Auch nach der Pleite des SV Werder Bremen gegen den VfL Wolfsburg bleibt Florian Kohfeldt optimistisch, dass es am Ende für den Klassenerhalt reichen wird.
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Auch nach der Pleite des SV Werder Bremen gegen den VfL Wolfsburg bleibt Florian Kohfeldt optimistisch, dass es am Ende für den Klassenerhalt reichen wird.

Direkte Rettung fast nicht mehr möglich

Nach Pleite gegen den VfL Wolfsburg: Werder Bremen und das Hoffen auf die Relegation

Der SV Werder Bremen hat das Bundesliga-Spiel gegen Wolfsburg mit 0:1 verloren. Der Abstieg rückt immer näher. Der Nachbericht der DeichStube*.

Bremen - Florian Kohfeldt wusste, dass sich das, was er gleich sagen würde, „blöd anhört“. Gesagt hat er es dann trotzdem. „Was mir Mut macht, ist die Tabelle“, erklärte der Trainer des SV Werder Bremen nach der 0:1 (0:0)-Heimpleite seines Teams gegen den VfL Wolfsburg. Eine Niederlage, die die Bremer Situation in der Tabelle weiter verschärfte und deshalb mehr dazu geeignet war, Panikreaktionen und Fatalismus auszulösen als ausgerechnet Mut. Aber Kohfeldt meinte es völlig ernst und erläuterte: „Es sind nicht sieben oder acht Punkte bis zum Relegationsplatz, sondern nur drei. Das ist bei noch vier verbleibenden Spielen machbar.“

Ist es. Theoretisch. Doch so, wie Werder derzeit auftritt, sind selbst drei Punkte unfassbar viel. Engagiert ja, torgefährlich nein – das ist die kürzeste Beschreibung dessen, was die Bremer zu leisten imstande sind. Und am Ende macht das Team dann verlässlich den einen Fehler, der das Spiel entscheidet. Am Sonntagnachmittag war es Kevin Vogt, der Wout Weghorst den Siegtreffer köpfen ließ (82.). Und VfL-Trainer Oliver Glasner verriet hinterher, dass er sich die Bremer genauso zurechtgelegt und sich das Drehbuch des Spiels genauso vorgestellt hatte. „Wir wollten die Mitte zumachen und Werder in Räumen, die wir kontrollieren konnten, den Ball lassen. Wir haben gehofft, dass sie hinten raus müde werden würden. Schön, dass es so aufgegangen ist“, meinte der Österreicher und dokumentierte damit, wie leicht es längst ist, den von Florian Kohfeldt trainierten SV Werder Bremen auszugucken und auszubremsen.

Werder Bremen brachte gegen den VfL Wolfsburg nach Halbzeit eins kaum noch etwas zu Stande

Das größte Bremer Übel ist aber nicht der eine Fehler in einer ansonsten recht stabilen Defensive gewesen, sondern die bemitleidenswerte Harmlosigkeit im Angriff. Nach zwei, drei guten Szenen in Halbzeit eins brachte Werder Bremen kaum noch etwas zustande. „Unser Verhalten im letzten Drittel ist schlecht – dafür gibt es kein anderes Wort“, räumte Florian Kohfeldt abermals ein. Und weil das Ganze keine Momentaufnahme ist, sondern ein Dauerzustand (woran auch die 1:0-Siege in Freiburg und auf Schalke nichts ändern), bleibt die Frage, wie Werder in den letzten vier Partien die nötigen Tore schießen will, um die drei Punkte (und sechs Treffer) auf Fortuna Düsseldorf auf dem Relegationsrang aufzuholen. 

Die Antwort könnte Niclas Füllkrug heißen. Nach seinem Kreuzbandriss steht der Stürmer seit Donnerstag wieder im Teamtraining, am kommenden Samstag soll er im so wichtigen Spiel bei Liga-Schlusslicht SC Paderborn wieder im Werder-Kader stehen. Dass an sein Comeback Hoffnungen geknüpft sind, ist klar. Kohfeldt will es aber nicht übertreiben: „Ich will nicht den Druck auf seine Schultern laden und sagen: ,Endlich kommt der Messias zurück!‘ Niclas wird zunächst nur eine Alternative für die Bank sein.“ Aber immerhin das. Gegen Wolfsburg war der Effekt von der Bank trotz der Einwechslung von vier Offensiven gleich null.

