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Redeten zuletzt aneinander vorbei: Der scheidende Hoffenheim-Coach Julian Nagelsmann und sein Stürmer Andrej Kramaric.

Vor dem Europa-Endspiel

Was bedeutet der Krach im Kraichgau für Werder?

Bremen/Hoffenheim – Es kracht im Kraichgau! Ausgerechnet jetzt. Ausgerechnet vor dem letzten Heimspiel von Julian Nagelsmann. Ausgerechnet im Saisonendspurt.

Da attackiert Torjäger Andrej Kramaric den Trainer („Wir wechseln zu oft die Systeme. Wir sind keine Roboter. In so vielen Spielen weiß ich im Moment nicht, auf welcher Position ich überhaupt bin“), und der Trainer greift pfeifende Fans an.

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Nagelsmann empfiehlt unzufriedenen Spielern „Opernbesuch“

Nach der 1:4-Heimpleite gegen den VfL Wolfsburg empfahl Nagelsmann (geht zu RB Leipzig) allen Unzufriedenen knurrend einen „Opernbesuch. Vielleicht ist das besser.“ Nun wird auch noch Kerem Demirbay an Bayer Leverkusen verkauft – zwar für stattliche 28 Millionen Euro Ablöse, aber letztlich gilt: ein Leistungsträger weniger in der kommenden Saison.

Insgesamt sind das Zutaten, die aus der Ferne vermuten lassen, dass vor dem Spiel gegen Werder Bremen nicht gerade die allerbeste Stimmung herrscht bei 1899 Hoffenheim. Florian Kohfeldt ist zwar geografisch auch nicht sonderlich nahe dran an Hoffenheim, doch er glaubt zu wissen, dass der Wirbel der letzten Tage null Einfluss auf das Spiel am Samstag haben wird. „Ich habe wahrgenommen, was dort gesagt wurde. Aber ich denke, das Spiel wird vom Abschied von Julian und von einer tiefen Dankbarkeit für seine Arbeit geprägt sein. Er hat den ganzen Club auf ein neues Niveau gehoben.“

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Nagelsmann erwartet „emotionalen Abschied“ gegen Werder

Allerdings ist es aktuell „nur“ das Niveau eines Europa-League-Anwärters. Die Champions League ist zwar auch noch möglich, die Chance jedoch (auch wegen des 1:4 gegen Wolfsburg) von normal auf klein geschrumpft. 

Nagelsmann bewertet seine letzte Saison im Kraichgau deshalb nicht gerade überschwänglich: „Wir hätten uns eine bessere Ausgangslage erarbeiten können. Das ist uns allen bewusst. Es bringt aber nichts zu hadern“, sagt er vor seinem letzten Heimspiel als 1899-Coach. Der Abschied, da ist er sich sicher, „wird emotional“. Wie so manche Reaktion in den letzten Tagen im Kraichgau.

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