Am 17. September 2011 gastierte der SV Werder Bremen beim . FC Nürnberg. Sebastian Mielitz (li.), Clemens Fritz (o.r.) und Philipp Bargfrede (u.r.) erinnern sich an die Wasserschlacht im Frankenstadion.
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Am 17. September 2011 gastierte der SV Werder Bremen beim . FC Nürnberg. Sebastian Mielitz (li.), Clemens Fritz (o.r.) und Philipp Bargfrede (u.r.) erinnern sich an die Wasserschlacht im Frankenstadion.

Mielitz, Bargfrede und Fritz erinnern sich

„Es war abenteuerlich“: Werders Wasserschlacht von Nürnberg

Nürnberg – Und plötzlich öffnete sich der Himmel und verwandelte das, was eben noch der Rasen gewesen war, binnen weniger Augenblicke in einen seifig-rutschigen Untergrund. Auf dem sie dann aufgeführt werden sollte: die Wasserschlacht von Nürnberg. 17. September 2011. Anruf bei Dreien, die damals nass wurden.

„Das war schon heftig“, erinnert sich Sebastian Mielitz, der mit Werder Bremen im Herbst vor zehn Jahren ins Frankenland gereist war und bis kurz vor dem Wolkenbruch noch einen sicheren, weil überdachten Platz gehabt hatte: auf der Ersatzbank. Dann allerdings sah Torhüter Tim Wiese früh Rot nach Notbremse gegen Christian Eigler. Ersatzmann Mielitz kam ins Spiel, ging zwischen die Pfosten – und damit unter die Dusche. Kurz nach dem Bremer 1:0 durch Mehmet Ekici (24.) kam es direkt über dem Frankenstadion zu einem heftigen Wolkenbruch. „Fußballerisch war da nicht mehr viel möglich“, sagt Clemens Fritz, der Werder damals als Kapitän auf den Platz geführt hatte.

Die Halbzeit im Spiel von Werder Bremen gegen den 1. FC Nürnberg wurde auf 30 Minuten ausgedehnt

Einfachste Pässe über drei, vier Meter? Längst Glücksache, weil im matschigen Sumpf nicht mehr planbar. Fritz: „Es war abenteuerlich, aber vielleicht auch ein Vorteil für uns, weil wir ja in Unterzahl waren.“ Erst in der Pause, vom Schiedsrichter auf 30 Minuten ausgedehnt, sollte die Sonne zaghaft wieder zum Vorschein kommen. Und während draußen zahlreiche Helfer mit Schaufeln und anderem Gerät versuchten, den Wassermassen irgendwie Herr zu werden, standen die Profis des SV Werder Bremen in der Kabine vor einer ganz anderen Herausforderung.

„Wir mussten irgendwie aus den nassen Klamotten raus“, berichtet Philipp Bargfrede, der es als nimmermüder Arbeiter zwar durchaus gewohnt war, ein verdrecktes Trikot vor der zweiten Halbzeit gegen ein sauberes auszutauschen. „Aber die komplette Montur? Das war neu“, sagt er. Nach Wiederanpfiff war die Partie hart umkämpft, beide Teams probierten es mit langen Bällen und Flanken, um bloß den Ball nicht immer wieder in diesem Boden versinken zu lassen. Kein Wunder also, dass Nürnbergs 1:1, ein Kopfball von Philipp Wollscheid, aus einem Eckball resultierte.

Nach dem Remis gegen den 1. FC Nürnberg war Werder Bremen für eine Nacht Tabellenführer

„Für uns war das damals trotzdem ein Punktgewinn“, hält Fritz fest, der mit Werder Bremen nach dem Remis für eine Nacht an die Tabellenspitze sprang. Und am Tag darauf zu einem Sponsorenspiel beim TSV Frankonia Höpfingen im Odenwald antreten musste. „Ich glaube, da hat es auch geregnet“, sagt Mielitz. Und lacht. (dco) Verfolgt das Zweitliga-Spiel zwischen Werder Bremen und dem 1. FC Nürnberg im Liveticker der DeichStube. Und: Werder-Aufstellung gegen den 1. FC Nürnberg: Das ist Weisers Startelf-Chance!

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