Werder Bremen jetzt drei Punkte hinter dem Relegationsplatz

Deshalb hat Werder Bremen ein Spiel verloren, das nicht hätte verloren gehen müssen. Deshalb steht Werder Bremen jetzt drei Zähler hinter dem Relegationsrang und sechs hinter dem rettenden Platz 15, den weiterhin Mainz 05 innehat. Weil das Kohfeldt-Team am vorletzten Spieltag auch noch in Mainz ran muss, könnte man den Bremern zwar noch eine echte Chance auf den direkten Klassenerhalt einräumen. Doch davon will selbst Berufoptimist Kohfeldt (vorerst) nichts wissen. „Ich habe das nicht abgeschrieben, aber wir sollten erstmal wieder ein Spiel gewinnen. Ich sollte jetzt nicht darüber fabulieren, ob wir sechs Punkte aufholen. Wir sollten erstmal in Paderborn gewinnen, das wird schwer genug. Und danach sehen wir, wie die Tabelle aussieht.“

Im Moment sieht sie so aus, dass Werder Bremen runter muss in Liga zwei. Aber in dieses Schicksal wird sich das Team nicht fügen – jedenfalls nicht, so lange der Klassenerhalt noch möglich ist. Der Weg dahin führt vermutlich aber nur über die Relegation, das sieht auch Kohfeldt so: „Wir sind keine tote Mannschaft. Wir werden um diesen Relegationsplatz kämpfen, das ist unser Ziel. Und wenn wir dann über die Relegation kommen, haben wir noch zwei Chancen. Aufgeben gilt auf keinen Fall.“ (csa)

Zum Spielbericht um 15.30 Uhr:

Nächste Heimpleite gegen Wolfsburg: Werder Bremen taumelt Richtung 2. Liga

Bremen - Der Druck war groß, riesengroß sogar, denn die Konkurrenz im Tabellenkeller hatte schließlich vorgelegt - und standgehalten hat Werder Bremen ihm am Sonntagmittag nicht. Im wichtigen Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg kassierte die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt eine 0:1 (0:0)-Niederlage und steht nun mit mindestens einem Bein in der 2. Liga. Der Rückstand des Tabellen-17. auf den Relegationsplatz beträgt drei, der aufs rettende Ufer sogar schon sechs Zähler - bei schlechterer Tordifferenz als die Konkurrenten aus Düsseldorf und Mainz.

Werder Bremen zunächst aktiver als VfL Wolfsburg

Kohfeldt hatte im Vergleich zum 0:3 gegen Frankfurt gleich mehrere Wechsel in seiner Startelf vorgenommen. Ludwig Augustinsson agierte erstmals seit Anfang März wieder als Linksverteidiger, Marco Friedl musste dafür zurück auf die Bank. Dort saßen auch Davie Selke, der wieder von Josh Sargent ersetzt wurde, und Fin Bartels, für den Philipp Bargfrede ins Team gerückt war. Bitter für Werder: Milot Rashica hatte es wegen einer Verletzung des Sprunggelenks gar nicht erst in den Kader geschafft, und Leonardo Bittencourt musste sich erneut leicht angeschlagen mit der Rolle als Ersatzspieler begnügen. Taktisch hatte sich Kohfeldt für ein 3-5-2-System entschieden, mit Kevin Vogt als zentralem Mann in der Abwehrreihe.

Während des ersten Durchgangs waren die Bremer die etwas bessere, weil aktivere Mannschaft. Zwar sprangen bei den Offensivbemühungen der Gastgeber nicht gerade reihenweise Chancen heraus - trotzdem war der Auftritt ordentlich. Nach einer Hereingabe von Davy Klaassen wurde Sargent von Maximilian Arnold im letzten Augenblick noch am Abschluss gehindert (24.). Wenig später fand Yuya Osako nach schönem Pass des spielfreudigen Bargfrede seinen Meister in Wolfsburgs Torhüter Koen Casteels (31.), der von Januar 2015 bis Juli 2015 bei Werder Bremen zwischen den Pfosten gestanden hatte.

