Niclas Füllkrug (links) ist der 19. Spieler in Diensten des SV Werder Bremen, der mit Deutschland zur WM fährt - vor ihm taten das unter anderem schon Miroslav Klose (mitte) und Rudi Völler (rechts).
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Niclas Füllkrug (links) ist der 19. Spieler in Diensten des SV Werder Bremen, der mit Deutschland zur WM fährt - vor ihm taten das unter anderem schon Miroslav Klose (mitte) und Rudi Völler (rechts).

Alle deutschen Werder-WM-Fahrer im Überblick

Niclas Füllkrugs Vorgänger: Werder Bremens deutsche WM-Fahrer kommen auf drei Titel und ein Vorrunden-Aus

Bremen - Die Durststrecke war zuletzt bereits historisch lang. Zwei Weltmeisterschaften ohne einen deutschen WM-Fahrer aus den Reihen des SV Werder Bremen? Das hatte es seit der Bundesliga-Gründung 1963 nicht gegeben. Überhaupt war die DFB-Delegation seit der WM 1966 in England einzig 1998 in Frankreich ohne einen Bremer ausgekommen. Doch dann: 2014 und 2018 reiste kein Profi der zunehmend kriselnden Hanseaten mit – und 2022 hätte es beinahe ganz ähnlich ausgesehen, wenn der Bundesliga-Aufsteiger nicht plötzlich mal wieder einen Überflieger im Kader hätte: Niclas Füllkrug.

Niclas Füllkrug reiht sich als 19. Spieler seit Einführung der Bundesliga 1963 ein in die elitäre Liste Bremer Profis, die bei einer Weltmeisterschaft für Deutschland an den Start gingen – und die vom größten Triumph bis zur größten Enttäuschung die ganze Bandbreite der WM-Emotionen abbilden. Den Anfang hatten 1966 gleich drei Meisterhelden des SV Werder Bremen gemacht: Günter Bernard, Max Lorenz und Horst-Dieter Höttges wurden in England Vize-Weltmeister. Während Höttges fünf Partien bestritt, blieben Bernard und Lorenz ohne Einsatz – nicht zuletzt, weil damals Auswechslungen noch nicht erlaubt waren. Von der Regeländerung profitierte Lorenz dann vier Jahre später, als er 1970 beim 1:0-Sieg im Spiel um Platz drei gegen Uruguay immerhin einmal eingewechselt wurde.

Werder Bremens deutsche WM-Fahrer seit Bundesliga-Einführung 1963: Drei Spieler machten 1966 den Anfang

Höttges avancierte im Laufe der Jahre zum einzigen Spieler, der während seiner Zeit bei Werder Bremen an gleich drei WM-Endrunden teilnahm – und 1974 schließlich als erster Bremer Weltmeister wurde. Beim Turnier im eigenen Land kam der „Eisenfuß“ allerdings nur noch einmal zum Einsatz. 1978 konnten die Deutschen als amtierende Champions nicht auch nur annähernd an den Erfolg anknüpfen. Torwart Dieter Burdenski, der in Argentinien ohne Einsatz blieb, wurde zum bis heute einzigen Werder-Profi, der bei einer WM mit Deutschland in der Vorrunde ausschied. „Alles war Mist, von vorne bis hinten“, sagte er Jahre später der DeichStube.

Deutlich erfolgreicher, aber auch deutlich dramatischer verlief die WM 1982 für Uwe Reinders. Drei Einsätze und ein Tor stehen in seiner Bilanz, doch beim Profi des SV Werder Bremen bleibt bis heute weniger das Sportliche in Erinnerung als vielmehr seine kuriose Verletzung in Spanien: Vor dem Halbfinale gegen Frankreich rutschte der Stürmer beim Tischtennisspielen im WM-Quartier aus und zog sich einen Innenbandriss zu, mit dem er ein halbes Jahr ausfallen sollte. Bei der WM wurde Deutschland – und somit auch Reinders – trotzdem immerhin Zweiter.

