Clemens Fritz und Frank Baumann sind mit der abgelaufenen Transferphase und dem Kader des SV Werder Bremen sehr zufrieden.
+
Leiter Profifußball Clemens Fritz und Sportchef Frank Baumann sind mit der abgelaufenen Transferphase und dem Kader des SV Werder Bremen sehr zufrieden.

Das war Werders Transfer-Phase

Ein Kommentar zu Werders Transfer-Sommer: Guter Job mit Luft nach oben

Ein Kommentar von Malte Bürger. Die Transferphase ist zu Ende gegangen. Einfach so. Ohne großen Schlussakkord des SV Werder Bremen. Das darf zu Recht bedauert werden, weil der Bremer Kader sicherlich an der einen oder anderen Stelle noch ein Update hätte gebrauchen können.

Gerade im Mittelfeld gibt es auch nach diesem Sommer weiterhin Vakanzen. Das wissen auch die Verantwortlichen, weshalb sie – wie Clemens Fritz gestand – bis zuletzt alle Optionen abgeklopft haben. Doch Werder Bremens Leiter Profifußball betonte eben auch, dass eine Neuverpflichtung nicht nur sportlich sofort weiterhelfen soll, sondern im Idealfall noch Geld mitbringen müsste. Ein Dilemma der leeren Kasse, das große Sprünge unmöglich macht. Es kommt schließlich nicht alle Tage eine Weiser-Leihe um die Ecke, bei der der abgebende Verein auch noch den Löwenanteil des Gehalts übernimmt. Wie also schon Oma zu sagen pflegte: Das eine will man, das andere kann man.

Werder Bremen mit guter Transfer-Phase: Viel ablösefreie Qualität, aber nicht alle Löcher gestopft

Natürlich ist das für die Grün-Weißen nicht ohne Risiko. Niemand kann aktuell mit Gewissheit sagen, dass diese Mannschaft wirklich dazu taugt, die Liga zu halten. Aber sie soll es. Sie muss es. Die ersten Ansätze geben Anlass zur Hoffnung, ein langes Leiden in dieser Saison ist deshalb aber keineswegs ausgeschlossen. Bei Werder Bremen kennen sie diese Ausgangslage aus der jüngeren Vergangenheit. Mitunter – so wie damals beim Toprak-Transfer – wurde darauf auf den letzten Metern trotz großer Finanzsorgen noch mit einem hohen wirtschaftlichen Wagnis reagiert. Garantiert hat das den Erfolg ebenfalls nicht, stattdessen wurde der geldliche Kummer nur noch größer. Darunter leidet der Verein auch aufgrund der Pandemie noch immer. Insofern haben die Bremer aus der Historie gelernt – und könnten jetzt davon profitieren. Denn nur weil der finale Gongschlag ausblieb, heißt das nicht, dass die Musik nicht spielte.

Werder hatte die meisten Transfers in diesem Sommer schon früh eingetütet, legte vielleicht gerade deshalb einen guten Start in die Liga hin. Und ein echter Flop scheint Stand jetzt nicht dabei gewesen zu sein. Stattdessen viel ablösefreie Qualität. Trotz der Langeweile am Ende hat Werder also auch nominell eine ziemlich gute Transferphase hingelegt, aber eben nicht alle Löcher gestopft. Doch der nächste Winter kommt bestimmt, dann könnten die Bremer noch einmal auf dem Transfermarkt zuschlagen. Schaden würde es nicht. (mbü)

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Kommentare