Werder Bremen: Schrecksekunde nach Jiri Pavlenka-Querschläger

In der 38. Minute forderten die Bremer dann Handelfmeter, weil Xaver Schlager den Ball nach einem Schuss von Maximilian Eggestein aus kurzer Distanz an den Arm bekommen hatte. Nach Rücksprache mit dem Video-Assistenten gab Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus zu Recht keinen Strafstoß. Wolfsburg tauchte vor der Pause nur selten vor dem Bremer Tor auf. Die gefährlichsten Szenen: Torhüter Jiri Pavlenka und Milos Veljkovic klärten mit vereinten Kräften gegen Wout Weghorst (13.), und später sorgte Pavlenka mit einem Querschläger für eine Schrecksekunde (32.).

Auch nach dem Wechsel hatte Werder zunächst mehr Spielanteile, schaffte es aber nicht, gefährlich zum Abschluss zu kommen. Bis zum Wolfsburger Strafraum lief der Ball ganz ordentlich, dann fehlte es jedoch an der nötigen Kreativität und Durchschlagskraft, um ein Bundesligaspiel gewinnen zu können. Florian Kohfeldt reagierte, brachte Bartels in der 61. Minute für Bargfrede, um die Offensive zu stärken. Das Spiel hatte sich gerade durch heftige Regenfälle zu einer Wasserschlacht entwickelt. Standardsituationen wären da ein probates Mittel gewesen, Werder machte aus seinen aber viel zu wenig.

Werder Bremen: Wout Weghorst trifft in Schlussphase für VfL Wolfsburg

Ein Beispiel? Augustinsson verzichtete auf nassem Boden auf einen Aufsetzer und schoss den Ball aus guter Freistoß-Position über das Tor (68.). Defensiv ließen die Bremer gegen harmlose Wolfsburger bis zur Schlussphase nicht viel zu - Felix Klaus (72.) und Schlager (73.) schossen drüber, das war es bis dato aber auch. Und vorne begann spätestens mit der Einwechslung von Leonardo Bittencourt das Hoffen auf den Lucky Punch. Schlager hätte ihn auf der anderen Seite beinahe gesetzt - sein Schuss aus der Distanz ging an die Latte (81.). Wout Weghorst machte es kurz darauf besser und köpfte Werder ein riesengroßes Stück in Richtung 2. Liga - 1:0 (82.).

Werders Heimbilanz bleibt damit weiterhin desaströs. Nur ein Sieg aus 15 Spielen, dazu ein Torverhältnis von 9:34 - keine Frage: Das sind Zahlen eines Absteigers. Vier Spiele bleiben den Bremern nun noch, um den Abstieg doch noch irgendwie zu verhindern. Am kommenden Samstag geht es zum Tabellenletzten SC Paderborn. (dco)

SV Werder Bremen: Pavlenka - Veljkovic, Vogt, Moisander - Gebre Selassie, Bargfrede (61. Bartels), Augustinsson, M. Eggestein, Klaassen (85. Woltemade) - Sargent (76. Bittencourt), Osako (85. Selke)

VfL Wolfsburg: Casteels - Mbabu, Pongracic, Brooks, Roussillon (88. Tisserand) - Schlager, Arnold (88. Guilavogui), Joao Victor (64. Claus), Brekalo - Mehmedi (64. Ginczek), Weghorst

Fotostrecke: Werder verliert gegen Wolfsburg

Werder Bremen gegen VfL Wolfsburg
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Werder Bremen gegen VfL Wolfsburg: Live-Ticker zum Nachlesen

Abpfiff. Werder Bremen verliert gegen den VfL Wolfsburg mit 1:0. Wenn man vorne keine Chancen rausspielt und hinten in der entscheidenden Phase pennt, kann man kein Spiel gewinnen. Die Luft im Abstiegskampf wird nun immer dünner.

90. Min+5: Werder kommt nochmal zu zwei Flanken, die Gebre Selassie nicht verwerten kann.

90. Min+4: Bittencourt mit dem Chipball aus dem Mittelfeld ins Toraus. Gleich ist Schluss.

90. Min+3: Noch rund eine Minute. Werder hat den Ball in der eigenen Hälfte und sucht einen Weg nach vorne.

90. Min+2: Sechs Punkte und 9:34 Tore. Das ist die Bremer Heimbilanz in 15 Heimspielen in dieser Saison.

90. Min+1: Ein wenig Hoffnung: Steinhaus wird vier Minuten nachspielen lassen.

90. Min: Lange Zeit bleibt nicht mehr um hier zumindest noch einen Punkt in Bremen zu behalten.

88. Min: Auch Wolfsburg nochmal mit dem Doppelwechsel. Guilavogui und Tisserand kommen für Arnold und Roussillon.

87. Min: Werder kommt einfach nicht dazu vorne für Gefahr zu sorgen.

86. Min: Kohfeldt bringt nochmal Selke und Woltemade für Klaassen und Osako. Alles noch vorn jetzt!

85. Min: Wolfsburgs Plan geht hier offenbar auf. Werder kommen lassen, weil sie eh offensiv nichts zu Stande bringen und dann im entscheidenden Moment selbst zuschlagen.

