Riesenjubel beim SV Werder Bremen: Leonardo Bittencourt trifft zum 2:1 gegen den 1. FC Nürnberg - Spiel gedreht!
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Riesenjubel beim SV Werder Bremen: Leonardo Bittencourt trifft zum 2:1 gegen den 1. FC Nürnberg - Spiel gedreht!

Der SV Werder gewinnt 2:1 gegen 1. FC Nürnberg

Werder-Wahnsinn in Nürnberg: Späte Wende! Niclas Füllkrug und Leonardo Bittencourt schießen Bremer zum 2:1-Sieg

Der SV Werder Bremen hat das Spiel gegen den 1. FC Nürnberg spät gedreht und mit 2:1 gewonnen. Ein ganz wichtiger Sieg! Der Spielbericht der DeichStube*!

Nürnberg – Was für ein Abend im Frankenland! Der SV Werder Bremen drehte spät ein verrücktes Spiel und verdiente sich einen 2:1 (0:1)-Sieg beim 1. FC Nürnberg. Die Mannschaft von Markus Anfang hatte sich wieder einmal selbst durch ein ärgerliches Gegentor von Nikola Dovedan (19.) in die Bredouille gebracht. Die Krise war schon zum Greifen nah, doch der Absteiger stemmte sich eindrucksvoll gegen die Niederlage. Niclas Füllkrug (80.) gelang der Ausgleich und dem eingewechselten Leonardo Bittencourt (88.) sogar noch der Siegtreffer. Durch den ersten Dreier nach drei nicht gewonnenen Partien sprangen die Bremer auf Platz acht der Tabelle und bleiben damit zumindest im Dunstkreis der Aufstiegsränge.

Im Vergleich zum 1:1 gegen den FC St. Pauli hatte Werder-Coach Markus Anfang nur eine Änderung in der Startelf vorgenommen – und das unfreiwillig: Für den verletzten Felix Agu (Wadenprobleme) rutschte Mitchell Weiser ins Team. Prominent besetzt war die Bank, dort wartete in Ömer Toprak (erstmals nach zweimonatiger Verletzungspause im Kader), Leonardo Bittencourt (zurück nach Grippe) und Christian Groß (Kurz-Comeback gegen St. Pauli) mehr als der halbe Mannschaftsrat auf einen Einsatz.

Werder Bremen gegen 1. FC Nürnberg: Nikola Dovedan trifft unbedrängt zur Club-Führung

Beim System setzte Anfang wie schon gegen St. Pauli auf ein 3-5-2 – also eine Dreierkette und eine Doppel-Spitze. Vor allem das Sturm-Duo Marvin Ducksch und Niclas Füllkrug machte sofort auf sich aufmerksam – nicht nur körperlich bei den vielen langen Bällen, sondern auch spielerisch. Nach feinem Doppelpass mit Füllkrug hatte Ducksch freie Bahn, schloss aber etwas zu harmlos ab, Club-Keeper Christian Mathenia lenkte den Ball noch an die Latte (10.). Der Ex-Hamburger war fünf Minuten später erneut auf dem Posten, als Manuel Mbom aus zwölf Metern draufgehalten hatte. Ärgerlich für Werder Bremen, nicht zum ersten Mal in dieser Saison waren beste Torchancen ausgelassen worden.

Die Quittung dafür gab es prompt: Die bis dahin ziemlich beeindruckten Nürnberger nutzten ihren ersten echten Vorstoß gleich zum 1:0 (19.). Anthony Jung und Nicolai Rapp hatten auf der Außenbahn schlecht gegen Flankengeber Taylan Duman verteidigt – und Weiser in der Mitte gegen Nikola Dovedan überhaupt nicht. Der Nürnberger konnte unbedrängt einnicken und damit den Spielverlauf auf den Kopf stellen.

