+
Die Ex-Bremer Marnon Busch, Patrick Mainka, Norman Theuerkauf und Oliver Hüsing (v.l.) treffen am Mittwochabend im DFB-Pokal mit dem 1. FC Heidenheim auf den SV Werder Bremen.

Abwehrspieler haben Werder-Vergangenheit

Heidenheims Viererkette made in Bremen

Bremen – Wenn Werder Bremen am Mittwochabend (18.30 Uhr) in der zweiten Runde des DFB-Pokals auf den 1. FC Heidenheim trifft, wird es auch ein Wiedersehen mit vier Ex-Bremern geben, die kurioserweise die gesamte Viererkette des Zweitligisten bilden. Grund genug mal bei Chef-Coach Florian Kohfeldt nachzuhaken, wie gut er die Rückkehrer eigentlich genau kennt.

Das Poster hängt bis heute. Ein Erinnerungsstück, acht Jahre alt inzwischen. Im Keller seines Hauses hatte Florian Kohfeldt einst einen guten Platz dafür gefunden. Marnon Busch sieht er deshalb regelmäßig, wenn auch nur auf Papier: auf dem Ankündigungsplakat für das Finale der Deutschen U17-Meisterschaft, das Co-Trainer Kohfeldt und das Nachwuchstalent Busch im Juni 2011 gemeinsam mit Werder Bremen gegen den 1. FC Köln verloren.

„Marnon kenne ich noch sehr gut“, sagt Kohfeldt, für den Werders DFB-Pokalspiel am Mittwoch gegen den 1. FC Heidenheim nicht nur deshalb zu einer ungewöhnlichen Reise in die Vergangenheit wird: Schließlich hat neben Busch auch der Rest der Heidenheimer Viererkette – Norman Theuerkauf, Patrick Mainka und Oliver Hüsing – für Werder gespielt.

Werder Bremen: Florian Kohfeldt und Oliver Hüsing bis heute befreundet

1:0 gegen St. Pauli, davor 0:0 gegen Wehen Wiesbaden – Heidenheims Abwehr hat zuletzt einen guten Job gemacht, was – um drei Ecken gedacht – auch irgendwie Werders Verdienst ist, denn alle vier Verteidiger des Zweitliga-Fünften haben die Bremer Nachwuchsabteilung durchlaufen. Am Mittwochabend wollen sie nun in der alten Heimat triumphieren, Werder Bremen aus dem Pokal werfen.

„Weiterkommen, egal wie“, gibt Linksverteidiger Theuerkauf im WhatsApp-Interview mit der DeichStube die Marschroute vor. Und Hüsing, mit dem Kohfeldt „privat ein freundschaftliches Verhältnis pflegt“, weiß auch schon, wie das klappen kann: „Defensiv mit viel Disziplin und Leidenschaft, offensiv mit dem einen oder anderen Nadelstich.“

Werder Bremen: Florian Kohfeldt erwartet Oliver Hüsing in der Bundesliga

Werders Sportchef Frank Baumann dürfte diese Ansagen ernst nehmen, seine Meinung vom Heidenheimer Werder-Quartett ist hoch. „Die Jungs sind ihren Weg gegangen, haben hart dafür gekämpft, um da zu stehen, wo sie heute sind“, weiß der 44-Jährige – und betont: „Es ist ja auch ein Kompliment für unsere Nachwuchsarbeit, wenn man sieht, wie es für sie gelaufen ist.“ Durchaus unterschiedlich, insgesamt aber in der Tat stetig gut.

Innenverteidiger Oliver Hüsing (26) trug von 2004 bis 2015 das Werder-Trikot, bestritt unter Chefcoach Viktor Skripnik und Assistent Kohfeldt sogar drei Bundesliga-Spiele, ehe er über die Stationen Ferencvaros Budapest und Hansa Rostock im Sommer in Heidenheim landete. „Olli macht eine gesunde Entwicklung durch“, sagt Kohfeldt, „sein Ziel ist noch immer die Bundesliga, und ich bin mir sicher, dass wir ihn dort irgendwann sehen werden.“

Werder Bremen und 1. FC Heidenheim: Bekanntschaften zählen während DFB-Pokal-Spiel nicht mehr

Rechtsverteidiger Marnon Busch (24), der von 2009 bis 2016 für Werder Bremen spielte und unter Trainer Robin Dutt neunmal im Oberhaus zum Einsatz kam, sowie dem 24-jährigen Innenverteidiger Patrick Mainka (2014 bis 2016 bei Werder) traut Baumann Ähnliches zu: „Für sie ist noch mehr möglich als die Zweite Liga.“ Während Busch zwischen Bremen und Heidenheim bis 2017 für 1860 München aktiv war, hieß Mainkas Zwischenschritt bis 2018 Borussia Dortmund II. 

Norman Theuerkauf (2003 bis 2008 bei Werder) und mit 32 Jahren der älteste des Quartetts, kam über Frankfurts Zweite und Eintracht Braunschweig 2015 nach Heidenheim. Am Mittwochabend nun also für alle die Rückkehr.

„Die Jungs sollen sich das Stadion schön angucken, das Flutlicht genießen, aber auf keinen Fall gewinnen“, frotzelt Florian Kohfeldt, für den die alten Bekanntschaften zwischen An- und Abpfiff nicht mehr zählen. Andersrum ist das genauso. „Bei mir ist schon noch viel Liebe für Werder da“, gesteht Hüsing, „aber wenn wir gewinnen, freue ich mich natürlich über das Weiterkommen und drücke Werder eben danach wieder die Daumen.“

Mehr News zu Werder Bremen

Jetzt wird es aber ernst: Verfolgt das DFB-Pokal-Spiel des SV Werder Bremen gegen den 1.FC Heidenheim im Live-Ticker der DeichStube. Im DFB-Pokalspiel zwischen Werder Bremen und dem 1. FC Heidenheim war es ungewohnt ruhig im Weser-Stadion: Die Ultras der Grün-Weißen haben bereits früh das Stadion verlassen – Vorwürfe von der Polizei, Werder und der Fan-Hilfe.

Auch interessant

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Was denkst Du über den Artikel?

Kommentare