Die Ersatzspieler des SV Werder Bremen stürmten über den halben Platz, um mit Leonardo Bittencourt nach dessen spätem Siegtor gegen den 1. FC Nürnberg zu jubeln.
+
Die Ersatzspieler des SV Werder Bremen stürmten über den halben Platz, um mit Leonardo Bittencourt nach dessen spätem Siegtor gegen den 1. FC Nürnberg zu jubeln.

Spätes Siegtor gegen 1. FC Nürnberg

Werder-Held Leonardo Bittencourt erklärt seine „Explosion“ in Nürnberg

Nürnberg – „Und dann gab es eine Explosion!“ Leonardo Bittencourt beschrieb sie nach dem Spiel des SV Werder Bremen äußerst bildhaft, die wilden Jubelszenen, für die er selbst kurz zuvor im Stadion des 1. FC Nürnberg gesorgt hatte. Bremer Ersatzspieler, die urplötzlich über den halben Platz stürmen, hin zu ihren Kollegen, die sich umarmen, sich gegenseitig anschreien – und all das, weil Bittencourt in der 88. Minute für diesen erlösenden Moment gesorgt hatte.

Mit seinem späten Tor bescherte der 27-Jährige dem SV Werder Bremen einen enorm wichtigen 2:1-Auswärtsieg beim 1. FC Nürnberg. „Ich bin einfach instinktiv durchgelaufen, und dann lag der Ball auf einmal vor meinen Füßen“, sagte er über den Moment, durch den die Werder-Welt zumindest vorerst wieder in Ordnung ist.

Werder Bremen: Leonardo Bittencourt glücklich nach Joker-Tor - will aber zurück in die Startelf

Nachdem Leonardo Bittencourt das vergangene Spiel gegen den FC St. Pauli (1:1) krankheitsbedingt verpasst hatte, entschied sich Trainer Markus Anfang dafür, den Offensivmann in Nürnberg zunächst noch zu schonen. „Ich war körperlich einfach noch nicht weit genug“, sagte Bittencourt, „deswegen hat der Trainer zu mir gesagt, dass er mich nach hinten raus bringen möchte.“ In der 63. Minute war der Zeitpunkt dann gekommen: Mitchell Weiser ging, Bittencourt kam – sehr zur Erleichterung übrigens von Ömer Toprak. „Ich war extrem ungeduldig auf der Bank“, gestand Bittencourt lachend – und fügte an: „Irgendwann hat Ömer zu mir gesagt: Leo, wird jetzt langsam mal Zeit, dass du reinkommst.“

Auf dem Platz war Werder Bremens Mann mit der Rückennummer 10 dann direkt um Aktionen bemüht. Nachdem er das 1:1 von Niclas Füllkrug noch mit angesehen hatte (80.), organisierte er das 2:1 gemeinsam mit dem Stürmer. „Wie Fülle den mit der Brust runternimmt – überragend. Normalerweise haut er den rein und macht seinen Doppelpack perfekt“, sagte Leonardo Bittencourt. Dass Nürnbergs Enrico Valentini den Ball noch abfälschte, wurde zu Bittencourts Glück. „Ich musste ihn dann nur noch über die Linie drücken“, sagte er, wollte sich mit der Jokerrolle aber nicht allzu sehr anfreunden: „Es freut mich, dass es heute so gut geklappt hat. Aber in zwei Wochen gegen Schalke würde ich gerne wieder von Beginn an spielen.“ (dco) Schon gelesen? „Das ist das, was wir gebraucht haben“ - die Stimmen zum Werder-Sieg in Nürnberg!

Auch interessant

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Kommentare