Werder Bremen gegen 1. FC Nürnberg: Marvin Ducksch schießt Freistoß an den Außenpfosten

Werder Bremen war geschockt, die Abwehr glich einem Hühnerhaufen. Jung konnte einen Schuss von Duman gerade noch mit der Hacke vor der Linie stoppen (22.). Immerhin: Die Bremer kämpften sich langsam zurück ins Spiel und kamen noch vor der Pause zu einer Chance von Schmid, dessen Schlenzer Mathenia aber entschärfte (42.).

Anfang reagierte in der Pause, nahm den schwachen und verwarnten Rapp vom Platz. Wegen seiner fünften Gelben Karte wird der Neuzugang im nächsten Spiel gegen Schalke fehlen. Für ihn kam Groß, übernahm die Position des Sechsers von Ilia Gruev, der auf die Acht wechselte. Werder Bremen machte Dampf, wollte den Ausgleich, hatte auch gute Offensivaktionen, blieb aber im Abschluss einfach zu harmlos. Schmid zielte genau auf Mathenia (54.) und Ducksch aufs Außennetz (56.). Auch deshalb ist der Absteiger in dieser Saison bislang nur Mittelmaß und kein Kandidat für die direkte Rückkehr ins Oberhaus.

Dort kennt sich einer besonders gut aus: Leonardo Bittencourt. Der erfahrene Angreifer sollte es nun richten, wurde nach gut einer Stunde für Weiser eingewechselt. Die nächste Chance hatten allerdings die Gastgeber, Enrico Valentini verzog nach einem Konter nur knapp (67.). Es war ein bisschen wie beim Handball: Werder belagerte den gegnerischen Strafraum, der 1. FC Nürnberg lauerte auf Gegenstöße. Die Bremer kamen allerdings kaum durch, weil Nürnberg nicht nur gut verteidigte, sondern notfalls auch sehr robust zu Werke ging. Ducksch bekam einen Freistoß, den er selbst an den Außenpfosten setze (71.).

Werder Bremen gegen 1. FC Nürnberg: Niclas Füllkrug und Leonardo Bittencourt drehen mit späten Toren das Spiel

Es sollte irgendwie nicht sein für die Grün-Weißen an diesem Freitagabend im ausverkauften Max-Morlock-Stadion, das in der Corona-Pandemie aber nur mit 25.000 Zuschauern zur Hälfte gefüllt sein durfte. Doch Werder Bremen gab nicht auf – und wurde dafür belohnt. Nach einer Flanke von Veljkovic wuchtete Niclas Füllkrug die Kugel ins Netz (81.). Sein Jubel fiel an alter Wirkungsstätte, wo er von 2014 bis 2016 gespielt hatte, aber nur kurz aus, denn der Stürmer wollte mehr.

Werder Bremen spielte auf Sieg. Gleich zwei Mal scheiterte Ducksch wieder an Mathenia (82. und 85.). Es war wie verhext, bis Leonardo Bittencourt genau richtig stand und eine abgefälschte Füllkrug-Vorlage zum 2:1 einschoss (88.). Werder-Wahnsinn im Frankenland – die Ersatzspieler stürmten bis hinter das Tor, um mit den Kollegen die Führung zu feiern.

Zum Happy End gab es auch noch das Comeback von Toprak in der Schlussphase. Der Kapitän könnte dann gegen Schalke Marco Friedl ersetzen, der nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt ist. Doch das war bei dem großen Bremer Jubel nur eine Randgeschichte. (kni) Lies dazu auch: „Das ist das, was wir gebraucht haben“ - die Stimmen zum Werder-Sieg in Nürnberg!

Werder Bremen gegen 1. FC Nürnberg: Lest den Spielverlauf im Live-Ticker nach

Werder Bremen spielt am 13. Spieltag der 2. Bundesliga am Freitag (18.30 Uhr) beim 1. FC Nürnberg und will endlich wieder einen Schritt vorwärts machen. Der Live-Ticker der DeichStube*. Endstand 2:1 für Werder.

