+
96-Stürmer Niclas Füllkrug kennt Florian Kohfeldt aus gemeinsamen Bremer Tagen.

96-Stürmer und Werder-Trainer kennen sich gut

Wechsel geplant: Füllkrug und Kohfeldt – das passt!

Bremen – Wenn Niclas Füllkrug im Sommer tatsächlich zum SV Werder zurückkehrt, dann wird er viele Bekannte treffen. Schließlich hat der 26-Jährige von 2006 bis 2013 Grün-Weiß getragen. Einen Bremer hat dabei offenbar besonders gut kennen und schätzen gelernt: den heutigen Chefcoach Florian Kohfeldt.

Werder möchte den Angreifer nach Informationen der DeichStube gerne zurückholen, der kann Hannover 96 im Fall eines Abstiegs für eine festgeschriebene Ablösesumme von zwölf Millionen Euro verlassen. 

„Wir hatten schon ein besonderes Verhältnis“, sagte Füllkrug im November 2017 über Kohfeldt vor seiner Rückkehr mit Hannover 96 ins Weserstadion. Vor dem kleinen Nordderby war der Stürmer natürlich besonders gefragt gewesen – und er antwortete ausführlich: „Wahnsinn, was sich in zehn Jahren alles tun kann. Florian war mein Co-Trainer in der U14 von Werder. Ein toller Typ, er hat mir damals viel geholfen.“ Erst wenige Wochen vor dem Spiel war Kohfeldt vom U23-Coach zum Cheftrainer der Bundesliga-Mannschaft aufgestiegen – als Nachfolger von Alexander Nouri.

Schon gelesen? Strategen in der Schaltzentrale

Füllkrug: „Ich habe Werder viel zu verdanken - auch meinen Spitznamen“

„Natürlich ist das ein ganz besonderes Spiel für mich. Ich habe Werder viel zu verdanken – auch meinen Spitznamen“, sagte Füllkrug. In Bremen wurde er immer nur „Lücke“ genannt. Die blitzt aus seiner Zahnreihe bei jedem Lachen hervor. Und der Stürmer lacht viel. Er ist ein fröhlicher Mensch. So hat er damals auch Bremen verzaubert. „Da war ich der unbekümmerte Spieler, das große Talent“, erinnerte er sich: „Ich glaube schon, dass mich die Leute positiv gesehen haben.“

Kurz vor seinem 19. Geburtstag hatte er im Januar 2012 sein Bundesliga-Debüt gefeiert. Im sechsten Spiel gelang ihm schon sein erstes Tor – beim 1:1 in Augsburg. „Das kam aus dem Nichts. Da habe ich einen Jubellauf gestartet.“ Füllkrug hatte es geschafft, war nun wirklich ganz oben bei Werder angekommen. Ein Traum. 2006 war der gebürtige Hannoveraner von den Sportfreunden Ricklingen in die Werder-Jugend gewechselt und ins Internat direkt im Weserstadion eingezogen. Als Nachwuchsspieler hat er noch die großen Champions-League-Abende im Weserstadion erlebt. 

Der Trainer hieß damals Thomas Schaaf. Und der holte den jungen Füllkrug dann mit 18 Jahren in sein Team. „Unter Schaaf lief es für mich bei Werder wie gemalt“, schwärmte der Mittelstürmer bei dem langen Medientermin im November 2017: „Es gab Zeiten, in denen selbst Eljero Elia für mich nur eingewechselt wurde.“ 5,5 Millionen Euro hatten die Bremer im Sommer 2012 für den Niederländer an Juventus Turin überwiesen.

Elia scheiterte schließlich bei Werder. Aber auch für Füllkrug war es kein dauerhafter Höhenflug. Nach insgesamt 25 Pflichtspielen und drei Toren endete 2013 seine Zeit bei Werder. Erst hatte ihn ein Knorpelschaden gestoppt, dann war auch noch Fürsprecher Schaaf weg. Dessen Nachfolger Robin Dutt hatte andere Pläne. Füllkrug wurde an Greuther Fürth ausgeliehen, um in der Zweiten Liga Spielpraxis zu sammeln. Ein Jahr später holte ihn Werder aber nicht zurück, sondern verkaufte ihn an den 1. FC Nürnberg. Sportchef Thomas Eichin rang dem Zweitligisten eine Rückkaufoption ab. Eine Absicherung, für den Fall, dass Füllkrug plötzlich durchstartet. Und tatsächlich: Der Stürmer hätte den Club fast zurück in die Bundesliga geschossen.

Schon gelesen? Kohfeldt über Gladbach: „Viele von den Spielern schätze ich sehr“

Dritter Knorpelschaden stoppt Füllkrug

Eichin-Nachfolger Frank Baumann zog die Kaufoption trotzdem nicht, wollte keine 1,8 Millionen Euro Ablöse zahlen. „Ich hätte mich zurückgekauft“, sagte Füllkrug vor dem Duell mit Werder und grinste: „Aber so bin ich in Hannover gelandet.“ Drei Millionen Euro zahlten die Niedersachsen 2016 als Ablöse, weil sie nach dem Abstieg sofort wieder hoch wollten. Der Plan ging auf – auch dank Füllkrug. Im Bundesliga-Oberhaus ging der Angreifer dann ab wie eine Rakete, war mit 14 Treffern bester Torschütze seines Teams. Nur in Bremen hatte er damals im November 2017 nicht getroffen, er war allerdings auch erst spät eingewechselt worden und konnte die 0:4-Pleite nicht verhindern. 

Beim 2:1-Sieg im Rückspiel war er dann genauso dabei wie beim 1:1 in der Hinrunde der laufenden Saison, blieb aber jeweils ohne Treffer und Assist. In diesem Jahr hat Füllkrug noch gar nicht gespielt, ein Knorpelschaden im Knie stoppte ihn Mitte Dezember – der bereits dritte in seiner Karriere. Im Lauftraining ist Füllkrug schon wieder, ein Comeback in dieser Saison soll noch möglich sein, bevor es dann im Sommer vielleicht zurück zu Werder und zu seinem guten Bekannten Kohfeldt geht.

Auch interessant

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Was denkst Du über den Artikel?

Kommentare