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Alexander Nouri bei der Pressekonferenz am 3. Juli

Werder-Coach über Abgang von Felix Wiedwald

Nouri: Wer war's? Wir waren's!

Bremen - Nein, Alexander Nouri möchte dann doch nicht allein den Kopf hinhalten und als der große Wiedwald-Vergrauler dastehen.

„Ich muss das mal komplett aus dem Weg räumen, dass bei uns einer alleine die Entscheidungen trifft“, sagt der Werder-Coach und versucht damit, dem Eindruck entgegenzuwirken, er habe im Alleingang dafür gesorgt, dass Wiedwald den SV Werder verlassen hat.

Der Keeper war am Freitag zu Leeds United gewechselt, weil die Bremer in Jiri Pavlenka einen neuen Schlussmann verpflichtet hatten. Seither gilt Nouri als der, der Wiedwald das Vertrauen entzogen und damit dessen Abgang forciert hat.

Wiedwald war eingeplant

Stimmt das? Stimmt nicht, behauptet Nouri wenig überraschend. Mit Pavlenka sollte eine „neue Konkurrenzsituation auf der Torwart-Position“ geschaffen werden – die Beteiligung von Wiedwald sei eingeplant gewesen. Doch nun ist es anders gekommen, und Nouri bedankt sich bei dem 27-Jährigen, dass er sich „voll reingehauen und gute Leistungen abgerufen hat“.

Wenig Aufmerksamkeit wollte Nouri Wiedwalds Abschiedsschreiben auf Facebook widmen. Darin hatte sich der Torwart bei den Assistenztrainern Florian Bruns und Christian Vander bedankt, aber nicht bei Nouri. Dessen mit einem freundlichen Lächeln garnierte Antwort: „Ich wünsche Felix alle gute und nur das Beste.“

Nur das Beste erwartet Nouri auch von Pavlenka. Obwohl der 25-Jährige noch nie in einer anderen Liga als der tschechischen gespielt hat, wird er bei Werder zur Nummer eins gemacht. Begründung Nouri: „Jiri hat eine richtig gute Saison gespielt, ist Meister und Nationalspieler geworden. Er hat viele sportliche Argumente geliefert.“

Felix Wiedwald - seine Karriere in Bildern

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