Amos Pieper hat in dieser Bundesliga-Saison bereits acht Gelbe Karten erhalten - doch Werder Bremens Trainer Ole Werner nimmt den Verteidiger in Schutz.
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Amos Pieper hat in dieser Bundesliga-Saison bereits acht Gelbe Karten erhalten - doch Werder Bremens Trainer Ole Werner nimmt den Verteidiger in Schutz.

Keine Kritik von Werder-Trainer Werner

Gute Fouls, schlechte Fouls: Amos Pieper hat bereits acht Gelbe Karten angesammelt - doch bei Werder gibt es keinen Ärger

Amos Pieper hat in dieser Saison bereits acht Gelbe Karten erhalten. Doch Ole Werner, Cheftrainer des SV Werder Bremen, nimmt den Verteidiger in Schutz - und erklärt, warum es manchmal sogar gute Fouls gibt.

Bremen – Am vergangenen Spieltag war es mal wieder soweit. Und Schiedsrichter Florian Badstübner konnte gar nicht anders, als die Gelbe Karte zu zücken. Schließlich hatte Amos Pieper, Verteidiger des SV Werder Bremen, den gegnerischen Linksaußen Christopher Antwi-Adjei im Spiel gegen den VfL Bochum (3:0) einfach umgestoßen. Ein taktischer Schachzug, aber einer, der vom Unparteiischen richtigerweise bestraft wurde. Pieper steht somit bereits bei amtlichen acht Verwarnungen nach 22 Spieltagen – ein Wert, den er früher nicht ansatzweise erreicht hat.

Werder Bremens Ole Werner: „Nicht jede Gelbe Karte, die man kassiert, ist automatisch eine schlechte“

„Es sind eigentlich keine schlimmen Fouls, manchmal sind es sogar gute Fouls, weil ein Konter unterbunden wird oder wir uns in einer Spielsituation befinden, in der die hinterste Kette auf keinen Fall überspielt werden darf“, nimmt Trainer Ole Werner den 25-Jährigen in Schutz, der in der Tat keineswegs unfair seiner Arbeit nachgeht. „Nicht jede Gelbe Karte, die man kassiert, ist automatisch eine schlechte“, sagt der Trainer des SV Werder Bremen auf der Pressekonferenz vor dem Spiel beim FC Augsburg (Samstag, 15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) deshalb. „Manchmal musst du sie auch kassieren. Auch bei Amos waren ein paar Dinger dabei, wo wir von einem guten Foul sprechen, weil es für uns sonst richtig gefährlich geworden wäre.“

Dieses Verständnis bedeutet allerdings nicht, dass die besagten Szenen hinterher nicht aufgearbeitet werden. „Wir schauen uns immer an, wo vielleicht ein anderes Zweikampfverhalten gesetzt werden kann, weil es innerhalb der Mannschaft und somit auch bei Amos schon das eine oder andere überflüssige Foul gegeben hat, das zu einer Gelben Karte führte“, erläutert der Bremer Chefcoach. „Trotzdem spielt Amos insgesamt eine sehr gute Saison.“ Und rein statistisch sieht die Anzahl der Verwarnungen zwar nicht schön aus, ist aber noch weit von historischen Rekordmarken der Liga entfernt. In der Saison 2019/2020 war es Klaus Gjasula, der es im Trikot des SC Paderborn auf 17 Gelbe Karten brachte. Die letzte davon kassierte er übrigens in einer Partie gegen Werder Bremen.

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Ole Werner über Gelbsperren bei Werder Bremens Abwehrspielern: „Haben gezeigt, dass wir die Ausfälle kompensieren können“

Amos Piepers Sammlung will Ole Werner deshalb nicht zu sehr tadeln. „Man versucht immer, sich zu verbessern, aber es ist kein Thema, das wir als großes Drama ansehen“, betont der 34-Jährige. „Zumal wir Ausfälle auf dieser Position, das haben die letzten Wochen gezeigt, kompensieren können. Blöd wird es natürlich, wenn mehrere Spieler gleichzeitig ausfallen.“ Bislang haben die Abwehrspieler des SV Werder Bremen ihre Sperren jedoch stets schön hintereinander abgesessen. (mbü)

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