Aaron Johannsson beim Werder-Training
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Aaron Johannsson beim Werder-Training

Baumann wartet auf Entscheidung des Stürmers, ob dieser in Bremen noch mal angreifen will

„Es gibt ganz sicher einen Markt für Johannsson“

Bremen - Deutlicher konnte der Hinweis nicht sein: Für Aaron Johannsson ist kein Platz mehr bei Werder. Der US-Nationalspieler schaffte es nicht in den Kader für das Köln-Spiel am Freitagabend.

Ein neuer Tiefpunkt für den 26-Jährigen. Es sieht nach einer Trennung im Sommer aus. Aber kann es überhaupt einen Abnehmer für einen Stürmer geben, der erst ganz lange verletzt war und dann auch gesund kaum eine Rolle spielte?

„Es gibt ganz sicher einen Markt für Johannsson“, behauptet Werder-Sportchef Frank Baumann: „Aron ist ein Stürmer, der schon gezeigt hat, dass er viele Tore machen kann.“ Das war vor seiner Zeit in Bremen. 

In der holländischen Ehrendivision hatte der Angreifer mit isländischen Wurzeln einen richtigen Lauf, traf in der Saison 2013/14 in 32 Partien 17 Mal für AZ Alkmaar. In der Spielzeit darauf waren es immerhin noch neun Treffer in 21 Begegnungen. Wegen einer Leistenoperation war er damals erst verspätet in die Saison gestartet. Das ist nicht ganz unwichtig, um die Personalie Johannsson zu verstehen. Denn ähnliche Probleme tauchten auch 2015 nur kurz nach seinem Wechsel zum SV Werder auf. Der 4,5 -Millionen-Euro-Einkauf fehlte fast ein ganzes Jahr.

Inzwischen ist er fit, aber Trainer Alexander Nouri gilt nicht als Johannsson-Fan. Baumann sieht einen anderen Grund für eine schwierige Saison des Stürmers: „Die Konkurrenz ist sehr groß.“ Und könnte noch größer werden, wenn Werder wirklich Davie Selke aus Leipzig holt.

„Wir werden uns nach der Saison zusammensetzen“, kündigt Baumann an: „Dann muss Aron entscheiden, ob er hier noch mal angreifen will oder ob es Sinn macht, nach einer anderen Lösung zu suchen. Er hat natürlich einen Anspruch auf gewisse Einsatzzeiten.“ In der Rückrunde wurde Johannsson bislang drei Mal eingewechselt, das war es. Natürliche könnte er seinen bis 2019 laufenden und nicht ganz schlecht dotierten Vertrag aussitzen, aber dann wäre seine Karriere wohl kaputt. 

Wahrscheinlicher ist ein Wechsel – möglicherweise nach Holland, wo sein Name sicher noch Fantasie weckt.

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