>>> AKTUALISIEREN <<<

20.26 Uhr: Damit verabschieden wir uns aus der Deichstube für heute. Wir lesen uns an gleicher Stelle in zwei Wochen wieder, wenn Werder den FC Schalke 04 zu Gast im Weserstadion hat. Ein schönes Wochenende ist nach dem Sieg heute zwar wahrscheinlich, wünschen tun wir es euch trotzdem noch mal explizit. Bis zum nächsten Mal!

20.23 Uhr: Aus! Vorbei! Der SV Werder gewinnt nach unglücklichem Rückstand und später Aufholjagd verdient mit 2:1 beim zu Hause bislang noch ungeschlagenen 1. FC Nürnberg! Füllkrug und Bittencourt erzielen in den letzten zehn Minuten die Treffer, die drei Punkte wert sind! Damit hält Werder den Kontakt zur Tabellenspitze.

90.+3 Min.: Jeder Ballgewinn der Bremer wird hier von den 1.500 im Gästeblock frenetisch bejubelt, dem FCN läuft gleichzeitig die Zeit davon!

90.+1 Min.: Jetzt muss Werder nur noch wenige Augenblicke das Ergebnis über die Zeit bringen, Nürnberg wirft alles nach vorne!

88. Min.: Füllkrug schießt, Nürnberger blockt. Der Ball landet aber vor den Füßen des eingewechselten Leo Bittencourt, der trocken zur Führung abstaubt! Kein Abseits, da der Ball vom Gegner kam und jetzt ist Werder verdientermaßen obenauf!

87. Min.: TOOOOOOOOOR für Werder! 2:1!

84. Min.: Wieder Ducksch, wieder Mathenia: Der Werder-Stürmer steht plötzlich frei vorm FCN-Schlussmann und will den halbhohen Ball mit dem Außenrist an ihm vorbeilegen, aber Mathenia kommt aus dem Tor geeilt und blockt den Versuch mit seinem Körper!

83. Min.: Ein offener Schlagabtausch! Ducksch kommt am Sechzehner zum Abschluss, Mathenia reagiert sensationell und dreht den Ball noch um den Pfosten! Die Ecke bringt nichts ein.

82. Min.: Der Ticker-Mann kommt hier ins Schwitzen: Friedl sieht Gelb, es ist seine fünfte Gelbe Karte. In derselben Szene verfehlt Schleimer mit einem Schuss nur knapp das Tor von Pavlenka.

Werder Bremen gegen den 1. FC Nürnberg im Live-Ticker: Füllkrug gleicht aus!

80. Min.: Verdient und wichtig gleichermaßen! Veljkovic flankt aus dem Halbfeld auf den zweiten Pfosten, dort schraubt sich Füllkrug in die Höhe und köpft vor den Werder-Fans zum hochverdienten 1:1 ein!

80. Min.: Toooooor für Werder, Füllkrug war es!

79. Min.: Werder nagelt Nürnberg im Strafraum fest! Mbom findet mit einer Chip-Flanke keinen Werderaner, bekommt aber die zweite Chance aus der Distanz. Sein Schuss wird abgefälscht und saust hauchzart über den linken Torwinkel.

76. Min.: Eine Viertelstunde bleibt dem SV Werder noch, um hier den Ausgleich zu erzielten. Das Bemühen ist da, aber reicht das auch gegen die beste Abwehr der Liga?

72. Min.: Schleimer ist auf der rechten Seite durch, lupft den Ball über Pavlenka, aber neben das Tor. Aber die Aufregung ist umsonst: Der Eingewechselte stand zuvor im Abseits.

71. Min.: Werder wechselt noch einmal. Schmid hat Feierabend, Schönfelder soll jetzt noch etwas bewegen.

71. Min.: Großchance! Ducksch tritt einen Freistoß aus 25 Meter. Mathenia fliegt vergeblich, aber der Pfosten rettet Nürnberg das Zu-Null!

69. Min.: Werder hat hier wieder das Spiel in der Hand und sucht den Weg nach vorne. Bislang aber noch ohne Fortune.

67. Min.: Puh! Nürnberg kontert, der Ball kommt auf rechts zu Valentini, der viele Optionen hat und den direkten Abschluss wählt – knapp am langen Pfosten vorbei!