83. Min: Glasner wechselt. Schlager weicht für Gerhardt.

Werder Bremen gegen den VfL Wolfsburg im Live-Ticker - Der Werder-K.O.? Weghorst köpft zum Wolfsburger Führungstor ein

82. Min: Unfassbar! Bittencourt verliert vorne den Ball schlampig. Mbabu hat dann viel zu viel Platz im Mittelfeld. Mit Übersicht bringt er den Ball auf Klaus, der sehenswert auf den startenden Weghorst flankt. Vogt bleibt stehen.

82. Min: Und da ist es passiert! Wout Weghorst köpft nach Klaus-Flanke ein nachdem Vogt mal wieder einfach stehen bleibt.

81. Min: Nach dem darauffolgenden Freistoß kommt Wolfsburg mehrfach zum Schuss. Am Ende trifft Schlager die Latte. Durchatmen!

79. Min: Mehr gelbe Karten als klare Torchancen in diesem Spiel. Leo Bittencourt kommt gegen Klaus zu spät und sieht den gelben Karton.

77. Min: Roussillon wird im eigenen Strafraum von Bartels unter Druck gesetzt. Der Niederländer muss ins Seitenaus klären.

76. Min: Bittencourt betritt den Rasen für den stark verbesserten Josh Sargent.

75. Min: Gebre Selassie mal mit ein bisschen Platz zum flanken. Augustinsson schafft es aber nicht den Ball aufs Tor zu bringen.

73. Min: Glück für Werder. Vogt mit einer Unsicherheit, die fast zu einem Abschluss von Weghorst führt. Stattdessen Ecke Brekalo, die flach auf den freistehenden Schlager gespielt wird. Der Österreicher ist aber kein Vollstrecker.

72. Min: Es regnet hier wirklich in Strömen. Kann sich irgendeine Mannschaft aus den geänderten Bedingungen einen Vorteil verschaffen?

Werder Bremen gegen den VfL Wolfsburg im Live-Ticker - Keine Torchancen in der zweiten Hälfte

70. Min: Zwanzig Minuten vor dem Ende ist das Ergebnis weiterhin leistungsgerecht. In der zweiten Hälfte gab es noch keine großen Torchancen.

69. Min: Es gießt hier jetzt aus Kübeln. Spielerisch macht es das für beide Teams nicht einfacher.

68. Min: Augustinsson macht's direkt. Leider zu unplatziert.

66. Min: Sargent und Bartels treiben den Ball schön nach vorne, wo Osako wartet. Mbabu foult den Japaner kurz vorm Strafraum und sieht gelb. Gute Gelegenheit jetzt!

65. Min: Augustinsson foult seinen speziellen Freund Mbabu sehr offensichtlich. Der Freistoß wieder ungefährlich. Das macht Werder gut.

64. Min: Wolfsburg wechselt nun auch. Ginczek und Klaus kommen für Mehmedi und Joao Victor.

61. Min: Erster Wechsel der Partie: Philipp Bargfrede verlässt den Platz, Finn Bartels kommt rein.

60. Min: Wolfsburg ist bei Standards bisher ungefährlich, bleibt bei den zweiten Bällen aber zu häufig im Ballbesitz.

59. Min: Nach dem Freitoß gelingt es Wolfsburg stark zu kontern. Veljkovic rettet in letzter Not zur Ecke.

58. Min: Sargent legt sich den Ball gegen zwei Wolfsburger nach hinten und zwingt Pongracic dazu ihn taktisch zu foulen. Gelb für den Kroaten.

