Werder Bremen darf das Wohninvest Weserstadion bald wieder voll auslasten - Stichwort: 2G.
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Werder Bremen darf das Wohninvest Weserstadion bald wieder voll auslasten - Stichwort: 2G.

Neue Corona-Regeln für Fans

Werder Bremen wechselt auf „2G“ - so läuft es im Wohninvest Weserstadion

Bremen – Es ist beschlossene Sache: Werder Bremen führt bei Heimspielen das „2G“-Konzept ein und kann fortan wieder mit einer vollen Auslastung des Wohninvest Weserstadions kalkulieren. Nachdem der Bremer Senat mit einer entsprechenden Änderung der Corona-Verordnungslage den Weg für Großveranstaltungen unter „2G“-Bedingungen frei gemacht hat, entschied der Fußball-Zweitligist am Mittwoch, „dass wir diese Chance nutzen wollen“, so Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald.

Vorausgegangen war ein Treffen der Geschäftsführer Klaus Filbry und Hess-Grunewald mit Innensenator Ulrich Mäurer sowie weiteren Vertretern der Bremer Politik. Dabei wurden die Rahmenbedingungen abgeklärt. Wirtschaftlich ist „2G“ für Werder Bremen ein Segen, doch nicht jeder Fan wird darüber glücklich sein. Denn wer nicht geimpft oder genesen ist, für den ist vorerst ein Stadionerlebnis nicht möglich. Es gibt nur wenige Ausnahmen. Welche das sind und was sonst wichtig ist rund um das Thema „2G“ im Weserstadion, erklärt die DeichStube.

Ab wann gilt bei Werder Bremen „2G“?

Schon im kommenden Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim am 1. Oktober macht Werder Bremen von den neuen Möglichkeiten Gebrauch. Allerdings werden dann noch nicht alle 42.100 Tickets ausgegeben werden müssen, sondern vermutlich nur 30 000. Grund: Der Spieltermin am Freitagabend und die nur kleine Zahl anreisender Gäste-Fans lassen nicht auf einen Mega-Besuch hoffen. So kann die Partie noch als Testlauf genutzt werden. Das nächste Heimspiel folgt dann erst am 30. Oktober gegen den FC St. Pauli. „Dann erwarten wir erstmals wieder ein volles Haus“, sagt Hubertus Hess-Grunewald.

Wird es im Weserstadion extra ausgewiesene „3G“-Bereiche geben?

Nein, solche Bereiche einzurichten, war zunächst zwar geplant, wird aber nicht umgesetzt. Von Werder Bremen wird ein konsequentes Vorgehen erwartet. Der Senat wünsche klare Trennungen und keine Vermischung von geimpften und nicht-geimpften Personen an den Stadiontoren, so Hess-Grunewald. Das ist schlecht für alle ohne Covid-19-Impfung oder ohne Genesenen-Zertifikat und trennt de facto Fans von Fans. Ausnahmen: Personen, die ein Attest vorlegen können, dass sie aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können, sowie Schwangere und Minderjährige kommen auch mit einem negativen Testergebnis ins Stadion – auf die normalen Plätze. „Es gibt keinen Extra-Block“, sagt Hess-Grunewald und bekräftigt: „Familien mit Kindern sollen auch zusammensitzen können. Wir wollen da niemanden trennen.“

Was ändert sich jetzt beim Ticketkauf von Werder Bremen?

„2G“-Nachweis schon beim Ticketkauf? Und das auch online? Oder nur am Stadion-Einlass? Noch hat Werder Bremen darauf keine Antworten, wird aber zeitnah welche liefern, sagt Mediendirektor Michael Rudolph. Geklärt werden muss auch noch, wie Lösungen mit Dauerkarten-Inhabern ohne Impfung oder Genesenen-Zertifikat, die nun keinen Zutritt mehr zum Stadion haben, aussehen können. Es ist ein Punkt mit Konfliktpotenzial.

Gibt es wieder Stehplätze bei Spielen von Werder Bremen?

