Im Mitglieder-Newsletter des SV Werder Bremen taucht das Thema Abstieg nicht auf. Einige Fans sind irritiert. (Auf dem Foto ist die Vereins-Homepage abgebildet.)
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Im Mitglieder-Newsletter des SV Werder Bremen taucht das Thema Abstieg nicht auf. Einige Fans sind irritiert. (Auf dem Foto ist die Vereins-Homepage abgebildet.)

Werder-Fans irritiert

Werders Mitglieder-Newsletter sorgt für Fan-Verwunderung: Kein Wort über den Abstieg

Bremen - Als wäre das alles niemals passiert, als wäre dieser letzte Spieltag nur ein böser Traum gewesen. Einige Mitglieder des SV Werder Bremen haben sich jedenfalls verwundert die Augen gerieben, als sie zu Wochenbeginn die neueste Version des offiziellen „Mitglieder-Newsletters“ ihres Vereins gelesen haben. Denn vom Abstieg aus der Bundesliga steht darin kein Wort.

Nach einer persönlichen Anrede beginnt die E-Mail mit dem Satz „hiermit erhältst du den Mitglieder-Newsletter mit allen relevanten Themen rund um die Werder-Familie.“ Es folgt ein Artikel über die Mittelstandsanleihe des Vereins, dann Neuigkeiten aus der Handball- und Turnabteilung sowie ein Spielbericht über die 0:2-Heimniederlage der Werder-Frauen gegen Turbine Potsdam. Dass die Bundesliga-Herren des SV Werder Bremen drei Tage vor dem Versand des Newsletters (als Datum steht der 25. Mai in der Kopfzeile) nach 41 Jahren aus der Bundesliga abgestiegen sind, wird hingegen nicht erwähnt. Weshalb sich mehrere Mitglieder verwundert an die DeichStube gewandt haben.

Werder Bremen erklärt, warum der Abstieg im Mitglieder-Newsletter nicht auftaucht

Michael Rudolph, Werders Direktor Kommunikation, erklärte auf Nachfrage: „Der Mitglieder-Newsletter ist so konzipiert, dass er sich auf Nachrichten aus den sechs Abteilungen fokussiert und keine Profi-Fußball-Meldungen verbreitet. Dafür bieten wir einen gesonderten Newsletter an.“ Für die Irritation der Fans zeigte Rudolph aber Verständnis: „Durch die automatisierte Erstellung unter diesen Vorgaben ist am Dienstag die Situation entstanden, dass der Abstieg in dieser Aussendung nicht thematisiert wurde. Das ist unglücklich und tut uns leid.“

Grundsätzlich wolle Werder Bremen aber an der inhaltlichen Ausrichtung des Mitglieder-Newsletters festhalten, „wir werden aber solche Sonder-Situationen in Zukunft besser lösen und wollen den Newsletter künftig persönlicher gestalten“, sagte Rudolph. (dco)

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