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Lamine Sane hat seine Sachen gepackt: Der Verteidiger hat bei Werder keine Zukunft mehr.

„Es gibt Interesse anderer Clubs“

„Bildungsreise“ wegen Wechsel - Sane: „Ich habe nichts“

Bremen - „„Bildungsreise“ statt Einzeltraining ? Lamine Sane wird sich laut Werder-Sportchef Frank Baumann „in den nächsten Tagen“ in - vermutlich - fernen Ländern nach einem neuen Arbeitgeber umsehen.

Noch ist der Innenverteidiger aber in Bremen. Am Freitagmittag fuhr Sane mit seinem privaten Luxus-Mercedes an der Geschäftstelle vor, blieb aber nur wenige Minuten. Dann kam er wieder raus, schleppte ein paar Umschläge und einen dicken Karton zum Auto.Indizien für einen bevorstehenden Abgang? Vielleicht. Wenngleich Sane nicht von Fortschritten bei der Vereinssuche berichten kann. „Ich habe nichts“, sagte er, während er Karton und Umschläge im Kofferraum verstaute. Mehr teilte er nicht mit, lachte nur und verschwand wieder.

Sane geht nun auf Reisen

Der Senegalese ist bei Werder nach einem Trainingsstreik suspendiert und zu Solo-Trainingseinheiten verdonnert. Anders als Sane selbst spricht Baumann weiterhin von einigen Optionen für den 30-Jährigen: „Es gibt Interesse anderer Clubs.“ Woher diese Clubs kommen, verrät er jedoch nicht. „Aus dem Ausland“ meint Baumann und lacht ebenfalls.

In Deutschland und vielen anderen europäischen Ligen ist am 31. Januar der Hammer gefallen, Neuverpflichtungen sind in den Top-Ligen nicht mehr möglich. Aber in Russland, China, den USA und auch in der Schweiz ist das Transferfenster noch für einige Tage geöffnet. Da lauern noch Chancen für Sane, der bei Werder keine Zukunft mehr hat. Auf beiden Seiten ist deshalb der Wunsch groß, zeitnah die Trennung zu vollziehen. Deshalb wird Sane laut Baumann nun auch auf Reisen gehen, um sich vor Ort bei den interessierten Clubs über die Gegebenheiten und Möglichkeiten zu informieren.

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Weiter warten auf Sane-Abgang

Lamine Sane: Seine Karriere in Bildern

Lamine Sane
Lamine Sane (r.) wechselte in der Sommerpause 2016 ablösefrei von Girondins Bordeaux zu Werder Bremen. © nordphoto
Lamine Sane
Knapp sieben Jahre kickte der Senegalese in Bordeaux und absolvierte dort 189 Erstligaspiele. Seine Karriere hatte er bei US Lormont begonnen, danach spielte er für Stade Bordelais und dem RCO Agde bevor er zu Lormont zurückkehrte. © imago
Lamine Sane
Für Sane ist es der erste Ausflug in Deutschlands höchster Spielklasse. © nordphoto
Lamine Sane
Bei Werder soll er die Innenverteidigung stärken. © nordphoto
Lamine Sane
Bei seinem Bundesliga-Debüt verlor Werder jedoch mit 0:6 in München. © nordphoto
Lamine Sane
Schon in seiner ersten Saison war Sane direkt Stammspieler, lief in 28 Partien für die Bremer auf.  © Gumz
Lamine Sane
Zwei Mal musste er kurz pausieren, weil ihn ein Außenbandanriss im Knie und Adduktorenprobleme plagten. © Gumz
Lamine Sane
Auch in der folgenden Saison 2017/18 war Sane in Werders Innenverteidigung gesetzt.  © Gumz
Lamine Sane
Und auch das Verletzungspech wiederholte sich, drei Spiele Pause wegen Knieproblemen. © Gumz
Lamine Sane
Den Senegal repräsentierte Sane zwischen 2010 und 2015 in 35 Länderspielen. © imago
Sane spielte nach dem Trainerwechsel von Alexander Nouri zu Florian Kohfeldt keine große Rolle mehr. Das passte dem Innenverteidiger nicht. © Gumz
Er war im Januar an zwei Tagen unentschuldigt dem Training ferngeblieben, woraufhin Werder ihn suspendiert hat. © nordphoto

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