Werder Bremens deutsche WM-Fahrer seit 1963: Bremer Rudi Völler wird 1986 bester Torschütze im deutschen Team

Genauso wie 1986 Rudi Völler, der damals an der Schwelle zum Weltstar stand. Trotz langer Verletzungspause in der Vorsaison wurde er für die Weltmeisterschaft in Mexiko nominiert und avancierte mit drei Toren – zwei davon als Einwechselspieler – sogar zum besten deutschen Torschützen des Turniers. Was Völler als Spieler von Werder Bremen in Mexiko-Stadt nicht gelang, klappte schließlich 1990 in Italien: Weltmeister werden! Allerdings dann nicht mehr als Bremer, sondern als Profi der AS Rom.

Von Höttges bis Füllkrug: Diese Werder-Spieler standen für Deutschland im WM-Kader

Günter Bernard (1966 / 0 Spiele): Der Torwart von Werder Bremen wurde bei der WM 1966 in England Vize-Weltmeister, kam im Turnier allerdings nicht zum Einsatz.
Günter Bernard (1966 / 0 Spiele): Der Torwart von Werder Bremen wurde bei der WM 1966 in England Vize-Weltmeister, kam im Turnier allerdings nicht zum Einsatz. © IMAGO / Sven Simon
Max Lorenz (1966 / 0 Spiele, 1970 / 1 Spiel): Der defensive Mittelfeldspieler blieb bei der WM 1966 in England ohne Einsatz, 1970 wurde er im siegreichen Spiel um Platz drei immerhin einmal eingewechselt.
Max Lorenz (1966 / 0 Spiele, 1970 / 1 Spiel): Der defensive Mittelfeldspieler blieb bei der WM 1966 in England ohne Einsatz, 1970 wurde er im siegreichen Spiel um Platz drei immerhin einmal eingewechselt. © IMAGO / Sven Simon
Horst-Dieter Höttges (1966 / 5 Spiele, 1970 / 4 Spiele, 1974 / 1 Spiel): Der Verteidiger des SV Werder Bremen (hier stehend) nahm an drei Weltmeisterschaften teil, kam 1966 bis ins Finale, wurde 1970 Dritter und gehörte zum triumphalen Heim-Weltmeister-Team 1974.
Horst-Dieter Höttges (1966 / 5 Spiele, 1970 / 4 Spiele, 1974 / 1 Spiel): Der Verteidiger des SV Werder Bremen (hier stehend) nahm an drei Weltmeisterschaften teil, kam 1966 bis ins Finale, wurde 1970 Dritter und gehörte zum triumphalen Heim-Weltmeister-Team 1974. © IMAGO / Frinke
Dieter Burdenski (1978 / 0 Spiele): 1978 war der Torwart, der mit 444 Bundesliga-Einsätzen den Rekord für die meisten Bundesliga-Spiele im Trikot von Werder Bremen hält, bei der WM in Argentinien mit dabei, blieb jedoch ohne Einsatz - Deutschland schied in der Vorrunde aus.
Dieter Burdenski (1978 / 0 Spiele): 1978 war der Torwart, der mit 444 Bundesliga-Einsätzen den Rekord für die meisten Bundesliga-Spiele im Trikot von Werder Bremen hält, bei der WM in Argentinien mit dabei, blieb jedoch ohne Einsatz - Deutschland schied in der Vorrunde aus. © IMAGO / Horstmüller
Uwe Reinders (1982 / 3 Spiele): Der Angreifer von Werder Bremen erzielte bei seinem ersten WM-Einsatz 1982 sein erstes und einziges Tor für Deutschland, verletzte sich jedoch später beim Tischtennisspielen mit den Mannschaftskollegen so schwer, dass das Turnier für ihn beendet war. Trotzdem darf er sich Vize-Weltmeister nennen.
Uwe Reinders (1982 / 3 Spiele): Der Angreifer von Werder Bremen erzielte bei seinem ersten WM-Einsatz 1982 sein erstes und einziges Tor für Deutschland, verletzte sich jedoch später beim Tischtennisspielen mit den Mannschaftskollegen so schwer, dass das Turnier für ihn beendet war. Trotzdem darf er sich Vize-Weltmeister nennen. © IMAGO / WEREK
Rudi Völler (1986 / 6 Spiele): Mit drei Treffern war Rudi Völler von Werder Bremen bei der WM 1986 in Mexiko der beste deutsche Torschütze. Mit dem Stürmer von Werder Bremen ging es bis ins Finale, wo Deutschland an Argentinien scheiterte. Beim WM-Gewinn 1990 spielte Völler bereits bei AS Rom.
Rudi Völler (1986 / 6 Spiele): Mit drei Treffern war Rudi Völler von Werder Bremen bei der WM 1986 in Mexiko der beste deutsche Torschütze. Mit dem Stürmer von Werder Bremen ging es bis ins Finale, wo Deutschland an Argentinien scheiterte. Beim WM-Gewinn 1990 spielte Völler bereits bei AS Rom. © IMAGO / Laci Perenyi
