+
Werder-Trainer Alexander Nouri steht unter Druck.

Pressekonferenz vor dem Mainz-Spiel

Nouri: "Wir kuscheln nicht miteinander"

Bremen - Die Lage ist ernst bei Werder, die Mannschaft von Trainer Alexander Nouri steht vor dem Auswärtsspiel beim FSV Mainz 05 (Samstag, 15.30 Uhr) enorm unter Druck.

Ein Vorwurf, den sich die Bremer Spieler in den vergangenen Tagen immer wieder gefallen lassen mussten – unter anderem vom eigenen Sportchef Frank Baumann – lautete, dass sie zu nett für den Abstiegskampf seien, sowohl zum Gegner als auch im internen Umgang mit der Krise zu sich selbst. Während der Pressekonferenz vor dem Mainz-Spiel widersprach Coach Nouri diesem öffentlichen Eindruck nun vehement: „Wir kuscheln nicht miteinander, sondern sprechen die Dinge knallhart an.“

Seine Mannschaft sei nach den Leistungen der vergangenen Wochen gar nicht weit davon entfernt, zu punkten. „Es fehlt noch ein kleiner Schritt, und den wollen wir jetzt machen.“ Nouri räumte allerdings offen ein, dass eine von Werders Hauptaufgaben derzeit ist, mit dem großen Druck klarzukommen.

„Natürlich ist das auch Kopfsache. Wir haben ansprechende Leistungen gebracht und nichts geholt. Dass einen das frustiert, ist nur menschlich.“ Er und seine Spieler seien schließlich „keine Roboter“, betonte Nouri und wählte dann einen ziemlich ungewöhnlichen Vergleich: „Wer Perfektion sehen will, der muss in den chinesischen Staatszirkus gehen.“

Nouri benennt keinen Torwart als Nummer eins

Generell gab sich Werders Trainer mutig und entschlossen, wirkte aufgeräumt und ließ sich die schwierige Situation, in der er sich momentan befindet, nicht anmerken. In einem Punkt blieb Nouri allerdings einmal mehr vage. So sprach er sich erneut nicht klar für eine Nummer eins im Bremer Tor aus.

Nachdem Jaroslav Drobny nach seiner Schulterverletzung seit Mittwoch wieder mit der Mannschaft trainiert, vermied es Nouri dessen Rolle für Samstag klar zu benennen. „Wir müssen bei Jaro erst noch das Training heute abwarten“, sagte Nouri und ließ auch die Frage offen, ob Drobny – sollte er denn grünes Licht für einen Einsatz geben – in Mainz spielt oder auf der Bank sitzt. „Das sind Spekulationen.“

Frank Baumann unterstrich derweil einmal mehr, dass es in Mainz nun auf einen Auftritt mit „Engagement, Leidenschaft und Cleverness“ ankommt. Denn „jeder, der die Tabelle lesen kann, weiß, dass wir gefordert sind“. Keine Frage: Ein erneuter Appell an die Mannschaft, also auch an Winter-Zugang Thomas Delaney. Der hob während der Pressekonferenz hervor: „Es kommt in unserer Situation darauf an, ein Team zu sein. Wir müssen zusammenstehen, denn wir haben noch einen weiten Weg zu gehen.“
dco

Quelle: kreiszeitung.de

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Auch interessant

Was denkst Du über den Artikel?

Nichts mehr verpassen

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.