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Zlatko Junozovic flog mit Werder Bremen ins Trainingslager - und stand am Flughafen im Interesse der Öffentlichkeit.

Werder auf dem Weg ins Trainingslager

Abflug mit Junuzovic - der „momentan“ Bremer ist

Bremen - Es ist nicht überliefert, ob Zlatko Junuzovic für seinen Koffer, mit dem er am Donnerstag mit Werder Bremen ins Trainingslager abflog, extra zahlen musste.

Denn der Werder-Kapitän schleppte neben Hosen und T-Shirts noch ein ganz schweres Thema mit ins Trainingslager: seine ungewisse Zukunft. Junuzovic kann sich den finanziell sehr lukrativen Wechsel zu Trabzonspor gut vorstellen. Der Vereinspräsident des türkischen Erstligisten Muharrem Usta sagte im Fernsehen, er sei sich mit dem Österreicher bereits einig. Noch hakt der Transfer allerdings an der Ablösesumme: Werder fordert acht Millionen Euro, Trabzon bietet lediglich 3,5 Millionen.

Vor dem Abflug der Grün-Weißen am Bremer Flughafen wollte sich Junuzovic nicht zu dem Thema äußern, sagte auch nicht, wann er das Geheimnis um seine Zukunft lösen wolle. „Werden wir sehen“, meinte Junuzovic ganz knapp und schob hinterher: „Aber momentan bin ich bei Werder. Ich fliege mit ins Trainingslager und trainiere da mit – ganz normal, wie geplant.“ Ein Treuebekenntnis klingt anders. Dann verkrümelte sich Junuzovic mit seinen Mitspielern Jesper Verlaat und Ousman Manneh, die zu den ersten Spielern am Flughafen gehörten, in einen Back-Shop.

Bauer umarmt Schmidt auf dem Flughafen

Eine andere Baustelle, die sich kurz vor dem Trainingslager aufgetan hatte: Robert Bauer und Niklas Schmidt. Der Verteidiger hatte seinen jungen Kollegen aus der U23 am Tag zuvor auf dem Trainingsplatz wegen seines Übergewichts vorgeführt. Am Flughafen umarmte Bauer Schmidt demonstrativ zur Begrüßung. Mit dem Medien sprechen wollte der 22-Jährige nicht, verwies auf seine Erklärung bei Facebook, dass alles wieder gut sei - und meinte noch kurz zur Umarmung: „Haben wir auch gestern schon.“

Eine zufällige Begegnung am Rande: Mit den Werder-Profis an Bord ging auch DFB-Präsident Reinhard Grindel. Mit den Bremern hatte er allerdings nichts zu tun, er flog nach München, weil im bayerischen Grassau das Schiedsrichter-Trainingslager stattfindet. Auf dem Flug konnte Grindel allerdings nicht einmal mit Frank Baumann sprechen, etwa über die U23-Spiellizenz, die der DFB für Werders neuen Chinesen Yuning Zhang ausstellen soll – denn Werders Sportchef war bereits am Morgen alleine Richtung Zell am Ziller aufgebrochen.

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