Günter Hermann (1990 / 0 Spiele): In Italien wurde das deutsche Team 1990 Weltmeister. Der defensive Mittelfeldspieler mit 309 Pflichtspielen für Werder Bremen (r., neben Olaf Thon) wurde dabei jedoch nicht eingesetzt.
Günter Hermann (1990 / 0 Spiele): In Italien wurde das deutsche Team 1990 Weltmeister. Der defensive Mittelfeldspieler mit 309 Pflichtspielen für Werder Bremen (r., neben Olaf Thon) wurde dabei jedoch nicht eingesetzt.  © IMAGO / WEREK
Karl-Heinz Riedle (1990 / 4 Spiele): Im Halbfinal-Elfmeterschießen gegen England bewahrte der Mittelstürmer von Werder Bremen einen kühlen Kopf und versenkte den Ball vom Punkt. Kurios: Es war sein erster Elfmeter als Profi. Im Finale zum Titel-Gewinn kam er nicht zum Einsatz.
Karl-Heinz Riedle (1990 / 4 Spiele): Im Halbfinal-Elfmeterschießen gegen England bewahrte der Mittelstürmer von Werder Bremen einen kühlen Kopf und versenkte den Ball vom Punkt. Kurios: Es war sein erster Elfmeter als Profi. Im Finale zum Titel-Gewinn kam er nicht zum Einsatz. © IMAGO / WEREK
Mario Basler (1994 / 1 Spiel): Der Mittelfeldspieler des SV Werder Bremen kam 1994 bei der WM in den USA im ersten Spiel der Gruppenphase zu einem 30-minütigen Einsatz gegen Bolivien. Dabei sollte es bleiben, Deutschland schied im Viertelfinale aus.
Mario Basler (1994 / 1 Spiel): Der Mittelfeldspieler des SV Werder Bremen kam 1994 bei der WM in den USA im ersten Spiel der Gruppenphase zu einem 30-minütigen Einsatz gegen Bolivien. Dabei sollte es bleiben, Deutschland schied im Viertelfinale aus. © IMAGO / WEREK
Marco Bode (2002 / 6 Spiele): Bei der WM 2002, die gemeinsam von Japan und Südkorea ausgerichtet wurde, erreichte der Offensivspieler von Werder Bremen mit der deutschen Elf das Endspiel, das 0:2 gegen Brasilien verloren ging. Das Finale war Bodes letztes Spiel als Profi.
Marco Bode (2002 / 6 Spiele): Bei der WM 2002, die gemeinsam von Japan und Südkorea ausgerichtet wurde, erreichte der Offensivspieler von Werder Bremen mit der deutschen Elf das Endspiel, das 0:2 gegen Brasilien verloren ging. Das Finale war Bodes letztes Spiel als Profi. © IMAGO / Ulmer
Frank Baumann (2002 / 1 Spiel): Eine halbe Stunde durfte der Defensivmann von Werder Bremen im Achtelfinale gegen Paraguay ran, danach verfolgte Baumann den Weg zur deutschen Vize-Weltmeisterschaft von der Bank aus.
Frank Baumann (2002 / 1 Spiel): Eine halbe Stunde durfte der Defensivmann von Werder Bremen im Achtelfinale gegen Paraguay ran, danach verfolgte Baumann den Weg zur deutschen Vize-Weltmeisterschaft von der Bank aus.  © IMAGO / PanoramiC
Torsten Frings (2002 / 7 Spiele, 2006 / 6 Spiele): Der Mittelfeldspieler des SV Werder Bremen spielte bei der WM 2002 alle sieben Partien über die volle Distanz. Auch beim „Sommermärchen“ 2006 im eigenen Land stand Frings in sechs von sieben Partien auf dem Rasen, zuletzt im Spiel im Platz drei gegen Portugal und Luis Figo.
Torsten Frings (2002 / 7 Spiele, 2006 / 6 Spiele): Der Mittelfeldspieler des SV Werder Bremen spielte bei der WM 2002 alle sieben Partien über die volle Distanz. Auch beim „Sommermärchen“ 2006 im eigenen Land stand Frings in sechs von sieben Partien auf dem Rasen, zuletzt im Spiel im Platz drei gegen Portugal und Luis Figo. © IMAGO / WEREK
Tim Borowski (2006 / 6 Spiele): Werder Bremens Double-Sieger von 2004 verpasste bei der WM 2006 lediglich das Spiel um Platz drei aufgrund von einer Schleimbeutelentzündung, das die deutsche Nationalmannschaft mit 3:1 gegen Portugal gewann. Zuvor war im Halbfinale gegen Italien um Francesco Totti Schluss gewesen.