56. Min: Vielleicht kommt die Hilfe ja von oben!? Es fängt an zu regnen.

54. Min: Und der Freistoß kommt gut. Veljkovic rauscht erst mit dem Kopf gegen den Ball, dann gegen Brooks. Aua!

53. Min: Xaver Schlager ohne Kompromisse gegen Sargent. Gelb für den Österreicher, Freistoß für den Amerikaner.

52. Min: Die ersten Minuten der zweiten Hälfte gehören dem VfL. 

49. Min: Mbabu flankt auf den langen Holländer! Der stütz sich auf und kommt trotzdem nicht vernünftig zum Kopfball. Gut so.

48. Min: Sargent mit dem ganz klaren taktischen Foul gegen Roussillon. Bibi zückt die gelbe Karte. 

47. Min: Endlich kommt Augustinsson auf dem Flügel mal zum Flanken. Casteels aber wie sooft aufmerksam.

47. Min: Beide Trainer haben nicht ausgewechselt.

Werder Bremen gegen den VfL Wolfsburg im Live-Ticker - Kein Wechsel zur zweiten Halbzeit

46. Min: Das Spiel läuft wieder! Jetzt einfach mal anders machen als gegen Frankurt! 

Halbzeit. Werder und Wolfsburg gehen mit einem torlosen Remis in die Kabine. Das Ergebnis spielt den Spielverlauf ganz gut wieder. 

45. Min+1: Arnold zieht den Freistoß direkt auf das Tor. Die rund 35 Meter sind aber selbst für einen Standardexperten wie ihn zu weit.

45. Min: Davy Klaassen rauscht in Maximillian Arnold rein und sieht zurecht die gelbe Karte.

44. Min: Klaassen ist die ausführende Kraft hinter einem Freistoß, der zu einem schwachen Kopfball von Osako führt.

43. Min: Augustinsson kommt gegen Mbabu überhaupt nicht zum Zuge. Jetzt wird immerhin mal ein Foul für ihn gepfiffen.

41. Min: Es gibt keinen Elfmeter. Kann man so entscheiden.

38. Min: Wunderbarer Pass von Bargfrede in den Lauf von Gebre Selassie. Der Tscheche flankt in die Mitte, wo keiner abnimmt. Danach kommt Eggestein zum Schuss. Xaver Schlager bekommt den Ball im Strafraum an die Hand. Der VAR prüft.

37. Min: Wolfsburg in Überzahl auf dem Weg Richtung Werder-Tor. Brekalo, Mehmede und Weghorst sind bisher aber ebenso uneffizient wie Sargent und Osako.

32. Min: Uff...Pavlenka will den Ball weghauen aber spielt flach einen Wolfsburger kurz vorm Tor an. Der kann damit zum Glück nicht allzu viel anfangen. 

31. Min: Erste gute Aktion von Yuya Osako, der in den letzten Wochen sehr kritisch beäugt wird. Bargfrede setzt den Japaner gut in Szene, der von der Strafraumkante abzieht. Casteels ist zur Stelle. Eventuell wäre ein Pass auf den freien Nebenmann schlauer gewesen.

31. Min: Werder hat zwar ein bisschen mehr Ballbesitz, in der Zweikampfquote hat Wolfsburg aber die Nase vorn.

28. Min: Bargfrede trabt neben Pongravic her, der Joao Victor über außen mitnimmt. Der Brasislianer flankt in die Mitte, wo Mehmedi einen Bremer anschießt.

25. Min: Einiges erinnert hier bisher an das Spiel vom Mittwoch gegen Frankfurt. Werder macht mehr, schafft es aber vorne nicht genug Torgefahr auszustrahlen. Wolfsburg wartet auf Konter und wirkt als ob sie Werder erstmal kommen lassen wollen.

Werder Bremen gegen den VfL Wolfsburg im Live-Ticker - Sargent und Osako mit der ersten großen Werder-Chance

23. Min: Guter Angriff der Bremer! Klaassen bringt die Flanke in die Mitte, wo Osako den Ball nicht richtig trifft. Etwas dahinter lauert Sargent, der aber im letzten Moment von Arnold geblockt wird. Da war mehr drin!

22. Min: Wolfsburg presst nun früher und schafft es immer wieder Werder zu Ballverlusten zu zwingen. Mehr als ein paar Einwürfe sind da aber noch nicht bei rausgesprungen.

