Amos Pieper (r.) hat sich gegen Bayer Leverkusen seine fünfte Gelbe Karte eingehandelt und fehlt damit gesperrt. In Niklas Stark (li.) steht ein möglicher Ersatz schon bereit.
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Amos Pieper (r.) hat sich gegen Bayer Leverkusen seine fünfte Gelbe Karte eingehandelt und fehlt damit gesperrt. In Niklas Stark (li.) steht ein möglicher Ersatz schon bereit.

Werder-Verteidiger fehlt gesperrt

Umbau in der Abwehr von Werder Bremen: Amos Piepers stellt Gelb-Rekord auf - der bringt Niklas Stark ins Spiel

Bremen – So schnell wie er war beim SV Werder Bremen noch keiner. Im Fall von Amos Pieper ist das allerdings ein zweifelhaftes Vergnügen. Der Innenverteidiger hat nämlich gerade einmal sieben Spiele benötigt, um sich fünf Gelbe Karten und damit eine Sperre einzuhandeln. Gegen Leverkusen (1:1) traf es ihn in der 88. Minute, als er Gegenspieler Hlozek am Trikot zog. Der bisherige vereinsinterne „Rekordsünder“ hieß Manuel Mbom, der in der Bremer Abstiegssaison 2020/2021 nach neun Partien fünf Verwarnungen auf dem Konto hatte. Pieper fällt somit nach der Länderspielpause für das Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach aus (Samstag, 1. Oktober, 18.30 Uhr), was wiederum die große Chance für Niklas Stark sein könnte.

Wer die vergangenen Partien des SV Werder Bremen gesehen hat, dürfte unschwer erkennen, dass der jetzige Ausfall von Amos Pieper eine echte Schwächung für den Aufsteiger darstellt. Der Ex-Bielefelder hat sich seit seinem Wechsel an die Weser in ganz starker Verfassung präsentiert, eine gute Leistung an die nächste gereiht. Mit einer beeindruckenden Zweikampfquote von 71,2 Prozent liegt er aktuell ligaweit auf dem fünften Platz in dieser Statistik.

Doch nicht immer ging es dabei eben regelkonform zu. „Er ist halt nun einmal derjenige, der wahnsinnig viele Zweikämpfe führt und an seiner Bilanz sieht man auch, wie gut er das macht“, sagt Cheftrainer Ole Werner. „Er sucht diese Duelle mit allem, was er hat. Es war dann einfach ein bisschen unglücklich, dass er häufig in Situationen war, wo ein Foul dann eben eine Gelbe Karte nach sich zieht. Deshalb ist ihm da kein Vorwurf zu machen, und er ist sicherlich kein Treter.“

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Werder Bremen-Verteidiger Amos Pieper mit Gelb-Rekord-Sperre - ersetzt ihn Niklas Stark?

Fehlen wird Amos Pieper dem SV Werder Bremen gegen Gladbach trotzdem. „Was ärgerlich ist, weil er gut drauf ist“, meint Werner. Doch der 34-Jährige neigt nicht dazu, Unveränderliches zu bedauern, sondern pflegt eher einen gesunden Pragmatismus. Und deshalb betont er: „Dann kommt jetzt ein anderer rein, der auf seinen Einsatz gewartet hat. Deshalb ist uns da auch nicht bange, darum sind wir ja eine Mannschaft, die solche Ausfälle immer wieder kompensieren kann und muss.“

Dieser andere Spieler dürfte mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Niklas Stark sein. Der Ex-Nationalspieler und frühere Herthaner kam bislang bei Werder Bremen über den Status des Ergänzungsspielers nicht hinaus – auch weil er sich erst noch an das für ihn neue System in Bremen gewöhnen musste, wie der 27-Jährige selbst eingeräumt hatte. Ein wenig unglücklich aus Werder-Sicht ist, dass Starks Vorbereitung auf seine Startelf-Premiere nun ausgerechnet in eine Zeit fällt, in der seine Nebenleute Milos Veljkovic (Serbien) und Marco Friedl (Österreich) mit ihren jeweiligen Nationalmannschaften unterwegs sind. Ein optimales Einspielen – etwa beim anstehenden Testspiel gegen Hannover 96 am Donnerstag – ist somit nicht möglich. „Aber das ganz große Problem sehe ich trotzdem nicht“, erklärt Ole Werner, „weil wir jetzt seit 14, 15 Wochen zusammen trainieren, und da haben sie Übungen auch schon oft genug zu dritt gemacht.“ (mbü) Schon gelesen? Die neuen FIFA-23-Werte des SV Werder Bremen sind da! Und: So sehen Fans das Bundesliga-Spiel Werder Bremen gegen Borussia Mönchengladbach live im TV und Livestream!

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