Rutscht der SV Werder Bremen tiefer in den Abstiegskampf oder bleibt die Konkurrenz um den FC Schalke 04 am Boden?
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Rutscht der SV Werder Bremen tiefer in den Abstiegskampf oder bleibt die Konkurrenz um den FC Schalke 04 am Boden?

Bundesliga-Abstiegskampf

Auf der Suche nach Rettungsankern: Schalker Finanzspritzen, Mainzer Umbruch – das ist los bei Werder Bremens Konkurrenz

Bremen – Spätestens seit dem 0:2-Desaster gegen Union Berlin ist wohl jedem klar: Für den SV Werder Bremen geht es in dieser Saison nur um den Klassenerhalt. Böse Zungen behaupten sogar, die Grün-Weißen - nach 14 Spielen mit 14 Punkten Tabellen-14. - würden am Ende drin bleiben, nicht weil sie gut sind, sondern weil sich drei andere Teams noch schlechter präsentieren.

In der aktuellen Bundesliga-Tabelle sind das gerade sogar vier: der 1. FC Köln, Arminia Bielefeld, der FSV Mainz 05 und der FC Schalke 04. Aber bleiben drei davon auch hinter Werder Bremen? Wie ist die aktuelle Situation bei den gefährdeten Clubs, was planen sie in der laufenden Transferperiode? Ein Überblick:

Werder Bremen-Konkurrent im Abstiegskampf: 1. FC Köln - Platz 15, 11 Punkte

18 Spiele lang hatte der 1. FC Köln saisonübergreifend nicht gewonnen, ehe Ende November endlich ein Sieg gelang. Trainer Markus Gisdol durfte aufatmen und weitermachen. Doch das große Zittern um den Klassenerhalt ist geblieben. In der Domstadt herrscht die Meinung vor, dass der Kader zu schwach für die Bundesliga ist – gerade in der Offensive. Neuzugang Sebastian Andersson wird mit Knieproblemen noch wochenlang ausfallen. Und Anthony Modeste liefert nicht mehr ab. Die Rufe nach einem neuen Knipser sind nicht zu überhören, doch da geht es dem FC wie Werder Bremen: Es fehlt das Geld. Sportchef Horst Heldt darf erst einen Spieler holen, wenn er einen anderen verkauft hat.

Die nächsten Gegner: Freiburg (9.), Hertha (12.), Schalke (18.).

Werder Bremen-Konkurrent im Abstiegskampf: Arminia Bielefeld - Platz 16, 10 Punkte

Der Aufsteiger galt als sicherer Absteiger – und dürfte eigentlich mit dem Relegationsplatz zufrieden sein. Ist er aber nicht. Denn nach nur neun Toren in 14 Spielen wissen die Ostwestfalen: So offensivschwach wird es direkt zurück in Liga zwei gehen. Ein Stürmer soll deshalb verpflichtet werden – weitere Verstärkungen nicht ausgeschlossen. „Es wird Bewegung in den Kader kommen“, hat Sportchef Samir Arabi bereits angekündigt. Für ihn gilt allerdings auch: erst abgeben, dann holen. Trainer Uwe Neuhaus, der bei Arminia Bielefeld fest im Sattel sitzt, muss sich gedulden.

Die nächsten Gegner: Hertha (12.), Hoffenheim (13.) und Stuttgart (11.).

Werder Bremen-Konkurrent im Abstiegskampf: FSV Mainz 05 - Platz 17, 6 Punkte

Die Hoffnung trägt einen Namen: Christian Heidel. Der Ex-Manager soll nach dem freiwilligen Rückzug von Rouven Schröder die Rheinhessen vor dem Absturz bewahren. Doch der 57-Jährige wollte das nicht allein machen, holte sich Martin Schmidt an seine Seite – und machte dabei aus einem Trainer einen Sportdirektor. Ein interessantes Experiment. Das gilt auch für den neuen Coach. Bo Svensson ist nach Achim Beierlorzer und Jan-Moritz Lichte bereits der dritte Mainzer Übungsleiter in dieser Saison und hat nur als Spieler Bundesliga-Erfahrung. Als Trainer arbeitete der 41-jährige Däne bislang nur in der Jugend der Rheinhessen und zuletzt beim österreichischen Zweitligisten FC Liefering. Eigentlich ist der Kader gut besetzt, besitzt allerdings die eine oder andere Ich-AG zu viel. Transfers in beide Richtungen sind wahrscheinlich.

Die nächsten Gegner: Frankfurt (8.), Dortmund (4.), Wolfsburg (6.).

Werder Bremen-Konkurrent im Abstiegskampf: FC Schalke 04 - Platz 18, 4 Punkte

Wenn Trainerwechsel verpuffen... Christian Gross konnte die Schalker Sieglosigkeit im ersten Spiel unter seiner Regie ebenso wenig beenden wie zuvor Manuel Baum, der David Wagner abgelöst hatte. Der Traditions-Club Schalke 04 steht mit einem Bein in der Zweiten Liga. Doch der Schweizer Groß hat ja auch gerade erst angefangen und durfte zum Beispiel Rückkehrer Sead Kolasinac noch gar nicht einsetzen. Das ändert sich nun. Weitere neue Spieler könnten folgen, weil Ex-Boss Clemens Tönnies seinen Geldspeicher öffnen will. Fraglich jedoch, ob der Club das Angebot annimmt.

Die nächsten Gegner: Hoffenheim (13.), Frankfurt (8.), Köln (15.).

Werder Bremen und die Konkurrenz im Abstiegskampf - ein Zwischen-Fazit

Werder Bremen wird Köln und Bielefeld nicht locker hinter sich lassen, muss sich vor ihnen aber auch nicht fürchten. Spannender wird, ob die Veränderungen in Mainz und auf Schalke fruchten. Beide Teams haben eine höhere Qualität in ihren Kadern, als es der Tabellenplatz aussagt – und sie werden vermutlich noch nachlegen. Niemand sollte Schalke und Mainz also schon abschreiben. (kni)

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