65. Min: Bittencourt mit seiner ersten Aktion: Der frische Mann flankt von links auf Mbom, der aber keinen Druck hinter den etwas zu hohen Ball bekommt. Im Nachgang bekommt Mbom dennoch eine Schusschance, schlägt aber eher ein Luftloch.

63. Min.: Weiser verlässt den Platz, Bittencourt betritt ihn.

63. Min.: Geis kommt zentral aus der Distanz zum Abschluss, Pavlenka muss aber nicht eingreifen, der Ball geht links am Tor vorbei.

60. Min.: Technisch stark verarbeitet Schmid eine Kerze und sucht im Sechzehner Weiser, der kommt zwar noch an den Ball, kann ihn aber nicht kontrollieren. Chance vertan, leider.

56. Min.: Die nächste gute Szene von Werder! Füllkrug legt auf Schmid ab, der Ducksch im Rückraum sieht. Der finale Abschluss aber geht nur ans Außennetz. Immerhin: Werder ist wieder offensiv und bemüht unterwegs, erspielt sich Chancen, nur das Visier ist noch nicht richtig eingestellt.

54. Min.: Das hätte das 1:1 sein können! Schmid bekommt am langen Pfosten den Ball und schlenzt, sein Ball gerät aber zu ungefährlich.

52. Min.: Allzu viel ist noch nicht passiert, jetzt aber sieht Sörensen nach einem Foul an Ducksch die Gelbe Karte.

47. Min.: Und der Vollständigkeit halber: Bei Nürnberg bleiben Shuranov und Duman in der Kabine, Schleimer und Krauß dürfen nun mitwirken.

Werder Bremen gegen den 1. FC Nürnberg im Live-Ticker: Die zweite Halbzeit läuft

46. Min.: Das Spiel läuft wieder. Markus Anfang hat gewechselt: Groß ist in der Partie für Rapp.

19.32 Uhr: Die Teams kehren zurück, der Anpfiff zum zweiten Spielabschnitt steht unmittelbar bevor.

19.27 Uhr: Wir schauen kurz auf den anderen Platz. In Kiel führt Dynamo Dresden mit 1:0.

Halbzeitpause. Werder liegt hier nach engagierter Anfangsphase mit mehreren Großchancen unglücklich 0:1 zurück. Mitten in die beste Bremer Phase hinein trifft Dovedan per Kopf, auch das 0:2 war in der Folge möglich. Die gute Nachricht: Werder fing sich wieder, die schlechte Nachricht: Der Ausgleich gelang noch nicht. Aber es sind ja noch 45 Minuten in einem unterhaltsamen Zweitligaspiel.

44. Min: Valentini entschärft eine Flanke auf Füllkrug im letzten Moment zur Ecke. Mathenia tut es ihm gleich und pflückt den Eckball aus der Luft.

42. Min.: Schmid! Der Österreicher kommt aus 18 Metern halblinks zum Abschluss und visiert das rechte untere Ecke an. Seinen Schuss pariert Mathenia mit einer Flugparade.

40. Min.: Gruev unterbindet einen Konteransatz von Möller Daehli durch geschicktes Stochern im direkten Zweikampf.

38. Min.: Werder tut wieder mehr und macht Druck. Die nächste Strafraumszene für Anfangs Offensivakteure findet aber erneut nicht ihren Weg ins Tor, da die Flanke von rechts einen Tick zu weit ist.

36. Min.: Jung tankt sich im Strafraum durch und sucht auf Höhe des Fünfmeterraums einen Mitspieler, aber auch hier kann Nürnberg klären.

35. Min.: Es wird langsam zum Kartenspiel. Auch Schmid sieht nach einem Foul im Mittelfeld die Gelbe Karte von Tobias Welz.

34. Min: Werder mit einem Lebenszeichen. Ducksch wird auf der linken Seite steilt geschickt und gibt in die Mitte, wo er keinen Abnehmer findet. Macht aber nichts, er stand zuvor offenbar im Abseits.

