel zu. Nach vorne ohne Druck und Überzeugung. Eine schwache Leistung. Dabei blieb es auch, als er für die letzten 25 Minuten ins Mittelfeld vorrückte. Note 5 © nordphoto
Per Mertesacker: Reklamierte vor dem 0:1 Abseits und blieb stehen – kein gutes Verhalten. Als Herr der Lüfte aber angesichts der nicht gerade wenigen Wolfsburger Flanken wertvoll. © nordphoto
Sah Gelb, weil er meckerte – zurecht meckerte, nachdem Grafite im Zweikampf einen Freistoß geschunden hatte. Note 3,5 © nordphoto
Petri Pasanen: Was für Wiese gilt, ist bei Pasanen gleich doppelt der Fall: am 0:1 nicht schuldlos. Erst sabotierte der finnische Innenverteidiger die von Mertesacker angedachte Abseitsfalle, dann leitete er die Flanke von Mandzukic genau auf den Fuß von Cicero. Pech allein war das nicht. Note 4,5 © nordphoto
Mikael Silvestre: Der Vergleich mit dem Außenverteidiger-Kollegen Fritz bringt ein beinahe identisches Ergebnis: nach hinten offen, nach vorne nicht ertragreich. Note 5 © nordphoto
Torsten Frings (bis 79.): In seinem 400. Bundesligaspiel war der Kapitän der auffälligste Bremer – jedenfalls in der Anfangsphase. Ein Freistoß hätte fast den Weg ins Tor gefunden (9.), viele Aktionen verpufften jedoch. © nordphoto
Einmal mehr auffällig: Frings muss als defensiver Mittelfeldakteur nicht nur das Spiel des Gegners zerstören, sondern auch das eigene ordnen, organisieren und ankurbeln. Das ist ein bisschen viel auf einmal und ein Fehler im System. Note 3,5 © nordphoto
Philipp Bargfrede (bis 64.): Bei Ballbesitz des Gegners rückte er oft in die Mitte, wenn‘s nach vorne ging, sollte er über links Druck machen. Doch das war seine Sache nicht. In des Gegners Strafraum(nähe) strahlte er zu wenig Gefahr aus. Note 4,5 © nordphoto
Wesley (bis 64.): Der Brasilianer war einigermaßen gut im Spiel, hatte bis zu seiner Auswechslung die meisten Ballkontakte und war Ausgangspunkt der beiden verheißungsvollsten Aktionen. Beide Male kam Arnautovic nicht an den Ball. Note 3 © nordphoto
Marko Marin: Ihm war mal wieder die Rolle des Spielmachers in der Raute zugedacht – das kann er aber nicht. Nur, wenn er an die Seitenlinien ausweichen konnte, setzte sich Marin auch in Szene. Vergab eine der wenigen Bremer Chancen (55.). Note 4,5 © nordphoto
Claudio Pizarro: Großer Einsatz mit den bekannten Qualitäten in Sachen Ballbehauptung und Zweikampfstärke. Eine Einschusschance schenkten ihm die Mitspieler (und die gute Wolfsburger Defensive) aber nicht. Note 3 © nordphoto
Marko Arnautovic: Ersetzte den noch angeschlagenen Wagner als zweite Spitze, setzte aber letztlich nur seine Serie der torlosen Spiele fort. © nordphoto
Arnautovic wartet seit dem zweiten Spieltag auf einen Treffer – Zufall ist das nicht. Steckte am Ende sogar auf. Note 5 © nordphoto
Aaron Hunt (ab 64.): Kam für Bargfrede und sollte Schwung in die Offensive bringen. Was ihm nicht erkennbar gelang. Note - © nordphoto
Dominik Schmidt (ab 64.): Übernahm von Fritz die Verteidigung der rechten Abwehrseite. Note - © nordphoto
Predrag Stevanovic (ab 79.): Der Bundesliga-Debütant und Spielmacher der U 23 kam für den 400-maligen Bundesligaspieler Frings – eine Einwechslung, die auch von Verzweiflung geprägt war. Dass Greenhorn Stevanovic nicht die Erlösung brachte, verwundert nicht. Note - © nordphoto
Am Ende blieb eine enttäuschende Niederlage... © nordphoto

Quelle: kreiszeitung.de

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Auch interessant

Was denkst Du über den Artikel?

Nichts mehr verpassen

Kommentare