Tim Borowski (2006 / 6 Spiele): Werder Bremens Double-Sieger von 2004 verpasste bei der WM 2006 lediglich das Spiel um Platz drei aufgrund von einer Schleimbeutelentzündung, das die deutsche Nationalmannschaft mit 3:1 gegen Portugal gewann. Zuvor war im Halbfinale gegen Italien um Francesco Totti Schluss gewesen. © IMAGO / Thomas Zimmermann
Miroslav Klose (2006 / 7 Spiele): Mit 5 Treffern wurde der Stürmer des SV Werder Bremen bei der WM 2006 Torschützenkönig und erhielt den Goldenen Schuh. Bei den Weltmeisterschaften 2002, 2010 und 2014 ging Klose ebenfalls auf Torjagd und wurde 2014 sogar Weltmeister – allerdings nicht mehr als Bremer.
Miroslav Klose (2006 / 7 Spiele): Mit 5 Treffern wurde der Stürmer des SV Werder Bremen bei der WM 2006 Torschützenkönig und erhielt den Goldenen Schuh. Bei den Weltmeisterschaften 2002, 2010 und 2014 ging Klose ebenfalls auf Torjagd und wurde 2014 sogar Weltmeister – allerdings nicht mehr als Bremer. © IMAGO / MIS
Mesut Özil (2010 / 7 Spiele): Bei der WM 2010 in Südafrika erzielte der Mittelfeldregisseur das Siegtor in der Vorrunde gegen Ghana (1:0) und bereitete im weiteren Turnierverlauf drei Treffer vor. Auch 2014 und 2018 nahm Özil mit Deutschland an der WM teil, 2014 holte er den Titel, jedoch nicht mehr als Spieler von Werder Bremen.
Mesut Özil (2010 / 7 Spiele): Bei der WM 2010 in Südafrika erzielte der Mittelfeldregisseur das Siegtor in der Vorrunde gegen Ghana (1:0) und bereitete im weiteren Turnierverlauf drei Treffer vor. Auch 2014 und 2018 nahm Özil mit Deutschland an der WM teil, 2014 holte er den Titel, jedoch nicht mehr als Spieler von Werder Bremen. © IMAGO / Allstar
Marko Marin (2010 / 2 Spiele): Zweimal kam der offensive Mittelfeldspieler des SV Werder Bremen bei der WM 2010 in Südafrika zum Einsatz. Mit der deutschen Nationalmannschaft wurde er letztlich Dritter.
Marko Marin (2010 / 2 Spiele): Zweimal kam der offensive Mittelfeldspieler des SV Werder Bremen bei der WM 2010 in Südafrika zum Einsatz. Mit der deutschen Nationalmannschaft wurde er letztlich Dritter. © IMAGO / Sven Simon
Tim Wiese (2010 / 0 Spiele): Der Torhüter, der 266 Pflichtspiele für Werder Bremen bestritt, kam bei der WM 2010 als Nummer zwei hinter Manuel Neuer nicht zum Einsatz. Sein potentielles WM-Debüt im Spiel um Platz drei wurde durch eine Schleimbeutelentzündung verhindert.
Tim Wiese (2010 / 0 Spiele): Der Torhüter, der 266 Pflichtspiele für Werder Bremen bestritt, kam bei der WM 2010 als Nummer zwei hinter Manuel Neuer nicht zum Einsatz. Sein potentielles WM-Debüt im Spiel um Platz drei wurde durch eine Schleimbeutelentzündung verhindert. © IMAGO / GEPA pictures
Per Mertesacker (2010 / 7 Spiele): Mit sieben Spielen bestritt der Innenverteidiger des SV Werder Bremen alle deutschen Partien bei der WM 2010 in Südafrika. Neben der WM-Teilnahme 2010 vertrat Mertesacker auch 2006 (damals noch bei Hannover 96 unter Vertrag) und 2014 (als Spieler des FC Arsenal) sein Land. 2014 wurde er gemeinsam mit den Ex-Bremern Klose und Özil Weltmeister.
Per Mertesacker (2010 / 7 Spiele): Mit sieben Spielen bestritt der Innenverteidiger des SV Werder Bremen alle deutschen Partien bei der WM 2010 in Südafrika. Neben der WM-Teilnahme 2010 vertrat Mertesacker auch 2006 (damals noch bei Hannover 96 unter Vertrag) und 2014 (als Spieler des FC Arsenal) sein Land. 2014 wurde er gemeinsam mit den Ex-Bremern Klose und Özil Weltmeister. © IMAGO / Laci Perenyi
Niclas Füllkrug (2022 / 3 Spiele): Der Stürmer von Werder Bremen wurde bei der WM 2022 in Katar drei Mal eingewechselt und erzielte zwei Tore. Trotzdem schied Deutschland in der Vorrunde aus.
Niclas Füllkrug (2022 / 3 Spiele): Der Stürmer von Werder Bremen wurde bei der WM 2022 in Katar drei Mal eingewechselt und erzielte zwei Tore. Trotzdem schied Deutschland in der Vorrunde aus. © IMAGO / Ulmer/Teamfoto