Ja! Sie sind zurück. Der Unterrang der Ostkurve wird schon gegen Heidenheim wieder in eine reine Stehplatz-Area zurückverwandelt. Während der vergangenen vier Heimspiele des SV Werder Bremen waren im Stadion nur Sitzplätze erlaubt.

Kehren jetzt auch die Ultras von Werder Bremen zurück?

Darüber lässt sich vorerst nur spekulieren. Die aktive Fan-Szene ist in der laufenden Saison wegen der Freigabe von nur 50 Prozent der Plätze den Spielen fern geblieben. Es galt das Motto: Alle oder keiner. Und Sitzen in der Ostkurve war sowieso fürn A... Hess-Grunewald erwartet die Ultras von Werder Bremen jetzt aber zurück: „Ich gehe davon aus, dass sich die aktive Fan-Szene wieder einfinden wird – was wir sehr begrüßen würden.“

Muss auch das Stadion-Personal von Werder Bremen den „2G“-Status erfüllen?

Es ist ein heikles Thema. Denn Arbeitgeber dürfen nicht abfragen, ob der Arbeitnehmer geimpft oder genesen ist. Wie also überprüfen, ob das Service- und Securitypersonal, das überwiegend bei Subunternehmern und nicht bei Werder Bremen direkt angestellt ist, die „2G“-Voraussetzungen erfüllt? Es ist nicht möglich! Deshalb gilt für die rund 1 500 Personen, die bei einem Heimspiel in Bremen im Arbeitseinsatz sind, eine Sonderregelung. Sie dürfen auch mit einem tagesaktuellen Corona-Test arbeiten. Diese Ausnahme steht zwar im Widerspruch zum Zuschauer-Konzept und ist deshalb diskutabel, aber Hess-Grunewald sieht in ihr eine „pragmatische Lösung, die wichtig ist, weil uns signalisiert wurde, dass andernfalls die gesamte Gastro-Branche bei Großveranstaltungen Mühe hat, ausreichend Personal zu finden.“ Die Umsetzung der neuen Möglichkeiten, da seien sich Politik und Club einig gewesen, „soll daran nicht scheitern“.

Was ist mit nicht-geimpften Spielern und Trainern?

Verlässliche Zahlen liegen nicht vor, aber immer noch gibt es bei Werder Bremen und sicherlich auch bei anderen Zweitligisten Spieler, Trainer und Mitarbeiter, die weder genesen noch geimpft sind. Spielen dürfen sie trotzdem. Das bislang gültige DFL-Konzept mit bestimmten Zonen in den Stadien und einer engmaschigen Testung aller Teams behält Bestand. „Das hat ja auch bisher gut funktioniert“, meint Hess-Grunewald.

Muss trotz „2G“ im Weserstadion noch eine Maske bei Spielen von Werder Bremen getragen werden?

Das ist eine noch unbeantwortete Frage im Hygienekonzept. „Es müssen noch Details abgestimmt werden“, sagt Hess-Grunewald. Maximal wird es auf dem Weg zu den Plätzen sowie zu den Verkaufsständen und Toiletten eine Maskenpflicht geben. Klar ist aber: Das zuletzt eingeführte Farbleitsystem, das die Besucher zu ihren Eingängen führte, wird wieder abgeschafft.

Wie sehr hilft Werder Bremen die volle Stadionauslastung?

Enorm. Die Bremer hatten kalkuliert, die Hinrunden-Heimspiele in einem nur zur Hälfte gefüllten Stadion absolvieren zu müssen. Frühestens in der Rückrunde rechneten sie wieder mit vollen Rängen. Auf dieser Basis hatte Klaus Filbry für die laufende Saison ein wirtschaftliches Plus von einer Million Euro prognostiziert. Nun kann Werder vier Heimspiele früher zur normalen Auslastung zurückkehren. Das beschert dem Club gegenüber der Schätzung ein Einnahmeplus von etwa zwei Millionen Euro.

Wie lange hat die neue Regelung Bestand?

