Enttäuscht nach dem 0:0 des SV Werder Bremen im Relegations-Hinspiel gegen den den 1.FC Heidenheim: Davy Klaassen  und Werder-Trainer Florian Kohfeldt (re.)
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Enttäuscht nach dem 0:0 des SV Werder Bremen im Relegations-Hinspiel gegen den den 1.FC Heidenheim: Davy Klaassen  und Werder-Trainer Florian Kohfeldt (re.)

Werder in der Relegation erschreckend schwach

Kommentar: Alles ist drin, aber so steigt der SV Werder Bremen ab

Ein Kommentar von Björn Knips - Es war schlimm, wie es aussah. Aber es ist nicht so schlimm, wie es aussieht. Dieses 0:0 bietet Werder Bremen immer noch alle Möglichkeiten, den Klassenerhalt zu schaffen. ABER: Mit noch so einer Leistung steigt Werder ab! Denn ohne Torchancen gibt es keine Tore.

Diese Harmlosigkeit im Angriff des SV Werder Bremen ist nicht neu, schien aber überwunden. Es ist nicht nachvollziehbar, wie eine Mannschaft fünf Tage nach einer vollen Ladung Euphorie und Selbstbewusstsein durch das 6:1 gegen Köln plötzlich so emotionslos und ängstlich zu Werke geht. Was ist da im Vorfeld schief gelaufen? Trainer Florian Kohfeldt monierte, dass sein Plan überhaupt nicht umgesetzt wurde. Wie kann das sein? Warum konnte der Coach während des Spiels nicht mehr einwirken? Er war von seinem Kollegen Frank Schmidt taktisch böse überrascht worden. Seine Umstellungen in der Halbzeit fruchteten nur kurz.

Werder Bremen in der Bundesliga-Relegation gegen Heidenheim: So steigt Werder ab!

Personell reagierte Kohfeldt erst in der 65. Minute - dann immerhin gleich dreifach. Der 37-Jährige wirkte angespannter als sonst, verstrickte sich von Beginn an in Streitigkeiten mit seinem „Lieblings-Schiri“ Felix Zwayer und schaute auch immer mal wieder zu den pöbelnden Heidenheimern auf der Tribüne um Geschäftsführer Holger Sanwald. Ein mehr als grenzwertiges Verhalten der Gäste, aber in der Zweiten Liga geht es offenbar derber zur Sache.

Werder Bremen: Bei Florian Kohfeldt und Co. liegen die Nerven blank

Dass Florian Kohfeldt sein Team wegen Nicht-Einhaltung der Absprachen öffentlich anzählte, zeigte, wie sehr die Nerven blank liegen. Er setzte sich allerdings sogleich mit ins Boot, stellte seinen eigenen Plan infrage und versprach, kühlen Kopf zu bewahren und Lösungen zu finden. Das war wichtig, denn in Heidenheim wird es nur gemeinsam gehen. Werder Bremen muss diesen Zweitligisten niederkämpfen, muss die Bundesliga mehr wollen als der Gegner - und das gilt für alle Beteiligten: Spieler, Trainer, Verantwortliche. Die Lage ist alles andere als aussichtslos, aber in der Verfassung von Donnerstag rauscht Werder sehenden Auges in den Abgrund.

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Die Werder Bremen-Startelf-Aufstellung in Heidenheim gibt es hier. Und hier geht es zum Live-Ticker zum Rückspiel in der Bundesliga-Relegation zwischen Werder Bremen und dem 1. FC Heidenheim.

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