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Werder-Coach Alexander Nouri verfolgt konsequent seinen eigenen Weg.

Werder-Coach verteidigt seinen Weg

Nouris Balanceakt mit bitteren Begleiterscheinungen

Bremen - Alexander Nouri ist schon speziell. Dass der Werder-Coach am Morgen nach der 0:2-Heimniederlage gegen den FC Bayern das Training der Reservisten leitete, war nicht ungewöhnlich.

Dafür aber, dass er die von ihm angesetzten Steigerungsläufe selbst mitmachte. Und der 38-Jährige war wahrlich nicht der Langsamste im Quintett mit Luca Caldirola, Izet Hajrovic, Yuning Zhang und Niklas Schmidt. Nouri geht konsequent seinen eigenen Weg – und an dem will er auch nach dem schlechten Saisonstart (zwei Spiele, null Punkte, null Tore, Tabellenletzter) festhalten.

„Die Tore werden in den nächsten Spielen kommen, davon sind wir absolut überzeugt“, betonte der Werder-Coach und lag damit auf einer Linie mit seinem Chef Frank Baumann. Der hatte nicht nur Tore, sondern vor allem Punkte versprochen. Es wird auch langsam Zeit. Saisonübergreifend hat Werder nun schon das fünfte Spiel in Folge verloren. 

Als Begründung dafür musste wie schon in der vergangenen Spielzeit die Klasse des Gegners herhalten. Damals hießen die angeblich zu starken Konkurrenten Köln, Dortmund und Hoffenheim, diesmal waren es erneut Hoffenheim und die Bayern. „Wir haben einfach gegen zwei richtig gute Mannschaften verloren“, urteilte Nouri. Deswegen beschäftigte es ihn auch nicht, dass Werder nach dem zweiten Spieltag das Tabellenende ziert: „Ich kann das gut differenzieren. Die Art und Weise war in beiden Spielen gut und okay.“

Mit einem Abwehrbollwerk gegen die Bayern

Das gilt ganz sicher für die Defensive. Wie schon gegen Hoffenheim ließen die Bremer kaum etwas zu. Das lag allerdings auch am üppig installierten Abwehrbollwerk. Aus der Dreier- wurde eher eine Fünferkette – davor postierte sich in Maximilian Eggestein nicht nur ein Sechser, sondern auch die beiden Achter Jerome Gondorf und Thomas Delaney agierten sehr tief. Genauso wie die beiden Stürmer Max Kruse und Fin Bartels. Die Bayern hatten damit nach gutem Start so ihre Probleme, schafften es kaum in den Strafraum. Letztlich war es die herausragende Klasse eines Robert Lewandowski, die den Rekordmeister vor einer ärgerlichen Nullnummer bewahrte. Der Pole traf erst per Hackentrick (72.) nach feiner Coman-Vorarbeit und dann per Doppel-Tunnelschuss durch die Beine von Robert Bauer und Keeper Jiri Pavlenka (75.).

Robert Lewandowski trifft zum 1:0 für Bayern.

Werder bot das die Gelegenheit, die Niederlage auf die nicht wegzudiskutierende individuelle Stärke der Über-Bayern zurückzuführen. Doch das war nur die halbe Wahrheit. Anders als zum Beispiel eine Woche zuvor Bayer Leverkusen versuchten es die Bremer zu wenig, die in diesem Sommer hinten noch anfälligen Bayern unter Druck zu setzen. Pressing gab es nur ganz, ganz selten. Werder vertraute auf sein Umschaltspiel, das durch die sehr defensive Grundausrichtung mit dem Rückzug tief in die eigene Hälfte aber weite Wege zu überwinden hatte. Da fehlte dann vorne bei Kontern oft das nachrückende Personal oder auch die Kraft, für den letzten präzisen Pass.

Baumann bleibt gelasen

„Die Umschaltsituationen musst du in letzter Konsequenz einfach besser spielen“, kritisierte Nouri ausnahmsweise sein Personal und kündigte an, „weiter beharrlich an den Dingen zu arbeiten“. Nur wird das in der Länderspielpause schwierig, weil die Hälfte der am Samstag eingesetzten Spieler unterwegs ist.