32. Min.: Jetzt sieht auch Nürnbergs Torvorbereiter Duman Gelb, er war etwas zu ruppig in den jüngsten Zweikampf gegangen.

30. Min.: Die nächste gefährliche Nürnberger Flanke von rechts, Bremen klärt zur Ecke, die ist ungefährlich. Das Spiel ist jetzt auf die Seite der Gastgeber gekippt.

28. Min.: Kurz sortieren: Mbom hatte einen Konter mit einem Foul unterbunden, Rapp sich über die Entscheidung beschwert. In der Summe sind es zwei Verwarnungen für Werder.

27. Min.: In derselben Szene hat auch Rapp Gelb gesehen.

26. Min.: Mbom sieht die Gelbe Karte. Warum, das wissen wir nicht...

25. Min.: Wir müssen kurz durchatmen. Erst hatte Werder hier Chance um Chance und drückte die Franken in den eigenen Sechzehner, dann schlugen die Gastgeber hocheffizient durch.

22. Min.: Und das nächste dicke Ding für die Gastgeber! Duman kommt aus zehn Metern zum Abschluss, Jung klärt auf der Linie!

20. Min.: Und so ist es passiert: Duman macht auf der rechten Seite Werders Abwehr frisch, hebt den Kopf und flankt butterweich an den Fünfer. Da steht Dovedan komplett frei und muss nur noch den Schädel reinhalten, ehe er jubelnd abdrehen darf. Das hatte sich NICHT angedeutet...

19. Min.: Tor für Nürnberg, 0:1 aus Werder-Sicht...

17. Min.: Nach einer Ecke kommt Füllkrug zum Kopfball, der Ball ist aber zu schwach und bleibt in der Nürnberger Abwehr hängen.

15. Min.: Das nächste dicke Ding! Schmid gibt den Ball in die Mitte auf Mbom, der aus 15 Metern abzieht, aber an Mathenia scheitert! Bislang ist hier nur Werder zu sehen!

11. Min.: Die nächste gute Szene der Gäste. Schmid ist links durch und gibt den Ball flach in die Mitte, findet dort aber keinen norddeutschen Abnehmer.

10. Min.: Großchance Werder! Ducksch spielt einen tollen Doppelpass mit Füllkrug und schließt frei vor Mathenia ab. Der Schuss ist schwach, Nürnbergs Schlussmann kann parieren, der Abpraller fällt auf die Latte! Es gibt Ecke, aber die bringt nichts ein. Trotzdem: Werder ist hier direkt drin im Spiel!

6. Min.: Bremen kontert über die linke Seite. Schmid nimmt Tempo auf und sucht in der Mitte Weiser, aber der Angriff versandet. Trotzdem die erste nennenswerte Offensivaktion!

5. Min.: Die Bremer gehen früh drauf, setzten Nürnberg noch in der eigenen Hälfte unter Druck.

3. Min.: Freistoß für Werder nach Foul an Gruev, der bringt aber nichts ein.

1. Min.: Werder stößt an und spielt von uns aus gesehen von links nach rechts in weißen Trikots. Eine Minute der Stille an den, der sie hinterher waschen darf...

18.29 Uhr: Die Mannschaften schwören sich ein, gleich geht es los!

18.27 Uhr: Die Fans der Gastgeber intonieren ihre Vereinshymne „Die Legende lebt“. Hier ist Stimmung in der Bude, was aber auch an den 1.500 Werderanern liegt.

18.20 Uhr: Für Werder-Sportchef Frank Baumann ist es ein besonderes Spiel: In seiner Profikarriere spielte er 130-mal für den 1. FC Nürnberg, bei dem ihm der Sprung ins Profigeschäft gelang. Danach wechselte er 1999 an den Osterdeich, lief in 260 Spielen für Werder auf und beendete dort seine Karriere.

