Alexander Nouri, Trainer von Hertha BSC, könnte seinem Ex-Club Werder Bremen am Samstag so richtig wehtun.
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Alexander Nouri, Trainer von Hertha BSC, könnte seinem Ex-Club Werder Bremen am Samstag so richtig wehtun.

Hertha-Trainer betont „besondere Verbindung“

Trainer Alexander Nouri ist Werder Bremen dankbar

Berlin – Für den SV Werder Bremen kommt es von der Bedeutung her einem Finale gleich, dieses Auswärtsspiel bei Hertha BSC am Samstag.

Für die akut vom Abstieg bedrohten Bremer zählt nur ein Sieg, um die Hoffnung auf den Klassenerhalt weiter am Leben erhalten zu können. Ein guter, alter Bekannter möchte das jedoch mit aller Macht verhindern: Alexander Nouri, seines Zeichens Ex-Coach von Werder Bremen und seit Mitte Februar Hertha-Trainer.

„Wir wollen dieses Heimspiel unbedingt gewinnen, denn wir wissen natürlich um die Konstellation in der Tabelle“, sagte Nouri in einer Berliner Medienrunde. Zwar stellte der 40-Jährige durchaus seine „besondere Verbindung“ zu Werder im Speziellen und zu Norddeutschland im Allgemeinen heraus, betonte jedoch direkt danach: „Wir sind alle Profis und wissen, dass es am Wochenende nur um drei Punkte geht.“

Verfolgt das Bundesliga-Kellerduell von Werder Bremen gegen Hertha BSC im DeichStube-Live-Ticker.

Alexander Nouri: Spiel gegen Werder Bremen auch ein Finale für Trainer von Hertha BSC

Die Ausgangslage ist dabei klar: Mit erst 17 Zählern auf dem Konto ist Werder Bremen in der Hauptstadt zum Siegen verdammt, während es Hertha BSC (27 Punkte) unbedingt vermeiden möchte, von den Gästen tiefer in den Abstiegssumpf hineingezogen zu werden. Das jüngste 3:3 in Düsseldorf, als die Berliner zur Pause 0:3 hinten lagen, beschrieb Nouri so: „Da ging die Klaviatur der Gefühle rauf und runter.“ Für Moral und Stimmung innerhalb der Mannschaft sei das im Nachhinein aber „sehr gut“ gewesen.

Gegen Werder soll nun endlich die Heimschwäche enden. In den jüngsten fünf Partien im Olympiastadion gab es für die Hertha lediglich zwei Punkte. Und auch für Alexander Nouri persönlich geht es gegen den Ex-Club um viel: Das Spiel ist nach dem zweigeteilten Auftritt in Düsseldorf und dem Desaster gegen Köln (0:5) vielleicht seine letzte Chance, zu zeigen, dass er als Trainer in der Bundesliga eine Zukunft hat, selbst wenn ein dauerhaftes Engagement bei der Hertha ohnehin unwahrscheinlich ist. So gesehen ist die Begegnung mit Werder auch für ihn ein Finale.

Werder Bremen: Florian Kohfeldt darf nicht gegen Alexander Nouri stolpern

Gelingt Nouri die Wende nun ausgerechnet gegen den Ex-Verein – aus Sicht der Bremer wäre das eine bittere Pointe. Schließlich hatte der SVW den Coach im Herbst 2017 wegen Erfolglosigkeit gefeuert und dafür Florian Kohfeldt ins Amt gehievt, der nun wiederum gegen Nouri auf keinen Fall stolpern darf.

Nach seiner Demission in Bremen hatte Nouri zunächst bei Clubs in den USA hospitiert, ehe er von September bis November 2018 als Cheftrainer des Zweitligisten FC Ingolstadt arbeitete. Im Herbst 2019 lotste ihn Jürgen Klinsmann zu Hertha BSC, wo Nouri seit dem kuriosen Abgang des Ex-Profis als Interimscoach fungiert. Dass Werder Bremen ihn im Herbst 2016 vom U23- zum Chefcoach machte, hat Nouri nicht vergessen: „Ich bin froh und dankbar, diese Möglichkeit bekommen zu haben.“ (dco)

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