„Das kennen wir doch“, meinte Baumann. Der Sportchef bleibt trotz des Fehlstarts gelassen: „Die Bundesliga ist extrem ausgeglichen – noch ausgeglichener als die letzten Jahre. Man kann auch mal unten in der Tabelle stehen, wenn man zwei, drei Spiele hintereinander verliert. Wenn man dann zwei, drei Spiele hintereinander gewinnt, kann man auch schnell wieder in obere Regionen rutschen.“ Das ist das Bremer Ziel. Doch angesichts der nächsten Gegner (Hertha, Schalke, Wolfsburg) sind Zweifel erlaubt. Nouri lässt das kalt. Er ist fest davon überzeugt, seinen Balanceakt, die Defensive zu stärken, ohne an Offensivkraft zu verlieren, erfolgreich zu bewältigen: „Jeder hat doch gesehen, dass viele Dinge funktionieren. Wir sind da auf einem guten Weg.“

Doppelter Lewandowski schockt Werder 

Werder Bremen gegen Bayern München
Zweiter Spieltag, zweite Pleite: Lange hielt Werder gegen den FC Bayern die Null, doch am Ende musste sich das Team von Alexander Nouri mit 0:2 (0:0) geschlagen geben. © nordphoto
Werder Bremen gegen Bayern München
Zweiter Spieltag, zweite Pleite: Lange hielt Werder gegen den FC Bayern die Null, doch am Ende musste sich das Team von Alexander Nouri mit 0:2 (0:0) geschlagen geben. © nordphoto
Werder Bremen gegen Bayern München.
Zweiter Spieltag, zweite Pleite: Lange hielt Werder gegen den FC Bayern die Null, doch am Ende musste sich das Team von Alexander Nouri mit 0:2 (0:0) geschlagen geben. © Gumz
Werder Bremen gegen Bayern München.
Zweiter Spieltag, zweite Pleite: Lange hielt Werder gegen den FC Bayern die Null, doch am Ende musste sich das Team von Alexander Nouri mit 0:2 (0:0) geschlagen geben. © nordphoto
Werder Bremen gegen Bayern München.
Zweiter Spieltag, zweite Pleite: Lange hielt Werder gegen den FC Bayern die Null, doch am Ende musste sich das Team von Alexander Nouri mit 0:2 (0:0) geschlagen geben. © nordphoto
Werder Bremen gegen Bayern München.
Zweiter Spieltag, zweite Pleite: Lange hielt Werder gegen den FC Bayern die Null, doch am Ende musste sich das Team von Alexander Nouri mit 0:2 (0:0) geschlagen geben. © nordphoto
Werder Bremen gegen Bayern München.
Zweiter Spieltag, zweite Pleite: Lange hielt Werder gegen den FC Bayern die Null, doch am Ende musste sich das Team von Alexander Nouri mit 0:2 (0:0) geschlagen geben. © Gumz
Werder Bremen gegen Bayern München.
Zweiter Spieltag, zweite Pleite: Lange hielt Werder gegen den FC Bayern die Null, doch am Ende musste sich das Team von Alexander Nouri mit 0:2 (0:0) geschlagen geben. © Gumz
Werder Bremen gegen Bayern München.
Zweiter Spieltag, zweite Pleite: Lange hielt Werder gegen den FC Bayern die Null, doch am Ende musste sich das Team von Alexander Nouri mit 0:2 (0:0) geschlagen geben. © Gumz
Werder Bremen gegen Bayern München.
Zweiter Spieltag, zweite Pleite: Lange hielt Werder gegen den FC Bayern die Null, doch am Ende musste sich das Team von Alexander Nouri mit 0:2 (0:0) geschlagen geben. © Gumz
Werder Bremen gegen Bayern München.
Zweiter Spieltag, zweite Pleite: Lange hielt Werder gegen den FC Bayern die Null, doch am Ende musste sich das Team von Alexander Nouri mit 0:2 (0:0) geschlagen geben. © nordphoto
Werder Bremen gegen Bayern München.
Zweiter Spieltag, zweite Pleite: Lange hielt Werder gegen den FC Bayern die Null, doch am Ende musste sich das Team von Alexander Nouri mit 0:2 (0:0) geschlagen geben. © nordphoto

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