18. Min: Wer weiß, vielleicht stimmen die Ersatzspieler um Selke, Bittencourt und Co. ja gleich ,,Forza SVW'' an.

17. Min: Interessant: Werder sorgt hier tatsächlich für ein bisschen Heimspielatmosphäre. Ein Werderbetreuer hat eine Art Metallkiste und ein Stück Holz dabei, mit dem er regelmäßig den Trommler zu spielen scheint.

13. Min: Großchance Wolfsburg. Weghorst ist nach Veljkovic-Patzer allein auf dem Weg zum 1:0 für die Wölfe. Der Holländer kann den Ball zwar an Pavlenka vorbeilegen, doch hat er nicht genügend Druck dahinter gebracht. Veljkovic kann selber klären.

12. Min: Werder ist besser im Spiel, kann sich aber im letzten Drittel noch nicht durchsetzen.

10. Min: Super Pass auf Augustinsson. Der Schwede braucht aber zu lange um zu reagieren, so dass Wolfsburgs Rechtsverteidiger Mbabu zur erneuten Ecke klärt.

7. Min: Nächster Standard für Werder. Augustinsson steht zum dritten Mal an der linken Eckfahne. Werder bleibt danach zwar noch über einige Stationen im Ballbesitz, am Ende hat aber Casteels den Ball in seinen Händen.

6. Min: Augustinsson zieht den Eckball auf den ersten Pfosten, wo Gebre Selassie versucht zu verlängern. Wolfsburg passt auf und klärt zur zweiten Werder-Ecke, die aber ungefährlich bleibt.

5. Min: Erstes gutes Zusammenspiel zwischen Osako und Sargent, das zu einer Ecke führt. 

Werder Bremen gegen den VfL Wolfsburg im Live-Ticker - Anpfiff im Weserstadion

3. Min: Gewöhnungsbedürftige Trikotauswahl der beiden Kontrahenten. das hellblaue Trikot der Wolfsburger ist nicht so weit vom Werder-Grün entfernt. Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus hatte offenbar nichts dagegen.

1. Min: Anpfiff - Das Spiel läuft! Und gleich hört man wieder die Bremer Bank! 

13.30 Uhr: Es gibt gerade eine Schweigeminute gegen Rassismus. Alle Spieler knien auf dem Boden, wie Colin Kaepernik (NFL-Profi), der vor ein paar Jahren erstmals diese Geste als Protest wählte.

13.29 Uhr: Freunde, seid ihr ein bisschen aufgeregt? Das heutige Spiel ist sowas von wichtig!

13.28 Uhr: Gleich geht's los! Aus den Stadionboxen dröhnt ,,Lebenslang Grün-Weiß'' 

13.26 Uhr: Noch was zum Mutmachen gefällig? In den letzten Jahren sah es im heimischen Stadion immer gut gegen Wolfsburg aus. Seit 2015 gab es keinen Auswärtssieg mehr. Im Hinspiel gewann die Elf von Florian Kohfeldt zudem mit 3:2.

13:21 Uhr: Wolfsburg hat vier der letzten fünf Auswärtsspiele gewonnen. Werders Heimbilanz ist dagegen erschreckend. Seit September gab es keinen Dreier mehr im Weserstadion.

13:18 Uhr: Als ob das Spiel an sich nicht schon genug Feuer mit sich bringt. Werder hat sechs Punkte Rückstand auf das rettende Ufer - drei auf den Relegationsplatz. Wolfsburg kann mit einem Sieg auf den sechsten Platz springen, welcher am Ende der Saison die Qualifikation für die Europa League sichern würde.

13:15 Uhr: Vielleicht wundert es Glasner auch nur, dass im Weserstadion selbst ohne Fans mehr Stimmung herrscht als in Wolfsburg mit?

Werder Bremen gegen den VfL Wolfsburg im Live-Ticker - Baumann kontert Glasner, der Werder fehlende Solidarität vorwirft

13:13 Uhr: Frank Baumann konterte auf seine ruhige Art sehr bestimmt. Die Aussagen von Glasner seien befremdlich, abenteuerlich und absurd. Man versuche Leidenschaft von der Bank aufs Feld zu projizieren und habe sich nichts vorzuwerfen.