Werder Bremen gegen den 1. FC Nürnberg im Live-Ticker – Markus Anfang: „Die Jungs können das!“

18.18 Uhr: „Die Jungs können das!“, sagt Markus Anfang, angesprochen auf die neue Formation, die auf einer Dreierkette aufbaut. Gegen die abwehrstarken Nürnberger sieht er, dass es „nicht leicht wird, Torchancen zu kreieren“, seine Mannschaft sieht er dazu allerdings in der Lage.

18.10 Uhr: Es ist heute übrigens das erste direkte Duell beider Teams in der 2. Bundesliga.

18.03 Uhr: Das Rund (oder in diesem Fall: das Achteck) füllt sich. Wirklich voll wird es heute einerseits ja, andererseits nein: Das Stadion ist ausverkauft, jedoch darf das Max-Morlock-Stadion nur zu 50 Prozent gefüllt werden. Entsprechend werden heute 25.000 Zuschauer der Partie beiwohnen, darunter auch einige aus Bremen angereiste Fans.

17.58 Uhr: Fünf Punkte trennen beide Teams in der Tabelle. Nürnberg steht mit 21 Zählern auf dem fünften Platz, Werder mit 16 Punkten nur auf Platz zehn. Sollte Nürnberg heute gewinnen, übernachten die Franken auf dem Relegationsplatz. Unsere Bremer könnten sich ihrerseits realistischerweise auf den achten Platz vorschieben – einen Auswärtssieg im Max-Morlock-Stadion vorausgesetzt, natürlich!

17.55 Uhr: Dafür verbreitet der Club vor dem gegnerischen Tor nicht unbedingt Angst und Schrecken. Muss man zwar auch nicht, wenn man die mit neun Gegentoren in zwölf Spielen beste Abwehr der Liga stellt; 16 eigene Treffer sind allerdings maximal Mittelmaß.

17.51 Uhr: Und noch eine Statistik, die verdeutlicht, was für eine Herausforderung da heute auf die Elf von Markus Anfang wartet: In sechs Heimspielen kassierte Nürnberg bislang nur ein einziges Gegentor, gewann viermal und spielte zweimal 0:0.

17.47 Uhr: In der Gesamtbilanz stehen nach 68 Pflichtspielen zwischen beiden Teams 29 Werder-Siege 16 Nürnberger Erfolge gegenüber. Die restlichen Partien endeten Remis. Die letzten beiden Spiele in der Bundesliga-Saison 2018/19 gingen jeweils 1:1 aus.

17.44 Uhr: Wir schauen auf den Gegner: Nürnberg war bis zum letzten Wochenende als einziges Team in der Liga ungeschlagen – dann machten die Franken unliebsame Begegnung mit dem SV Darmstadt. Das 0:2 war die erste Niederlage für die Mannschaft von Trainer Robert Klauß.

17.43 Uhr: Erstmals seit dem 11. September ist Kapitän Ömer Toprak wieder im Kader. Der hatte sich beim 3:0-Sieg in Ingolstadt an der Wade verletzt. Jetzt ist er wieder dabei und feiert heute vielleicht ja auch sein Comeback!

17.40 Uhr: Gegner Nürnberg hat, wenig überraschend, auch elf Spieler für die Startelf benannt: Mathenia – Handwerker, Sörensen, Schindler, Valentini – Tempelmann, Geis, Möller Daehli, Duman – Shuranov, Dovedan. Auf der Bank nehmen beim Glubb Platz Ersatzkeeper Klaus, Fischer, Knothe, Suver, Krauß, Nürnberger, Borkowski, Schäffler und Schleimer.

17.37 Uhr: Komplettiert wird der Werder-Kader durch Ersatztorhüter Zetterer, Groß, Mai, Toprak, Bittencourt Schmidt, Schönfelder, Assalé und Dinkci.

17.34 Uhr: Damit haben wir eine Änderung im Vergleich zum 1:1 gegen St. Pauli: Agu bleibt verletzungsbedingt draußen, für ihn beginnt Mitchell Weiser.