Es wurden 1990 aber auch zwei damalige Bremer Weltmeister: Karl-Heinz Riedle und Günter Hermann gehörten dem triumphalen Team an. Während es Stürmer Riedle auf vier Spiele (und einen wichtigen Treffer im Halbfinal-Elfmeterschießen gegen England) brachte, blieb Mittelfeldmann Hermann ganz ohne Spielminute. „Es stört mich nicht“, sagte Hermann vor einigen Jahren der DeichStube. „Wir waren 23 Spieler, wir sind alle Weltmeister.“ Richtig so! Und es kann ja auch ganz anders laufen. 1994 war für Mario Basler (ein Einsatz) und Co. bereits im Viertelfinale Schluss, beim Viertelfinal-Aus 1998 war dann überhaupt kein Spieler des SV Werder Bremen im deutschen Kader vertreten. Doch mit der Jahrtausendwende wurde vieles wieder besser.

Werder Bremens deutsche WM-Fahrer: Torsten Frings, Tim Borowski und Miroslav Klose nehmen an Heim-WM teil

Marco Bode, Torsten Frings und Frank Baumann kamen als Profis des SV Werder Bremen bei der Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea überraschend bis ins Finale, 2006 gehörten Frings, Tim Borowski und Miroslav Klose beim „Sommermärchen“ zu den großen Helden, die am Ende Platz drei ergatterten. Die drei Bremer waren bei der Heim-WM auch richtig wichtig: Frings als Abräumer, Borowski als Einwechselspieler und Klose als Torjäger – mit fünf Treffern wurde er Torschützenkönig. Bei der WM 2010 in Südafrika, wo Deutschland erneut Dritter wurde, standen in Mesut Özil, Per Mertesacker, Tim Wiese und Marko Marin erstmals sogar vier Bremer im DFB-Kader.

Als Deutschland 2014 in Brasilien wieder Weltmeister wurde und kein Profi von Werder Bremen zum Aufgebot zählte, durften alle, die es mit Grün-Weiß halten, trotzdem mitjubeln: In Klose, Mertesacker und Özil gelang immerhin drei Ex-Bremern der ganz große Triumph. Nach dem Tiefpunkt der deutschen WM-Geschichte mit dem Vorrundenaus 2018 soll 2022 wieder alles besser werden. Ein Bremer steht immerhin im Kader. Und nach seinem Traum-Debüt samt Siegtor im einzigen WM-Testspiel darf sich Niclas Füllkrug in Katar Hoffnung auf Einsätze machen. Aber selbst wenn er nicht oder nur wenig spielen sollte: Dass man auch so Weltmeister werden kann, haben ja schon einige Bremer vor ihm bewiesen. (han)

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