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Robert Bauer ist eine Alternative für die Dreierkette in der Abwehr.

Nouri hat ja Robert Bauer

Suche nach Innenverteidiger beendet?

Bremen - Spart sich Werder Bremen doch das Geld für einen neuen Innenverteidiger? Es sieht immer mehr danach aus - denn Trainer Alexander Nouri hat ja Robert Bauer.

Gleich im ersten Spiel der Saisonvorbereitung war es passiert. Niklas Moisander zog sich gegen Ajax Amsterdam eine Muskelverletzung zu. Als dann Tage später klar wurde, dass der Innenverteidiger und Organisator der Dreierkette mindestens bis Mitte Oktober ausfallen würde, herrschte plötzlich erhöhte Betriebsamkeit bei Werder Bremen.

Trainer Alexander Nouri fürchtete um den Prozess der defensiven Stabilisierung, Sportchef Frank Baumann startete die Sofortsuche nach einer Soforthilfe. Diese ist bislang ergebnislos geblieben – und Coach Nouri deutet nun im Gespräch mit der „DeichStube“ an, dass möglicherweise kein neuer Innenverteidiger mehr kommen wird. Er vertraut auf eine interne Lösung mit Robert Bauer und Milos Veljkovic.

Testspiel hat Erkenntnis geliefert

„Wir stehen da nicht so sehr unter Druck“, sagt Nouri und argumentiert, dass ihm das Testspiel gegen den FC Valencia (1:2) am Samstag die nötigen Erkenntnisse geliefert hat. In der Partie hatte er Robert Bauer als rechten Verteidiger der Dreierkette agieren lassen und Milos Veljkovic dafür auf die Moisander-Position nach links verschoben. Zwischen dem einen und dem anderen spielte wie immer Lamine Sane. Möglich, dass es bei dieser Besetzung auch in den ersten Pflichtspielen der Saison bleibt. Nouri lobt Bauer und Veljkovic für deren Leistungen jedenfalls auffallend.

Milos Veljkovic könnte Ersatzmann für den verletzten Niklas Moisander links in der Innenverteidigung werden.

„Mit Robert auf der rechten Innenverteidigerposition haben wir gegen Valencia einen Spieler gesehen, der diese Position sehr, sehr gut interpretiert und gut gespielt hat“, sagt der Trainer über Bauer, von dem man bisher eigentlich glaubte, er sei ein reiner Außenverteidiger. Nun attestiert Nouri ihm auch in der anderen Rolle Bundesliga-Tauglichkeit: „Die hat er definitiv. Wir haben mit ihm eine gute Lösung gefunden.“

Lobende Worte für Veljkovic 

Wenn Robert Bauer dauerhaft ein Mitglied der Dreierkette bleibt, eröffnet das die Option, Veljkovic von dessen angestammtem Posten abzuziehen und auf die eigentlich vakante linke Seite zu versetzen. So geschehen gegen Valencia, so geplant wohl auch für das DFB-Pokalspiel am, Samstag gegen die Würzburger Kickers. Nouri: „Auch Milos hat ein gutes Spiel gemacht. Er hat gezeigt, dass er auf allen Positionen in der Dreierkette spielen kann und da auch eine wichtige Rolle einnehmen kann.“

Was also heißt: Veljkovic als Moisander-Ersatz, Bauer als Veljkovic-Vertreter – es ist ein Verschiebespiel, das Werder möglicherweise viel Geld für einen teuren, fertigen Innenverteidiger spart. „Wir beobachten den Markt. Aber am Ende ist es entscheidend, dass man von einer Lösung auch wirklich überzeugt ist. Deshalb schauen wir mit Bedacht. Wenn wir etwas machen, muss es auch richtig passen“, so Nouri.

Luca Caldirola (r.) lässt sich von Robert Bauer (Mitte) und Lamine Sane für seinen Kopfballtreffer zum 1:0 gegen West Ham United feiern.

Eine Frage bleibt aber noch: Wo ist in dem ganzen Notfall-Konstrukt der Platz für Luca Caldirola? Im Gegensatz zu Veljkovic ist der Italiener ein Linksfuß und somit eigentlich prädestiniert, den Moisander-Part zu übernehmen. Im Augenblick stehen die Sterne aber nicht gut für ihn. Gründe? Alexander Nouri nennt keine, sagt aber, dass Caldirola weder abgeschrieben noch abgehängt ist: „Luca hat viele Spiele in der Vorbereitung gemacht und dabei gezeigt, dass er ein wichtiger Spieler für uns ist. Er wird in der Saison auch viele Spiele machen, davon bin ich überzeugt.“

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