Trainer Florian Florian Kohfeldt schlägt die Hände über dem Kopf zusammen: Werder Bremen hat die Chance verpasst, in Mainz auf den Relegationsplatz zu klettern.
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Trainer Florian Florian Kohfeldt schlägt die Hände über dem Kopf zusammen: Werder Bremen hat die Chance verpasst, in Mainz auf den Relegationsplatz zu klettern.

Werder Bremen vor Abstieg - Stimmen zum 1:3 gegen Mainz

Werder-Coach Florian Kohfeldt: „Das tut mir weh für den Verein“ 

Mainz - Werder Bremen hat die Chance verpasst, auf den Relegationsplatz zu klettern. Nach der 1:3-Niederlage bei Mainz 05 steht die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt vor dem zweiten Abstieg der Vereinsgeschichte - die Stimmen zum Spiel.

Florian Kohfeldt (Cheftrainer des SV Werder Bremen): „Aktuell ist da viel Leere, weil wir heute eine große Chance hatten, im Abstiegskampf noch mal alles zu unseren Gunsten zu drehen – und diese Chance haben wir verpasst. Jetzt ist es am letzten Spieltag noch möglich, aber es wird sehr schwer. Wir müssen auf Union Berlin hoffen und müssen vor allen Dingen selber gewinnen.

„Deshalb ist eine Leere da. Aber wir sind es allen in diesem Verein und denen, die mit diesem Verein mitfiebern, schuldig, dass wir uns schütteln und dann ab Montag alles probieren, um zumindest nicht den gleichen dummen Fehler zu machen wie heute. Dass wir nicht da sind, wenn am nächsten Wochenende noch mal jemand patzt. Das ist sehr, sehr, sehr enttäuschend. 

Was soll ich jetzt heute ein Spiel bewerten? Es tut mir leid. Es ging um alles, das wussten wir. Und wir haben genug Chancen gehabt, wir hatten genug Möglichkeiten, die Gegentore zu verteidigen – aber wir haben es wieder nicht geschafft. Ich werde in einer Woche nicht mehr eine Lösung finden, dass das taktisch anders wird. Das ist keine Frage von Taktik, da musst du einfach hingehen. Bei den ersten beiden Toren musst du einfach hingehen – keine Frage! Ich bin einfach brutal leer! So eine Chance heute! Es ist ja nicht so, dass es unmöglich gewesen wäre, in Mainz zu gewinnen. Das tut mir weh für den Verein, das tut mir weh für alle Mitarbeiter und für alle, die dem Verein die Stange halten. Aber wir werden nächste Woche alles probieren.“

Werder Bremen vor Abstieg: Stille Stimmung in der Kabine

Niklas Moisander (Werder-Kapitän): „Wir haben gut angefangen und hätten auch die Chance auf eigene Tore gehabt. Wir haben nicht schlecht gespielt, eiskalte Mainzer haben uns dann aber die Gegentreffer eingeschenkt. In der zweiten Halbzeit haben wir nochmal alles probiert. Das war phasenweise okay, wir haben den Anschlusstreffer gemacht. Nach dem 2:1 hatte ich das Gefühl, dass wir das Spiel drehen können. Wir wollten unbedingt noch einen Punkt holen, doch dazu hat es nicht gereicht. Wir müssen unbedingt diesen Heimsieg holen. Wir sind natürlich sehr enttäuscht nach diesem Spiel. Es war nicht genug heute. 

Niemand hat etwas gesagt, in der Kabine war eine stille Stimmung. Wir sind sehr enttäuscht. Aber wir gehen weiter, wir haben noch ein Spiel. Wir glauben noch immer.“

Frank Baumann (Werder-Sportchef): „Ich glaube über das Spiel an sich muss man nicht lange nachdenken. Ich finde, dass wir ganz gut ins Spiel gekommen sind. Wir hatten gute Chancen, machen die Tore aber leider nicht. Es ist ein Spiegelbild der Saison, dass wir die Tore zu leicht bekommen. Wir machen es dem Gegner zu leicht. „Wir müssen uns jetzt selbst helfen. Das ist das alles Entscheidende. Wir müssen die Mannschaft so wieder hochziehen, dass sie am am Samstag alles gibt damit wir drei Punkte holen und wir wenn möglich sogar noch etwas für unser Torverhältnis tun.“

Rouven Schröder (Sportvorstand von Mainz 05 und ehemaliger Werderaner): „Es ist ein super Gefühl und geht runter wie Öl. Ich bin stolz auf die Jungs und den Verein. Wir mussten durch viele Täler gehen und zum Teil berechtigte Kritik einstecken. Aber man darf den Glauben an diesen Verein nie verlieren. Alle sind hier mit Herzblut dabei. Auch Werder Bremen sollte den Glauben nicht verlieren. Es war ein super intensives Spiel, wie die ganze Saison. Wir sind nicht gut reingekommen. Man hat schon gemerkt, dass Werder da besser drin war. Auch Wellentäler innerhalb dieses Spiels, die begleiten uns so ein bisschen. Wie wir uns wieder da raus geboxt haben, das war absolute 05er-Mentalität. Ich habe den Jungs auch nach dem Spiel gesagt, ich bin brutal stolz. Dass wir abgeschrieben waren und uns aus eigener Kraft rausgezogen haben. Wir haben nicht auf andere geguckt, wir haben selber das Ding durchgezogen. Daraus werden dann Männer. Das brauchen wir auch für die Zukunft. Jetzt können wir Glückwunsche auch annehmen und für die ganzen WhatsApp bedanken, die kommen werden. Jetzt sind wir durch. Heute können wir nicht nur durchpusten, sondern auch ein, zwei Bier mehr trinken.“

Mit Material von Sky und Werder.de

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