Markus Gisdol und Horst Heldt, sportliche Führung beim 1. FC Köln, wollen im Bundesliga-Saisonfinale gegen den SV Werder Bremen nichts abschenken. Zumal es für die Kölner um mehrere Millionen Euro geht.
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Markus Gisdol und Horst Heldt, sportliche Führung beim 1. FC Köln, wollen im Bundesliga-Saisonfinale gegen den SV Werder Bremen nichts abschenken. Zumal es für die Kölner um mehrere Millionen Euro geht.

Showdown am letzten Spieltag

Gisdol droht Werder mit voller Gegenwehr: „Nicht im Ansatz werden wir Geschenke verteilen“

Köln – Ein Sieg über den 1. FC Köln ist in die Bremer Rettungsfantasien fest eingebaut. Nur wenn der SV Werder Bremen das Spiel am Samstag gewinnt, würde im Fernduell mit Fortuna Düsseldorf eventuelle Schützenhilfe von Union Berlin überhaupt etwas nutzen.

Doch die Kölner haben schon mal vorsorglich klar gemacht, dass ihre Reise zum SV Werder Bremen nicht zum lockeren Betriebsausflug verkommen wird. Denn für den FC geht es am letzten Spieltag noch um mehrere Millionen Euro.

Trainer Markus Gisdol und Sportchef Horst Heldt fordern deshalb von den Kölner Spielern eine Top-Leistung gegen Werder, das bei einem Nicht-Sieg definitiv abgestiegen wäre. „Wir können noch Plätze nach oben klettern, was für den Verein nicht unwichtig ist im Hinblick auf die neue Saison“, sagte Heldt am Donnerstag. „Das haben wir auch dem Mannschaftsrat mitgeteilt, dass das für uns wichtig ist.“ Laut „kicker“ sind für die Kölner bei einem Sieg und einem damit verbundenen direkten Abstieg des SV Werder Bremen bis zu fünf Millionen Euro an Mehr-Einnahmen aus der TV-Vermarktung drin.

Werder Bremen gegen den 1. FC Köln: Kölner wollen trotz Formtief und Klassenerhalt „alles reinhauen“

Insbesondere bei der Düsseldorfer Fortuna, die zwei Punkte und vier Tore vor Werder Bremen auf dem Relegationsrang liegt, hatte es zuletzt Spekulationen gegeben, dass die bereits geretteten Kölner in Bremen nicht mehr mit vollem Einsatz spielen könnten. Gisdol und Heldt wiesen derlei Gedanken jedoch weit von sich. „Wir stellen auch alle Personalien in den nächsten Tagen hinten an, um die Wichtigkeit dieses Spiels zu verdeutlichen“, bekräftigte Heldt, und Coach Gisdol versprach: „Wir wollen alles reinhauen, was wir haben. Nicht im Ansatz werden wir ein Bundesliga-Spiel dafür nutzen, irgendwelche Geschenke zu verteilen.“ Allerdings stecken die Kölner im Formtief, haben von den acht Spielen seit dem Re-Start der Liga keines gewonnen und nur vier Punkte geholt.

Angesichts der feststehenden Rettung des 1. FC Köln hofft Gisdol nun gegen Werder Bremen aber auf den ersten Sieg seit Beginn der Geisterspiele. „Der Mannschaft ist diese Befreiung deutlich anzumerken“, sagte Gisdol. „Ich habe diese Woche Dinge im Training gesehen, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe.“ (dpa/csa)

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