13:11 Uhr: Etwas dagegen hat Wölfe-Coach Oliver Glasner, der unter der Woche für Unverständnis auf Bremer Seite gesorgt hat. Folgenden Kommentar muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: ,,Gerade Werder Bremen hat während der Corona-Pause sehr häufig von Solidarität gesprochen, weil sie sehr lange Zeit nur in kleinen Gruppen trainieren durften. Deshalb wäre es jetzt auch ein Zeichen der Solidarität, die Atmosphäre in den Stadien nicht zu den eigenen Gunsten auszunutzen.'' 

13:07 Uhr: Werder braucht gegen die Gäste aus Wolfsburg heute dringend einen Sieg um den Anschluss auf Düsseldorf und Mainz nicht zu verlieren. Beide konnten gestern punkten.

13:02 Uhr: Weiterhin nicht im Kader: Pizarro, Toprak, Füllkrug, Möhwald und Sahin. Zumindest bei Toprak und Füllkrug sieht es so aus als ob sie noch vor Saisonende zurückkehren könnten.

12.52 Uhr: Finn Bartels kehrt nach seinem Startelf-Einsatz gegen die Eintracht vorerst wieder auf die Bank zurück. Wie alle Bremer wirkte er am Mittwoch zumindet sehr bemüht. Viel mehr aber auch nicht.

12.45 Uhr: Besonders bitter für Werder: Milot Rashica hat gegen Frankfurt einen Schlag abbekommen und leidet zudem an Sprunggelenksproblemen. Es reicht daher nicht für das heutige Spiel.

12.37 Uhr: In Wolfsburg laufen u.a. mit Torjäger Wout Weghorst und Admir Mehmedi auf. Kapitän ist der ehemalige Werder-Keeper Koen Casteels, der 2015 mal sechs gute Spiele für Werder absolviert hat.

12.35 Uhr: Im Sturm sollen also Josh Sargent und Yuya Osako für die nötigen Tore sorgen. Die bisherige Saisonbilanz spricht nicht gerade für die beiden. Osako hat vier Mal, Sargent drei Mal geknipst.

Werder Bremen gegen den VfL Wolfsburg im Live-Ticker - Drei Änderung im Vergleich zum Frankfurt-Spiel

12.33 Uhr: Kohfeldt hat sich für die Partie offenbar einiges einfallen lassen - Werders Aufstellung weicht personell jedenfalls auf mehreren Positionen von der während des 0:3 gegen Frankfurt ab. Hinten links kehrt Ludwig Augustinsson ins Team zurück und ersetzt Marco Friedl. Leonardo Bittencourt (sitzt auf der Bank) und Milot Rashica (gar nicht im Kader) fehlen in der Anfangsformation. Dafür taucht dort der Name Philipp Bargfrede wieder auf. Da auch Kevin Vogt spielt, kommen taktisch zwei Möglichkeiten in Betracht: Ein 3-5-2-System mit Dreier-/Fünferkette oder die klassische Raute im Mittelfeld.

12.28 Uhr: Die Bremer Bank: Kapino, Lang, Selke, Bittencourt, Langkamp, Bartels, Friedl, Groß, Woltemade

12.27 Uhr: Hier die Aufstellung der Bremer: Pavlenka, Gebre Selassie, Veljkovic, Moisander, Augustisson - Vogt, Bargfrede, M. Eggestein, Klaassen - Osako, Sargent

12:24 Uhr: Moin, moin zum Live-Ticker zum immens wichtigen Heimspiel zwischen dem SV Werder Bremen und dem VfL Wolfsburg. Gleich geht es mit den Aufstellungen los.

Der Vorbericht vom 6. Juni 2020:

Werder Bremen gegen VfL Wolfsburg enorm unter Druck: Die Konkurrenz punktet

Bremen – Jetzt ist der Druck auf Werder Bremen gewaltig! Der Samstag hat im Abstiegskampf der Bundesliga Ergebnisse geliefert, die das Heimspiel des Vorletzten gegen den VfL Wolfsburg (Sonntag, 13.30 Uhr, Liveticker der DeichStube) unter eine klare Überschrift stellt: Siegen ist Pflicht! Nachdem im Tabellenkeller alle Konkurrenten gepunktet haben, muss der SV Werder Bremen gegen den VfL Wolfsburg unbedingt nachziehen, um nicht immer mehr Boden zu verlieren.

