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Alexander Nouri trifft am Samstag auf seinen Ex-Assistenten Florian Bruns.

Vor dem Freiburg-Spiel

Nouri sieht Bruns-Rückkehr emotionslos

Bremen - Es ist gerade einmal vier Monate her, dass Florian Bruns Werder Bremen überraschend verlassen musste, am Samstag kehrt der ehemalige Bremer Co-Trainer nun mit seinem neuen Arbeitgeber SC Freiburg ins Weserstadion zurück.

Dann kommt es für Werder-Coach Alexander Nouri zum ersten Wiedersehen mit dem Mann, den er nach der abgelaufenen Saison nicht mehr in seinem Team haben wollte. „Wir hatten jetzt keinen Kontakt“, sagte Nouri am Donnerstag während der Pressekonferenz vor dem Freiburg-Spiel und wies dann auf den „respektvollen und professionellen Umgang“ miteinander hin.

Kurz nach dem Auswärtsspiel in Dortmund war damals durchgesickert, dass Bruns bei Werder keine Zukunft mehr hat. Es war eine Nachricht, die für Außenstehende mehr als überraschend kam. So galt Bruns in Spielerkreisen als sehr beliebt und war zudem federführend im Einstudieren von Standardsituationen, nach denen Werder durchaus erfolgreich war. Das Aus des Assistenten begründete Nouri damit, dass er künftig mehr Aufgaben selbst übernehmen wolle, um noch näher an die Mannschaft heran zu rücken. Eine Änderung, die in den Augen des Trainers bisher Früchte trägt: „Wir sind zufrieden mit der Situation, wie sie sich bei uns jetzt darstellt.“

Werder-Aus war für Bruns ein Schock

Bruns selbst hatte nach seinem Abschied aus Bremen lange Zeit nicht öffentlich über das Thema gesprochen, in einem Interview mit Radio Bremen äußerte er nun jedoch seine damalige Verwunderung: „Für mich kam das Ende überraschend und es war im ersten Moment auch ein Schock, als ich es kurz vor Saisonende erfahren habe.“ Inzwischen zählt der 38-Jährige, der gerne in Bremen geblieben wäre, zum Trainerteam von Christian Streich und fühlt sich wohl in der neuen Rolle. Nouri sagte dazu am Donnerstag: „Er hat für sich perspektivisch einen guten Weg gefunden.“

Das Wiedersehen der ehemaligen Weggefährten dürfte am Samstag jedenfalls distanziert ausfallen. Der Werder-Coach sagte dazu nur: „Es geht uns beiden um den Erfolg mit der eigenen Mannschaft. So war es ja auch in Bremen.“ Ehe dann Ende Mai der gemeinsame Weg auf Nouris Wunsch hin endete.

Florian Bruns: Seine Karriere in Bildern

Florian Bruns
Florian Bruns war bis Ende der Saison 2016/2017 Co-Trainer an der Seite von Werder-Chefcoach Alexander Nouri. Bruns' fußballerische Laufbahn im Herrenbereich begann beim VfB Oldenburg – in der Heimatstadt des 37-Jährigen. © nordphoto
Florian Bruns
Nach mehreren Jahren Aufenthalt in der Heimat, wagte Bruns 1999 den Sprung von der dritten in die erste Liga – zum SC Freiburg. Dort sammelte er unter Trainer Volker Finke erstmals Erfahrungen in der Bundesliga. © imago
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Von 2003 bis 2004 legte Bruns einen kurzen Zwischenstopp bei Union Berlin hin. Bei den „Eisernen“ bestritt der Mittelfeldakteur 45 Zweitligaspiele. © imago
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Es folgte der Wechsel zu Alemannia Aachen. Dort verbrachte der gebürtige Oldenburger zwei weitere Spielzeiten. © imago
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Ab der Saison 2007/08 spielte Bruns im Dress vom FC St. Pauli, wo er sich zu einer festen Größe entwickelte. © nordphoto
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Mit St. Pauli gelang Bruns der Aufstieg in die Bundesliga. Jedoch ging es nach nur einer Spielzeit direkt zurück in Liga zwei. © nordphoto
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"You'll never walk alone": Nach sieben treuen Jahren bei den "Kiezkickern" nahmen die Pauli-Anhänger Abschied vom Mittelfeldallrounder. © imago
Florian Bruns
Seine Karriere als aktiver Fußballprofi beendete Bruns in Bremen, wo er zwei Jahre das Trikot der U23 trug. © nordphoto
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Nach dem Karriereende 2015 wechselte er direkt in den Trainerstab der U23, wurde Assistent von Cheftrainer Alexander Nouri. Als der im September 2016 zu den Profis befördert wurde, ging Bruns mit. © nordphoto
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Mit Ende der Saison 2016/2017 musste Bruns seinen Posten räumen. Nouri wollte den Trainerstab verkleinern, mehr Aufgaben selbst übernehmen. Für Bruns war kein Platz mehr. © nordphoto
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Werder bot dem Ex-Profi einen anderen Posten im Verein an, doch der lehnte ab. Stattdessen kehrt Bruns zum SC Freiburg zurück und wird Co-Trainer von Christian Streich. © nordphoto
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