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Alexander Nouri wurde im Oktober vergangenen Jahres bei Werder rausgeworfen.

Bremens Ex-Coach will wieder arbeiten

Nouri: „Thema Werder ist für mich abgehakt“

Bremen. Lange hat Alexander Nouri geschwiegen, nun hat sich der Coach erstmals zu seinem Rauswurf bei Werder Ende Oktober vergangenen Jahres geäußert.

Der „Sport-Bild“ sagte der 38-Jährige, dass er ab Sommer wieder nach einem Job strebe. Die vergangenen Monate habe er gebraucht, um seine Zeit als Werder-Coach aufzuarbeiten und sich weiterzubilden – auch auf neuem Terrain: Nouri hospitierte gerade erst beim Handball-Bundesligisten SG Flensburg-Handewitt.

„Die Trennung verlief sauber“, meinte Nouri rückblickend zu seinem Ende als Werder-Coach nach nur fünf Punkten aus zehn Spielen: „Ich wünsche dem Club nur das Beste. Ich wohne mit meiner Familie in Weyhe, direkt bei Bremen. Aber seitdem ich freigestellt bin, ist das Thema für mich abgehakt.“

Vertrag bei Werder läuft noch ein Jahr

So ganz allerdings noch nicht, denn noch über ein Jahr wird Nouri von Werder bezahlt. So lange läuft sein Vertrag. Doch das könnte sich vielleicht bald ändern. „Im Sommer würde ich gerne wieder einsteigen“, sagte Nouri und betonte: „Ich hatte bereits Angebote, auch aus interessanten Ligen aus dem Ausland.“ Konkreter wurde Nouri dabei nicht. In der Vergangenheit war er mehrfach mit Clubs im Iran, woher sein Vater stammt, in Verbindung gebracht worden.

Nach der 3:0-Pleite am 29. Oktober 2017 gegen den FC Augsburg, wurde Nouri bei Werder gefeuert.

Ein früherer Einstieg sei für ihn kein Thema gewesen. „Ich brauchte die Zeit, die ich mir nun zur Selbstreflexion genommen habe.“ Dabei hat er auch ganz direkt auf die 14 Monate als Chefcoach in Bremen zurückgeblickt. „Im Dezember habe ich mich mit meinem Co-Trainer Markus Feldhoff für drei Tage in ein Hotel mit Seminarraum in Osnabrück eingemietet. Da haben wir alle Phasen unseres Arbeitens noch mal reflektiert. Das war unheimlich produktiv.“ Mit welchem Ergebnis? „Es ist von zentraler Bedeutung, sich nur auf das zu konzentrieren, was man auch beeinflussen kann, und weniger Energie auf das Umfeld zu verwenden“, lautete Nouris Antwort in der „SportBild“ – und blieb damit wie schon zu seiner Zeit als Werder-Coach sehr vage.

Nouri schaut sich im Ausland um

Die freie Zeit in den vergangenen Monaten nutzte Nouri, um sich Akademien von Proficlubs in Spanien anzuschauen – zum Beispiel in Valencia. Anfang des Jahres war er in der Türkei, um osteuropäische Clubs wie Schachtjor Donezk oder Dinamo Zagreb im Trainingslager zu beobachten. „Da sah ich neben verschiedenen Trainingseinheiten zwölf Spiele in fünf Tagen“, berichtete Nouri. Zudem nimmt er einmal monatlich das Angebot des DFB für Trainer zur Eliteführung wahr. „Da referieren Führungskräfte aus der Wirtschaft. Hochinteressant“, schwärmte Nouri.

Viel Zeit investiert der 38-Jährige in seine Fitness. „Ich liebe und brauche Sport. Als Trainer bist du immer auch ein Vorbild.“ Ab Sommer will er das wieder sein. Werder könnte davon profitieren – und müsste dem Freigestellten vielleicht nicht mehr das volle Gehalt bis zum Vertragsende zahlen, sondern nur eine Abfindung. Bleibt abzuwarten, wo Nouri einen neuen Job findet. In Deutschland galt er bislang nicht wirklich als der heiße Kandidat, wenn Trainer in den ersten beiden Ligen entlassen wurden. Aber das kann sich ja ändern.

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