Am Samstag lief die 76. Spielminute, als in Düsseldorf und Frankfurt zwei Tore fielen, die für lange Gesichter beim SV Werder Bremen gesorgt haben dürften. Fortuna Düsseldorf gelang gegen 1899 Hoffenheim das 2:2, holte so einen Punkt und baute den Vorsprung auf die Bremer auf drei Punkte (bei einem um vier Treffer besseren Torverhältnis) aus. Und in Frankfurt machte Mainz 05 mit dem 2:0 alles klar gegen die Eintracht. Der Vorsprung des Liga-15. auf Werder beträgt nun sechs Punkte – das ist schon ein Brett. Es sei denn, Werder Bremen siegt gegen VfL Wolfsburg ebenfalls. Aber ob die Bremer es wirklich schaffen, sich nach dem 0:3 gegen Frankfurt am Mittwoch binnen vier Tagen wieder aufzurappeln?

Werder Bremen-Trainer Florian Kohfeldt: „Überzeugt, dass wir den Klassenerhalt schaffen werden“

Es wird niemanden in Erstaunen versetzen, dass Trainer Florian Kohfeldt genau davon überzeugt ist: „Wir haben schon gezeigt, dass wir mit diesem Druck umgehen können, als wir nach dem 1:4 gegen Leverkusen zurückgekommen sind.“ Danach passierte, was Kohfeldt im Rückblick die „sieben guten Halbzeiten“ nennt. Zwei gegen Freiburg (1:0), zwei gegen Mönchengladbach (0:0), zwei gegen Schalke 04 (1:0) sowie eine am Mittwoch gegen Frankfurt. Im zweiten Durchgang verfiel Werder Bremen dann in alte Fehler, kassierte drei Tore, zwei durch Standards. Zurück im Krisenmodus!

Aber Kohfeldt orientiert sich – wie so oft in dieser Saison – auch hier nicht am Schlechten, sondern am Guten und vermeidet bei eigenen Auftritten Panik und Hektik. Beides hatte sein Team in der schlechten achten Halbzeit gegen die Eintracht zur Genüge gezeigt. Kohfeldt: „Wir sind beim Rückschlag nicht ruhig geblieben.“ Doch genau das ist jetzt gefragt. Die anderen – auch Schlusslicht SC Paderborn mit dem 1:1 bei RB Leipzig – haben am Samstag gepunktet. Ergebnisse wie Dolchstöße für Werder Bremen. Kohfeldt liest die Tabelle aber so: „Insgesamt sind wir dabei beim Kampf um den Klassenerhalt. Bei uns hat niemand damit gerechnet, dass wir durchmarschieren und zwei Spieltage vor Schluss gerettet sind. Wir wissen, es wird bis zum letzten Spieltag gehen. Ich bin überzeugt, dass wir den Klassenerhalt schaffen werden.“

Werder Bremen hat die letzten vier Heimspiele gegen den VfL Wolfsburg gewonnen

Tatsächlich würde ein Sieg über den VfL Wolfsburg Punktgleichheit mit Düsseldorf auf dem Relegationsplatz bedeuten. Die chronische Heimschwäche der Bremer (zehn von 14 Heimspielen verloren, nur eines gewonnen) ist allerdings alles andere als ein gutes Vorzeichen. Außerdem sind Heimsiege im Geisterspielmodus grundsätzlich zur absoluten Seltenheit geworden. In den bislang 43 Bundesliga-Partien ohne Zuschauer gewann nur zehnmal das Heimteam – die Quote liegt unter 25 Prozent. 21 Auswärtssiege sind dagegen beinahe 50 Prozent. Es sind Statistiken, die dem SV Werder Bremen wenig Mut machen dürften. Aber immerhin: Gegen den VfL Wolfsburg haben sie die letzten vier Heimspiele alle gewonnen. Ein Lichtblick im düsteren Datenwald.

Für Siege braucht es jedoch Tore – und das Werder mit der Produktion selbiger Riesenprobleme hat, wurde nicht erst in den letzten Spielen klar. Fünf Partien, drei Treffer – ziemlich mager. Aber wieder hat Florian Kohfeldt den guten Ansatz gesehen: „Durchschlagskräftiger nach vorne zu werden, ist natürlich ein Thema für uns. Wir kommen aber sehr häufig in aussichtsreiche Situationen, entwickeln daraus jedoch nicht die klaren Chancen. Das sind die Aufgaben für das Spiel gegen den VfL Wolfsburg.“ Und gewinnen nicht vergessen! (csa)

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