Nachdem Thomas Tuchel (rechts) vom SV Werder Bremen schwärmte, unterbreitete Werders Mediendirektor Michael Rudolph (mitte) dem BVB-Trainer prompt ein „Job-Angebot“ - und sorgte damit für viel Gelächter auf der Pressekonferenz.
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Nachdem Thomas Tuchel (rechts) vom SV Werder Bremen schwärmte, unterbreitete Werders Mediendirektor Michael Rudolph (mitte) dem BVB-Trainer prompt ein „Job-Angebot“ - und sorgte damit für viel Gelächter auf der Pressekonferenz.

Ex-Chelsea-Coach jetzt auf Jobsuche

Zeitreise: Als Thomas Tuchel vom SV Werder Bremen schwärmte - und direkt ein „Job-Angebot“ bekam

Bremen - Der Name Thomas Tuchel ist in der Fußballbranche längst ein Schwergewicht. Mit Borussia Dortmund wurde der 49-Jährige DFB-Pokalsieger, Paris Saint Germain führte er in zweieinhalb Jahren zu sechs Titeln, stand mit den Franzosen im Jahr 2020 sogar im Champions-League-Endspiel. Und auch beim FC Chelsea war Tuchel erfolgreich, gewann erst die Champions League, dann den UEFA-Super-Cup und die Fifa-Klub-Weltmeisterschaft. Seit seinem überraschenden Rausschmiss bei den Londonern ist Tuchel nun wieder in aller Munde. Was der Welttrainer mit dem SV Werder Bremen zu tun hat? Vor ein paar Jahren wäre Tuchel, damals noch Trainer von Borussia Dortmund, beinahe mal bei den Grün-Weißen gelandet. Zumindest, wenn es nach Werders damaligem Mediendirektor Michael Rudolph gegangen wäre.

Im November 2015, nach einem souveränen 3:1-Auswärtssieg von Borussia Dortmund, hatte Thomas Tuchel auf der Pressekonferenz von sich aus vom gastgebenden SV Werder Bremen geschwärmt. „Darf ich das sagen, aus eigener Sache, dass das wirklich schön ist hier?“, fragte Tuchel in Richtung Michael Rudolph und dem damaligen Werder-Trainer Viktor Skripnik, ehe er fortfuhr: „Auch als ich als Trainer von Mainz hierher kam und auch heute - alle sind immer so freundlich und positiv. Auch die Fans. Hierher zu fahren und die Flutlichter über dem Stadion hängen zu sehen, das ist schon etwas Besonderes. Und die Leute sind Besonders, es ist immer ein harter Fight, und es macht großen Spaß.“

Zeitreise: Thomas Tuchel schwärmt vom SV Werder Bremen und der Anreise zum Weserstadion

Tuchels Worte sorgten offenbar für Eindruck, denn Michael Rudolph scherzte daraufhin in Richtung des Dortmunder Trainers: „Sie sind ja noch jung, vielleicht klappt es nochmal mit einem Trainerposten hier.“ Bei den Beteiligten sowie den anwesenden Pressevertretern sorgte die Anmerkung des Mediendirektors von Werder Bremen für großes Gelächter. Tuchel blickte prompt in Richtung von Werder-Trainer Viktor Skripnik, der etwas irritiert aussah, sich das Lachen aber auch nicht verkneifen konnte. „Habt ihr etwa Streit“, fragte Thomas Tuchel und sorgte für den nächsten Lacher, ehe Skripnik entgegnete: „So ist das wirklich bei uns.“ „Alles nur Fassade“, stellte Tuchel fest, während die Beteiligten weiter lachten, bevor Michael Rudolph beschwichtigte: „Viktor weiß schon, dass ich ihn noch ganz viele Jahre behalten möchte.“

Zeitreise: Werder Bremens Mediendirektor bietet BVB-Coach Thomas Tuchel den Bremer Trainerposten an

Ganz so viele Jahre wurden es für Viktor Skripnik allerdings nicht an der Seitenlinie beim SV Werder Bremen. Nachdem die Bremer in der Saison 2015/16 nur mit Ach und Krach den Klassenerhalt schafften - Papy Djilobodji schoss die Grün-Weißen am letzten Spieltag zum entscheidenden 1:0-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt - musste Skripnik in der folgenden Spielzeit nach nur drei Bundesliga-Spieltagen seinen Posten räumen. Etwas länger, nämlich bis zum Ende der Saison 2016/17, blieb Tuchel als Trainer von Borussia Dortmund tätig. Die Saison 2015/16 hatte der BVB als Tabellenzweiter beendet, satte 78 Punkte gesammelt und somit die bis heute beste Saison eines Vizemeisters gespielt. Zudem gewannen die Dortmunder ein Jahr später den DFB-Pokal, dennoch beendeten die Schwarz-Gelben und Thomas Tuchel die Zusammenarbeit.

Inzwischen befindet sich Tuchel erneut auf Jobsuche. Und es stellt sich die Frage, welcher ruhmreiche Club sich als Nächstes in die Liste der Trainerstationen des früheren Mainzer Coaches einreiht. Mediengerüchten zufolge soll der italienische Rekordmeister Juventus Turin an ihm interessiert sein, auch der FC Bayern München soll die Fühler nach ihm ausgestreckt haben. Wo es Thomas Tuchel hinzieht, ist aber noch offen. Klar ist dafür jedoch, dass der SV Werder Bremen nicht sein nächster Club werden wird - auch, wenn er ein bekennender Sympathisant der Grün-Weißen ist. (nag)

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