Der SV Werder Bremen hofft im Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim auf die Rückkehr seiner Ultras.
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Der SV Werder Bremen hofft im Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim auf die Rückkehr seiner Ultras.

Werder-Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim

„2G“ macht‘s möglich: Der SV Werder Bremen setzt wieder auf die „Wucht“ der Ultras

Bremen – Der Startschuss in die neue, alte Zeit fällt am Freitagabend in Bremen. Wenn der SV Werder Bremen den 1. FC Heidenheim empfängt, dann wird die Partie die erste sein, die nach der Phase der Geisterspiele und der daran anschließenden Phase der Teilöffnung der Fußballstadien wieder vor vollen Rängen ausgetragen werden könnte. Der Konjunktiv hat dabei seinen Sinn. Denn trotz des erteilten 2G-Freifahrtscheins (seit kurzem liegt die offizielle Genehmigung der Bremer Ämter für ein Spiel unter Volllast vor) wird das Weserstadion nicht ausverkauft sein – Werder rechnet in etwa mit 30000 Besuchern. „Das wäre eine eine erfreuliche Zahl“, sagt Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald.

Doch beim ersten Spiel ohne Kapazitätsbeschränkung geht es nicht allein darum, wie viele kommen, sondern auch wer dabei ist. Werder Bremen hofft vor allem auf den Wiedereinzug der Ultras in die Ostkurve und versucht gerade, in Gesprächen mit Vertretern der aktiven Fan-Szene die letzten Barrieren und Bedenken zur Seite zu räumen. In den vergangenen eineinhalb Jahren mussten sich die Ultras zunächst wegen der besonderen Umstände dem Fußball fernhalten, dann wollten sie es so. Doch jetzt ist alles wieder möglich – Stehplätze, Einlass für jeden, der geimpft oder genesen ist, auch Fahnen und Banner werden wohl wieder erlaubt sein. „Wir sind bemüht, so weit wie möglich den Zustand herzustellen, den wir vor der Pandemie hatten“, sagt Werder-Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald.

Allerdings sind in den Gesprächen zwischen Fan-Betreuung und Fan-Szene noch kleine Hürden zu nehmen. „Drei Punkte, die noch kritisch werden könnten“, sieht Hess-Grunewald. Punkt 1: Personalisierung der Tickets. Ultras mögen die namentliche Erfassung nicht, würden sie aber, sofern sie ausschließlich aus Pandemiegründen geschieht, akzeptieren, glaubt Hess-Grunewald und versichert: „Die Daten würden nur bei Anforderung an das Gesundheitsamt weitergegeben und sonst an niemanden.“ Punkt 2: Fan-Utensilien. Bislang waren sie verboten. Jetzt sieht Werder keinen Grund mehr, an diesem Verbot festzuhalten. Punkt 3: Gesammelter Einlass. Werder Bremen wird weiter Zeitkanäle – neudeutsch: Timeslots – festlegen, wer wann ins Stadion darf. Das soll die zu erwartenden Staus wegen der 2G-Kontrollen an den Einlässen entschärfen.

Werder Bremen verspricht sich von der Rückkehr der Ultras „einen Schub für die Mannschaft“

Das Problem, so Hess-Grunewald: „Fan-Gruppen möchten größtmögliche Geschlossenheit auch beim Einlass.“ Werder sperrt sich nicht grundsätzlich, der Geschäftsführer sagt aber: „Das muss organisiert werden. Wir werden bis Freitag sicherlich Lösungen finden.“ Werder Bremen verspricht sich von einer Rückkehr der Ultras – die trotz allem noch nicht sicher ist – vor allem „einen Schub für die Mannschaft“, so Hess-Grunewald: „Die aktive Fan-Szene mit ihrem Support und ihrer Anfeuerung lässt den Funken auf das ganze Stadion überspringen. Wenn wir das zusammenbekommen, dann wird das eine gewisse Wucht entfalten, die unser Team trägt.“ 
 
Nach zwei Niederlagen in Folge in der 2. Liga muss Werder am Freitag die Wende zum Guten schaffen – und das geht leichter mit dem zwölften Mann im Rücken, glaubt Hess-Grunewald: „Die aktive Fan-Szene mit ihrem Support und ihrer Anfeuerung lässt den Funken auf das ganze Stadion überspringen. Wenn wir das zusammenbekommen, dann wird das eine gewisse Wucht entfalten, die unsere Mannschaft trägt.“ Zur Erinnerung: Ohne die Ultras und andere Zuschauer im Stadion ist Werder das erste Mal seit 41 Jahren abgestiegen. Ohne die Ultras reichte es in den ersten vier Heimspielen der Saison nur zu vier von zwölf möglichen Punkten. (csa) Auch interessant: In unserem TV-Guide erfahrt ihr, wie ihr das Zweitligaspiel zwischen Werder Bremen und dem FC Heidenheim live im TV und Livestream sehen könnt.

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