Solange nicht die Corona-Warnstufe drei (Hospitalisierungsrate höher als zwölf) erreicht wird, kann Werder Bremen mit einer normalen Stadionauslastung planen und auch alle 27 000 Dauerkarteninhaber bedienen. (csa)

Zur Erstmeldung um 15.00 Uhr:

Dank 2G-Regel - Werder Bremen hofft schon in Kürze auf ein volles Weserstadion

Bremen – Der Bremer Senat hat die Steilvorlage geliefert – und die möchte der SV Werder Bremen nun so schnell wie möglich verwandeln. Der Zweitligist hofft darauf, schon in den nächsten Wochen wieder vor einem vollen Wohninvest Weserstadion spielen zu können.

Zuletzt waren nur 21.000 Besucher erlaubt, also die halbe Kapazität. „Mit der optionalen Einführung eines 2G-Modells können die Beschränkungen entfallen“, heißt es nun in einem Beschluss des Bremer Senats, der ab dem 1. Oktober gilt. Das bedeutet: Lässt Werder Bremen nur geimpfte oder genesene Zuschauer ins Wohninvest Weserstadion, dürfen alle Plätze besetzt werden. Es gilt dann weder eine Abstands- noch eine Maskenpflicht. Genau so soll es kommen, wenn auch mit ein paar Besonderheiten.

Werder Bremen: Volle Zuschauer-Kapazität im Wohninvest Weserstadion schon am 1. Oktober?

„Es ist ein gutes Signal, dass die Politik der ganzen Veranstaltungsbranche eine Perspektive zur Normalität aufgezeigt hat. Das begrüßen wir sehr“, erklärte Werder-Geschäftsführer und Präsident Hubertus Hess-Grunewald auf Nachfrage der DeichStube: „Wir haben natürlich ein entsprechendes Konzept vorbereitet und sind im Dialog mit den Behörden und Senatoren.“ Bereits am Mittwoch sollen Gespräche geführt werden. Das nächste Heimspiel des SV Werder Bremen steigt – wie passend – am Freitag, 1. Oktober, um 18.30 Uhr.

Ob dann bereits die volle Kapazität ausgeschöpft werden darf, ist noch offen. Der Beschluss beinhaltet auch den Passus: „Die Vorlagepflicht eines Hygienekonzeptes und die Genehmigungspflicht bleiben bestehen.“ Letztlich entscheiden also weiterhin die Behörden, wie viele Besucher zugelassen werden.

Werder Bremen will grundsätzlich auf 2G im Weserstadion setzen - aus kaufmännischer Sorgfaltspflicht

Einige Besonderheiten müssen dabei ebenfalls beachtet werden. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sowie Menschen, die sich nicht impfen lassen können, sind von der 2G-Regel ausgenommen, sie dürfen auch getestet ins Stadion. Denkbar ist zudem ein spezieller 3G-Bereich, in dem auch ein negativer Test für den Einlass ausreichen könnte. Doch grundsätzlich will Werder Bremen auf 2G setzen – aus kaufmännischer Sorgfaltspflicht, wie es heißt.

Denn der Zweitligist ist dringend auf die Zuschauereinnahmen angewiesen. Pro Geisterspiel – also vor leeren Rängen – fehlte den Bremern in der Bundesliga etwas mehr als eine Million Euro in der Kasse. Jetzt dürften es in der 2. Liga mit halbvollen Rängen etwa 500.000 Euro sein. Das könnte sich schon bald ändern, wenn die Behörden Werders Konzept durchwinken – und sich die Corona-Lage nicht entscheidend verändert. Ab dem 1. Oktober gilt in Bremen ein neuer Warnstufenplan, bei dem die 7-Tage-Hospitalisierungs-Inzidenz die wichtigste Rolle spielt. (kni) Schon gelesen? Nach Gerücht: Ex-Werder-Trainer Florian Kohfeldt geht nicht zu Holstein Kiel!Verfolgt Werder Bremen gegen Dynamo Dresden im Live-Ticker der DeichStube!

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