Frank Baumann will trotz des Abstiegs mit Werder Bremen Sportchef der Grün-Weißen und die Mission Wiederaufstieg angehen.
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Frank Baumann will trotz des Abstiegs mit Werder Bremen Sportchef der Grün-Weißen und die Mission Wiederaufstieg angehen.

Trotz Kritik am Manager

Sportchef Frank Baumann will bei Werder bleiben und sofort wieder aufsteigen

Bremen – Auch Frank Baumann hat der erste Abstieg des SV Werder Bremen ziemlich mitgenommen, doch der Sportchef will seine Arbeit fortsetzen und geht davon aus, dass er das auch darf. Der 45-Jährige hat sogar schon Gespräche mit Trainerkandidaten geführt und will bereits in den nächsten ein bis zwei Wochen eine Lösung präsentieren, berichtete Baumann am Samstagabend nach der 2:4-Pleite gegen Mönchengladbach in einer kleinen Medienrunde.

Das Gespräch war nur wenige Minuten vorbei, da drangen allerdings ziemlich unschöne Sprechchöre ins Innere des Weserstadions. „Baumann raus“, skandierten wütende Fans des SV Werder Bremen, die draußen vergeblich auf die Mannschaft und vor allem den Sportchef warteten. „Das ist für alle Werder-Fans und für alle, die für Werder arbeiten natürlich ein brutal bitterer Tag“, hatte Frank Baumann zuvor gesagt und dabei auch extrem niedergeschlagen gewirkt. „Wir haben es nicht geschafft, insofern habe ich eine Verantwortung für diesen Abstieg – keine Frage“, gestand Baumann.

Werder Bremen-Sportchef Frank Baumann will bleiben: „Der Abstieg trifft uns nicht völlig überraschend“

Doch er betonte auch, dass er sich dieser Verantwortung stellen werden – und zwar nicht durch Weglaufen, sondern mit der Fortsetzung seiner Arbeit als Geschäftsführer Profifußball bei Werder Bremen. Den Posten bekleidet er seit fünf Jahren, sein Vertrag läuft noch eine Spielzeit. „Wir brauchen einen neuen Trainer und einen großen Wandel im Kader, weil wir nicht unsere Leistungen abgerufen haben. Wir brauchen dabei schnelle Entscheidungen. Ich bin bereit, diese Planungen, die wir schon zweigleisig gefahren haben, auch weiter umzusetzen“, sagte ein nun entschlossen wirkender Frank Baumann und fügte noch an: „Ab morgen beginnen die Planungen. Wir haben keine Zeit zu verlieren. Wir sind darauf vorbereitet, der Abstieg trifft uns nicht völlig überraschend.“

Die vergangene Saison werde gewiss noch kritisch aufgearbeitet – genauso wie in der Vergangenheit, so Baumann. Aber er geht fest davon, dass der Aufsichtsrat weiter an ihm festhalten wird: „Ich habe keine Anzeichen dafür, dass das Vertrauen nicht mehr da ist oder mir entzogen wird.“ Aufsichtsratschef Marco Bode hatte sich bereits in den vergangenen Tagen in einem Interview mit der DeichStube* entsprechend geäußert und eine Fortsetzung der Zusammenarbeit angekündigt.

Sportchef Frank Baumann glaubt: Werder Bremen hat schon Ende Mai Klarheit in der Trainerfrage

Frank Baumann ist derweil schon aktiv gewesen, was die Planungen für die neue Saison betrifft. Erste Gespräche mit möglichen Trainerkandidaten oder deren Beratern habe er bereits geführt. „Ich denke, dass wir Ende Mai, spätestens in den ersten Juni-Tagen schon Klarheit haben werden“, berichtete Baumann. Offenbar ist er gut vorbereitet, obwohl die Trennung von Coach Florian Kohfeldt erst vor einer Woche erfolgt war. Möglicherweise herrschte da bereits Gewissheit, dass es in der nächsten Saison einen neuen Trainer geben muss.

Thomas Schaaf war nur eine Interimslösung, könnte aber zumindest als Technischer Direktor im Club bleiben, deutete Baumann an. Und dann stellte der Sportchef auch noch unmissverständlich klar, was er von der neuen Saison, Werder Bremens erster seit 41 Jahren in der Zweiten Liga, erwartet: „Es muss das Ziel sein, dass wir die Rahmenbedingungen so schaffen, dass wir direkt wieder aufsteigen können. Das ist möglich, das haben andere Clubs auch schon gezeigt.“ (kni) Auch interessant: Verdienter Abstieg! Nach den Tränen braucht Werder Bremen schnelle Lösungen - ein Kommentar! *DeichStube.de ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Mediengruppe Kreiszeitung und der WESER-KURIER Mediengruppe sowie ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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