Werder Bremen gegen den 1. FC Nürnberg im Live-Ticker: Die Aufstellungen sind da!

17.30 Uhr: Jetzt sind sie da: Pavlenka – Veljkovic, Friedl, Jung – Weiser, Mbom, Gruev, Rapp, Schmid – Füllkrug, Ducksch. So beginnt der SV Werder heute!

17.22 Uhr: Moin, moin aus der Deichstube, heute mit dem Nord-Süd-Duell zwischen dem SV Werder und dem gastgebenden 1. FC Nürnberg. Wir warten noch auf die Aufstellungen, die jeden Moment eintreffen müssten. Der Schiedsrichter steht schon fest: Tobias Welz leitet die heutige Partie.

An dieser Stelle entsteht der Live-Ticker zum Zweitliga-Duell des SV Werder Bremen gegen den 1. FC Nürnberg. Anpfiff der Partie im Max-Morlock-Stadion ist um 18.30 Uhr. Hier geht es wie immer rund eine Stunde vorher mit den Aufstellungen beider Mannschaften los. Viel Spaß!

Weiter zum Vorbericht der Partie:

Vorbericht: Mit einem Sieg gegen den 1. FC Nürnberg möchte Werder Bremen endlich wieder einen Schritt vorwärts machen

Bremen – Markus Anfang hatte bereits viel gesprochen dort oben auf dem Podium, hatte auf Nachfrage etwa die Bremer Personallage vor dem Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg geschildert oder die Stärken des Gegners eingeordnet. Kurz vor dem Ende der Pressekonferenz sagte der Trainer des SV Werder Bremen dann noch einen Satz, der bei seinem Nebenmann Clemens Fritz umgehend auf stille Zustimmung stieß, ausgedrückt durch ein dezentes Kopfnicken. Anfangs Satz lautete: „Es ist ein Wiederaufbau, der am Ende des Tages natürlich auch Erfolgserlebnisse braucht.“ Und er führte mitten hinein in die Problematik, der sich Werder im Herbst 2021 nach wie vor ausgesetzt sieht. Denn genau an diesen Erfolgserlebnissen mangelt es.

Werders letzter Sieg in der 2. Bundesliga liegt inzwischen gut vier Wochen zurück, weshalb sie in Bremen gerade darum bemüht sind, sich das gute Gefühl an anderer Stelle zu holen, damit am Freitagabend in Nürnberg, während des letzten Spiels vor der Länderspielpause, möglichst der richtungsweisende Umschwung glückt.

Werder Bremen will gegen den 1. FC Nürnberg endlich wieder einen Schritt vorwärts machen

Bereits im unmittelbaren Nachgang an das jüngste 1:1 gegen Spitzenreiter St. Pauli hatte Anfang für eine positive Einordnung des Spiels geworben, hatte es als „nächsten Schritt in diesem Wiederaufbau“ bezeichnet, was angesichts des ordentlichen Bremer Auftritts durchaus legitim war. Tabellarisch richtig geholfen, gar ein Zeichen gesetzt hat das Spiel jedoch nicht. Werder Bremen bildet als Zehnter, neun Teams vor und acht Teams hinter sich, weiterhin das Zentrum des grauen Mittelmaßes – und mit jedem nicht gewonnenen Spiel schwindet die Hoffnung des Umfelds weiter, in der ersten Saison nach dem Abstieg vielleicht doch noch ein Wörtchen im Kampf um den Aufstieg mitreden zu können.

Anfang hat dieses Ziel zwar nie öffentlich formuliert, sondern den Wiederaufbau rhetorisch stets behutsam vor den Wiederaufstieg gesetzt und bei jeder Gelegenheit betont, nicht auf die Tabelle zu schauen – dennoch sagt der Trainer nun auch: „Wir wünschen uns natürlich, dass wir mehr Punkte haben.“ Da es die seit dem 1. Oktober, seit dem 3:0-Heimsieg gegen Heidenheim, aber nicht mehr in dreifacher Ausführung gab, sind es derzeit eben (notgedrungen) Tendenzen und Teilerfolge, die besagten Wiederaufbau stützen.

