Florian Kohfeldt und Hansi Flick (vorne) sahen ein packendes Duell zwischen Werder Bremen und dem FC Bayern München, in dem tapfere Bremer letztlich knapp den Kürzeren zogen.
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Florian Kohfeldt und Hansi Flick (vorne) sahen ein packendes Duell zwischen Werder Bremen und dem FC Bayern München, in dem tapfere Bremer letztlich knapp den Kürzeren zogen.

Nach 0:1-Niederlage gegen den FC Bayern

Meister-Trainer Flick adelt Florian Kohfeldt und hofft auf Bremer Klassenerhalt: „Ich würde Werder vermissen“

Bremen – Klar, es gab da diese Meinungsverschiedenheit zwischen dem SV Werder Bremen und dem FC Bayern im Fall Alphonso Davies, der für sein Nachtreten kein Rot gesehen hatte. Aber das hielt Bayern-Coach Hansi Flick nach dem 1:0-Sieg und dem vorzeitigen Gewinn der Meisterschaft nicht davon ab, seinen Werder-Kollegen Florian Kohfeldt ausdrücklich zu loben und dem einstigen Rivalen im Titelkampf Mut im Abstiegskampf zu machen.

„Ich würde Werder Bremen in der Bundesliga vermissen“, gestand Hansi Flick und fügte umgehend an: „Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass es auch in der nächsten Saison noch eine Bundesliga mit Werder gibt.“ Seine Zuversicht resultiert auch aus seiner hohen Meinung zu den Fähigkeiten von Florian Kohfeldt. „Ich habe ihm gesagt, dass er eine klare Handschrift hat, die sehr, sehr gut ist. Das ist ein Fußball, den man sich gerne anschaut“, berichtete Flick von einem Gespräch nach der Partie. 

FC Bayern-Trainer Hansi Flick lobt Florian Kohfeldt und Werder Bremen: „Sie haben enorme Qualitäten“

Der SV Werder Bremen hätte seiner Mannschaft das Leben wirklich schwer gemacht, „sie haben defensiv sehr gut gestanden und uns keine Räume gegeben“. Aber auch fußballerisch, also im Spiel nach vorne sei es gut gewesen. In der aktuellen Situation im Abstiegskampf empfand Flick das nicht als Selbstverständlichkeit. Dazu gehöre eine Menge Mut, „und sie haben enorme Qualitäten nach vorne, sie haben Tempo in der Mannschaft“, urteilte Flick. Eine Sache gefällt dem Meistercoach des FC Bayern München dabei ganz besonders: „Diese Steil-Klatsch-Situationen sind einfach gut.“

Vor allem das wird Florian Kohfeldt gerne hören, denn diese Variante im Bremer Spiel zählt zu seinen Spezialitäten. Immer wieder lässt er dieses Steil-Klatsch trainieren. Vergangene Saison waren diese Aktionen mit einem präzisen meist langen Ball (gerne flach) und einer direkten Weiterleitung ein Schlüssel zum Erfolg gewesen. In dieser Serie klappte das nur selten, erst nach dem Re-Start der Bundesliga fanden die Spieler den Türöffner zum besseren Fußball. Vielleicht gerade noch rechtzeitig, um den Abstieg des SV Werder Bremen zu verhindern. (kni)

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