Vor Gastspiel beim 1. FC Nürnberg: Markus Anfang ist überzeugt, mit Werder Bremen auf dem richtigen Weg zu sein

„Wir sind dabei, uns ein bisschen zu stabilisieren“, sagt Anfang, dessen Team nach dem indiskutablen 0:3 in Darmstadt zwei Mal in Folge nicht verloren hat. Wobei das späte 2:2 in Sandhausen (trotz Füllkrugs gefeierter Torpremiere) in seiner Gesamtheit deutlich weniger als Mutmacher taugt als das Remis gegen St. Pauli. Das weiß natürlich auch Anfang, dem in Sandhausen die Moral seiner Mannschaft in der Schlussphase gefallen hatte. Wieder so eine Tendenz, so ein Teilerfolg. Vor dem Gastspiel beim 1. FC Nürnberg fordert er nun: „Natürlich wollen wir jetzt nachlegen.“

Um zu erahnen, dass das alles andere als einfach werden dürfte, reicht schon ein Blick auf die aktuellen Nürnberger Zahlen. Die Mannschaft von Trainer Robert Klauß ist Fünfter, hat 21 Punkte auf dem Konto und erst eine Niederlage in der Liga kassiert. Mit erst neun Gegentoren stellt der Club zudem die beste Defensive im Unterhaus. „Es ist sehr schwer, gegen sie Tore zu schießen, weil sie diszipliniert und geordnet verteidigen und nach Ballverlusten sofort ins Gegenpressing gehen“, sagt Markus Anfang und garniert das Ganze mit dem Hinweis, dass es allerdings seine Mannschaft sei, die in der Liga am wenigsten Torschüsse zulasse und die meisten abgebe. Was zweifellos wieder als gute Tendenz, als Teilerfolg taugt. Allerdings nichts daran ändert, „dass es sich leider nicht in den Punkten widerspiegelt“. Noch nicht. Denn Anfang ist überzeugt davon, mit Werder Bremen auf dem richtigen Weg zu sein.

Bei Werder Bremen kehren vor dem Nürnberg-Spiel allmählich die erfahrenen Spieler zurück

Allmählich, ganz allmählich kehren nach Leonardo Bittencourt auch Christian Groß und Ömer Toprak aus langen Verletzungspausen zurück, was dem Trainer die Hoffnung erlaubt, „dass wir vielleicht bald eine Achse mit einer gewissen Erfahrung auf dem Platz haben und junge Spieler drumherum aufstellen können“. Denn natürlich gehört auch das zur Wahrheit dieser komplizierten Bremer Saison: An bisher keinem einzigen Spieltag konnte Anfang die Säulen seines Teams, die Mitglieder des Mannschaftsrats, gemeinsam in den Kader berufen. Dass dieses Szenario jetzt endlich näher rückt ist – richtig! – eine gute Tendenz, ein Teilerfolg, der die Mannschaft festigen und für Punkte sorgen kann.

Sollte Werder Bremen am Freitagabend im Max-Morlock-Stadion also tatsächlich der fünfte Saisonsieg gelingen (der gleichzeitig Nürnbergs dritte Pflichtspielniederlage in Folge bedeuten würde), dann wäre das für Markus Anfang und sein Team ein wichtiger, ein richtig wichtiger Schritt. Er würde dafür sorgen, dass Werder die Verbindung zur Spitzengruppe nicht frühzeitig abreißen lässt. Und natürlich dafür, dass aus vielen Tendenzen und Teilerfolgen mal wieder ein echter Triumph wird. (dco) Lest auch: Mit Mitchell Weiser? Werder Bremens Startelf-Aufstellung gegen den 1. FC Nürnberg! So seht Ihr das Zweitliga-Duell von Werder Bremen gegen den 1. FC Nürnberg live im TV und im Live-Stream! *DeichStube.de ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Mediengruppe Kreiszeitung und der WESER-KURIER Mediengruppe sowie ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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